Debatte um neue Öko-Studie Klimanutzen bei Elektroautos abhängig von Ladezeiten

Was passiert, wenn alle Elektroautos gleichzeitig laden? Eine spannende Frage, vor allem mit Hinblick auf die frühen Abendstunden, wenn der Verbrauch ohnehin hoch ist. Experten sind mal wieder uneins.
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VW Käfer an einer "Elektrotankstelle". Quelle: dpa

VW Käfer an einer "Elektrotankstelle".

(Foto: dpa)

BerlinDer Klimaschutznutzen von Elektroautos könnte künftig vor allem vom Zeitpunkt des Aufladens abhängig sein. Darauf wiesen die Wissenschaftler des Öko-Instituts, Florian Hacker und Charlotte Loreck, am Mittwoch in Berlin hin. „Die spannende Frage ist: Was passiert, wenn alle Elektroautos gleichzeitig laden“, sagte Loreck. Denn wenn bis 2030 tatsächlich sechs Millionen E-Autos auf deutschen Straßen rollen, hätten diese einen Bedarf, der zwei Prozent des heutigen Gesamtstromverbrauchs entspricht.

Würden alle Autos in den frühen Abendstunden geladen, wo der Verbrauch ohnehin hoch ist, könnte der Klimanutzen deutlich sinken. In dieser Zeit tragen oft klimaschädliche Kohlekraftwerke die Hauptlast der Stromversorgung. Braun- und Steinkohle haben noch einen Anteil von rund 40 Prozent am Strommix. Würden theoretisch die meisten E-Autos mit Kohlestrom geladen, könnte das Klima in der Gesamtbilanz stärker verschmutzt werden als durch konventionelle Autos.

Das Öko-Institut hat umfassende Studien zur Entwicklung der E-Mobilität vorgelegt und sieht eine steigende Bereitschaft der Bürger, auf ein E-Auto umzusatteln. Das Problem sei, so Loreck, dass es schwierig werden könnte, Windspitzen auf das Laden der Autos abzustimmen. „Man darf nicht vergessen, dass der Nutzer flexibel sein will“, betonte Hacker.

Die Nationale Plattform Elektromobilität sieht hingegen kein Klimanutzen-Problem, da die Energiewirtschaft ohnehin zugesichert habe, für die E-Autos nur zusätzlichen Strom aus regenerativen Energiequellen zur Verfügung zu stellen.

Allerdings ist bisher unklar, ob tatsächlich schon in einigen Jahren zu allen Jahres- und Tageszeiten der Bedarf nur mit Ökostrom gedeckt werden kann. Laut der Studien des Öko-Instituts wird damit gerechnet, dass trotz aller Hindernisse bis 2022 eine Million Elektroautos in Deutschland unterwegs sein könnten. Ein Problem: Lange Fahrten mit einem E-Auto bei einer Reichweite von maximal 160 Kilometern sind derzeit mangels ausreichender Batterien noch schwierig. Daher könnten sich verstärkt auch sogenannte Plug-In-Hybridfahrzeuge durch die Kombination aus Elektro- und konventionellem Antrieb durchsetzen.

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11 Kommentare zu "Debatte um neue Öko-Studie: Klimanutzen bei Elektroautos abhängig von Ladezeiten"

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  • Elektromobilität – oder, das Schreckgespenst
    Teil 4 Franzosen , Japaner, Italien (Tazzari ZERO) (USA-Tesla)
    bringen reine Elektroautos auf den Markt, warum klappt das nicht
    in D ! Der O. Ampera - nur ein Hybrid.
    Hiervon können die „D“ nur von Träumen:
    Siehe Handelsblatt vom 26.10.2011, Kangoo Z.E., Fluence Z.E
    Unsere Mittelgebirge sind beweglicher als die deutschen „ELITENKÖPFE“
    der Automobil-Branche. Mit dieser „ZUSPÄTKOMMEN-MENTALITÄT“
    wird die Internationale Konkurrenzfähigkeit wieder einmal verspielt.
    Warum werden nicht in einigen deutschen Großstädten der Einsatz von
    Elektroautos mit AUSTAUSCHBATTERIEN (leer raus, voll rein) wie bei
    der Taschenlampe vorgenommen, es würde sofort ein RUN auf E-Fahrzeuge
    einsetzen. Reichweite wäre kein Thema mehr.
    Dies würde zusätzlich Arbeitsplätze schaffen in ungeahnter Höhe, man
    kann von einem neuen Wirtschaftswunder ausgehen.
    Ob das was hier steht, die deutschen „ELITENKÖPFE“ begreifen
    werden, ich habe einige zweifel.
    Wenn man bedenkt, das die BRD weniger Geld für Bildung ausgibt (BIP)
    als eines der ärmsten Länder Europas, braucht man sich über die
    Intelligenz nicht zu wundern.

