Coupé-Version Volkswagen plant eigene Modellreihe für Passat CC

Volkswagen bemüht sich, die Lücke zwischen Mittel- und Oberklasse zu schließen. Das soll mit einem Ausbau der Coupé-Version des Passat zu einer eigenen Modellreihe gelingen.
Update: 02.11.2011 - 11:26 Uhr 6 Kommentare
VW plant eine eigene Modellreihe des Passat CC. Quelle: dpa-tmn

VW plant eine eigene Modellreihe des Passat CC.

(Foto: dpa-tmn)

Wolfsburg/Los AngelesVolkswagen will die Coupé-Version des Mittelklasse-Erfolgsmodells Passat einem Bericht zufolge zu einer eigenen Modellreihe ausbauen und damit eine Lücke zwischen Mittel- und Oberklasse schließen. Der Passat CC solle den Kunden künftig eine „Aufstiegsmöglichkeit“ bieten, sagte Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg „auto motor und sport“. „Wir nennen ihn jetzt nur noch CC, um ihn stärker vom Passat zu differenzieren“, erklärt Hackenberg. „Der Passat ist ein starkes Flottenfahrzeug, der CC zielt vielmehr auf Privatkunden.“

Auf der Los Angeles Auto Show (18. bis 27. November) wollen die Wolfsburger den neuen CC vorstellen. Er soll vom Januar an verkauft werden. Die bisherige Motorenpalette bleibt vorerst unverändert. Der Chefdesigner der Kernmarke VW, Klaus Bischoff, kündigte aber eine neue Strategie für das Modell an: „Der CC könnte Grundstein für eine eigene Baureihe sein, die aus der Nische herauswächst und dann die Lücke zwischen Mittel- und Oberklasse bei Volkswagen schließt.“

Bei seiner Aufholjagd in den USA kommt VW wohl vor allem dank des Passat zum Einstiegspreis von 20.000 Dollar (14.700 Euro) schneller voran als gedacht. Die Verkaufsorganisation werde voraussichtlich im laufenden Jahr erstmals seit dem Jahr 2003 profitabel sein, sagte unlängst US-Chef Jonathan Browning in einem Interview. Um in den USA auch insgesamt wieder schwarze Zahlen zu schreiben, müssten allerdings noch andere Sparten wie die neue Fabrik in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee profitabel arbeiten, fügte er hinzu. Für das gesamte US-Geschäft von Europas größtem Autobauer bekräftigte Browning das Ziel eines Gewinns 2013.

Absatz im Oktober brummte

In der Fabrik in Chattanooga läuft seit kurzem der speziell an den Geschmack der Amerikaner angepasste Passat vom Band, mit dem Volkswagen den in Amerika besonders erfolgreichen Familienwagen Camry von Toyota angreifen will. Im Oktober verzehnfachte sich der Absatz des Wagens fast. Dadurch sprangen die Auslieferungen von VW im vergangenen Monat in den USA um rund 40 Prozent nach oben. Bereits unmittelbar nach dem Verkaufsstart Mitte September hatte sich der Absatz des Passat vervierfacht.

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6 Kommentare zu "Coupé-Version: Volkswagen plant eigene Modellreihe für Passat CC"

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  • da hat der Mollemopp schon recht - US Autos fahren schließlich auch, ohne dass man an der nächsten Kreuzung einen Ersatz Auspuff neu anschrauben muss.

    Ich glaube ebenso, würden morgen sämtliche Euro Preise wieder in D-Mark ausgezeichnet, viele Hersteller und Händler würden sich in Grund und Boden schämen.
    (und das nicht nur auf die Blechkisten bezogen).

  • @Allace64
    Mag sein, dass die US-Version technisch nicht mit der Euorpa-Version vergleichbar ist. Doch die Bremsen müssen auch bei den US-Passats bremsen. Und die Abgaswerte sind in den US-Abgasnormen mittlerweile auch einzuhalten. Andere Motoren stimmt auch. In den USA kann man 1,2l-Motoren nicht verkaufen. Da geht unter 2.0l garnichts. Assistenzsysteme stimmen auch. In der US-Version ist CC-CruiseControl (Tempomat) Pflicht. Automatikgetriebe ist auch Standard. Gescheiter Sound ist in USA auch Pflicht. So gesehen gibt es einige Abweichungen vom US- zum Europa-Modell, die zum Vorteil der US-Käufer sind. Gerne wird in Deutschland das Märchen verbreitet, dass die US-Varianten aller deutschen Autos so billig zusammengeschustert sind, dass man sich damit in Deutschland nie auf die Straße trauen würde. Das ist schon rein aus Produkthaftungsgründen, sie in den USA Millionen-Entschädigungen nach sich ziehen können, absoluter Schwachsinn. Welcher Autohersteller würde von einem Fahrzeug zwei Varianten konstruieren und unterschiedliche Komponenten fertigen lassen? Rein auf die Entwicklungskosten eines Fahrzeugs berechnet, bedeutet dies betriebswirtschaftlichen Schwachsinn. Aber irgendwie muss der Preisunterschied von USa zu Europa erklärt werden. Das geht am kostengünstigsten mit einem Märchen über den Stand der Technik.

  • Es muss natürlich heißen kanibalisiert nicht kanalisiert.

  • die Modelle Passat USA und Passat Europa sind technisch nicht vergleichbar. Motor, Bremsen, Assistenzsysteme, Abgas, Verbrauch Fahreigenschaften, Sitze usw. Das gilt auch für den Jetta.

  • Der 10fache Absatz des Passats in USA ist damit zu erklären, dass er im Vorjahr gar nicht angeboten wurde, sondern nur die Läger des Handels geleert wurden. Ob der US Passat ein Erfolg wird, ist noch nicht sicher. Es wurden im September bereits 10.000 Stück in Chattanooga gebaut. Im September wurden 3000 im Oktober 5000 abgesetzt. Inzwischen dürften sich also zwischen 5000 und 10.000 in der Pipeline befinden. Dazu kommt: Noch im September wurden 16000 Jetta abgesetzt, im Oktober nur 13.000. Die Frage ist also in wie weit kanalisiert sich Jetta und Passat? Was passiert mit dem CC, der viel teurer ist. Bevor neue Lobeshymnen angestimmt werden, erst mal abwarten und Tee trinken. Die US-Japaner, GM und Hyundai lassen sich bestimmt auch noch etwas einfallen.

  • "Bei seiner Aufholjagd in den USA kommt VW wohl vor allem dank des Passat zum Einstiegspreis von 20.000 Dollar (14.700 Euro) schneller voran als gedacht...Jetta-Limousinen, die ab 16.500 Dollar plus Steuern zu haben sind."

    Bei den Preisen würde der deutsche Kunde auch gerne einkaufen. Fürs gleiche Geld bekomme ich in den USA einen Passat und in Deutschland einen Polo. Für einen Jetta in den USA bekomme ich in Deutschland einen UP. Danke VW. Danke Multi-Milliardär Piech. Ich habe nur noch Verachtung für euch übrig.

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