  • Elektromobilität – oder, das Schreckgespenst
    Teil 3 Würde die Photovoltaic – Technik so genutzt werden wie das Rad müsste
    man nicht so dämliche Debatten führen um die Stromversorgung zu garantieren.
    Es sollten die Grundlagen dafür geschaffen werden das Häuserfassaden, ins
    besondere Bürohochhäuser mit Photovoltaic - Panels versehen werden müssen.
    Dafür spart man auch die übliche Hausverkleidung. Auch hier keine Mehrkosten,
    im Gegenteil, durch die Stromgewinnung wird auf Jahre Gewinn erzielt!
    Um die Vorgaben des Kyoto-Protokolls könnte man nur noch müde lächeln.
    Die Brennstoffzelle ist kostspielig, Energieaufwendig und erst in ca. zehn
    Jahren Serienreif. Range Extender (Benzinmotor der einen Generator antreibt)
    Das ist so, als würde man ein Ventilator vor das Windrad stellen zur Stromerzeugung.
    Schlagwort: Carbazol, die Uni Erlangen erst mal 500.000 Euro Fördergeld beantragt.
    Induktionstechnologie, - und was ist wenn 20cm Schnee liegt? - alles Phrasen die den Einsatz von E-Kfz. hinausschieben. Deutschland bleibt (wie auf dem Digitalen Sektor) unbedeutend wenn die deutschen „Elitenköpfe“ nicht endlich die Schwelle
    zur neuen Epoche im Automobilbau erkennen.

  • Elektromobilität – oder, das Schreckgespenst
    Teil 2 Was wurde aus dem Audi A2, der schaffte am 26.10.2010 rund 600
    Kilometer, ohne aufzuladen. Ach ja, das DBM-Rekordauto ist beim Brand
    In einer Berliner Lagerhalle am 12.12.2010 komplett zerstört worden.
    Seltsame parallelen mit Volt und Ampera
    Will ich mobil sein auch im Ausland, gibt es nur eine Lösung:
    AKKU – WECHSEL AN DER TANKSTELLE!
    Dauert nicht länger wie Benzintanken und ist nicht teurer als derzeitiger
    Treibstoff, im Gegenteil! Und auf einmal wird Benzin, Diesel und Kraftfahrzeuge
    mit Verbrennungsmotoren angeboten wie „SAUERBIER“!
    Eine einheitliche Norm für die Wechselbatterien ist ebenso Pflicht.
    Die Reichweite der E-Autos kann ohne weiteres verdreifacht werden indem
    die Fahrzeuge mit Solarpanel bestückt werden. Flexible Solarpanel.
    Statt sinnlose Steuerprämien, sollte Intelligenter Weise die Infrastruktur
    ausgebaut werden und einen höheren Anteil der Fördermittel zur Entwicklung
    Leistungsstärkerer Akkus ausgegeben werden.
    Die Nachfrage nach Elektroautos ist doch Heute schon so groß wie auf das
    Begrüßungsgeld nach dem Mauerfall ! Geht die Produktion in Großserie, wird
    der VKP rapide in den Keller gehen, das ist mehr Ersparnis als Steuerprämie.

  • Elektromobilität – oder, das Schreckgespenst der Auto und Mineralöl - Industrie.
    Elektroautos, argumentiert, teuer, Preis künstlich hochgehalten, immer im Versuchsstadium, Akku zu wenig Kapazität, lange Aufladzeit, geringe Reichweite
    Problem Ladesäule, je öfter eine Dummheit wiederholt wird, desto mehr bekommt
    sie den Anschein der Klugheit.
    So wird der Einsatz von Elektroautos von der etablierten Industrie „gesteuert“.
    Ladesäulen in Hochhaus - Wohnsiedlungen? Dem Vandalismus ist
    Tür und Tor geöffnet. Und bei Regen, Eis, Schnee? Stromschlag!
    Kurzschlussgefahr! Wir tanken nicht unter freiem Himmel.
    „Schlangestehen“ an der Ladestation? Eine unausgegorene Phantasie.
    Wo bitte ist die passende Ladesäule, (erst wieder in der eigenen Garage?
    Sind die Anschlüsse international genormt oder macht jeder seinen eigenen
    Sch..önen Stecker? Reichweite Tesla Roadster bei moderaten Fahrweise
    über 400 km. Porsche 997 Carrera. RW. ca. 150 oder 200 km ,
    ca. 180 oder 220 km/h. Mit 130 km/h, RW ca. 350km.
    Protoscar Lampo 3, km/h 220, kW 420, Mit 130 km/h, RW ca. 400km.

  • Ich bin auch dafür, dass lokal erzeugter Strom aus PV Anlagen oder Blockheizkraftwerken mit in dieses Ladesystem integriert werden kann, damit dieser nicht über die Stromnetze verteilt werden muss.
    Ihr Vorschlag "Einkaufsmacht des Arbeitgebers beim Strom nutzen und diesen dann aus der Batterie privat nutzen.." ist ja ganz nett, aber das wird mit dem deutschen Steuerrecht zum Albtraum - Stichwort geldwerter Vorteil. Außerdem ist V2G erst im Versuchsstadium. Das dauert noch ein paar Jährchen.
    Was anderes ist es wenn es sich um ein Firmenfahrzeug mit Privatnutzung handelt. Das würde ohne Probleme funktionieren.

  • Was wäre, wenn alle Elektroautos mittags geladen würden, z.B. am Arbeitsplatz. Dann könnten die fast 2% Solarstromkapazität, die wir innerhalb eines Monats (Dezember 2011) dem deutschen Stromnetz hinzugefügt haben, perfekt genutzt werden.

    Fernpendler >50km ist nur jeder 20ste. Ich tanke also mittags mit Sonnenstrom auf dem Firmenparkplatz voll. Fahre meine 50 km heim, verbrauche Nachts noch etwas Strom aus meiner Batterie in der Wohnung und 95% aller Pendler fahren trotzdem mit der Restladung bequem zur Arbeit = Elektrotankstelle.
    Ein offensichtlich recht unvorstellbar oder absurdes Konzept; oder was steht in der Studie unter "Ladeszenario 2"
    Damit das Szenario dann doch nicht zu schön wird, wird folgende Zusatzannahme getroffen: " In beiden Fällen wird ein Lademanagement unterstellt, das die Batterieladung auf möglichst preisoptimale Zeitpunkte verschiebt." S.23 unten in der Studie. Damit die preisoptimalen Zeitpunkte nicht so gut passen wird ausschließlich Windkraft und keine Photovoltaik angenommen (S.30 Absatz 2). Mit Photovoltaik überdachte Parkplätze fördern? In der Studie nicht berücksichtigt. Einkaufsmacht des Arbeitgebers beim Strom nutzen und diesen dann aus der Batterie privat nutzen anstatt irgendwelche komplizierten Börsen- oder Regelenergiemodelle, nicht berücksichtigt.
    SEHR ORDENTLICH!

  • Die Frage ist nicht, um welche Uhrzeit man laden soll, sondern: Was wollen "wir"? Transport durch Strom? Das erreicht man am einfachsten durch Investitionen in den öffentlichen Verkehr.
    Energie sparen? Da kann man vieles machen: Steuern, Information, Grenzwerte setzen und wieder Förderung des ÖV. Was ich schwierig finde ist, durch Umwandlung und Speicherung von Energie mit geringen Wirkungsgraden Energie zu sparen. Tatsächlich werden kleinste Autos im Smart Format mit dem heutigen Durchschnittverbrauch verglichen. Fairerweise sollte man das aber mit einem 3L Lupo machen und da gibt es keinen Vorteil für Elektro.
    Billig fahren? Das wird kaum gelingen, wenn die dann entfallene Mineralölsteuer umgelegt wird. Warum sollte auch jemand billiger fahren?
    Die Abhängigkeit vom Öl verringern? Da könnte man bsw ein Programm zum Umbau auf Gas auflegen. Gas gibt es noch reichlich und Benzinmotoren sind fasst alle leicht umzurüsten.
    Den zweiten Schritt haben wir ja schon getan: Wir weigern uns einfach, Iran das Öl abzunehmen und zahlen auch dauerhaft höhere Preise, weil die Verträge, die Iran mit China abschließt eingehalten werden. Das nenne ich konsequent.

  • Die Frage ist nicht, um welche Uhrzeit man laden soll, sondern: Was wollen "wir"? Transport durch Strom? Das erreicht man am einfachsten durch Investitionen in den öffentlichen Verkehr.
    Energie sparen? Da kann man vieles machen: Steuern, Information, Grenzwerte setzen und wieder Förderung des ÖV. Was ich schwierig finde ist, durch Umwandlung und Speicherung von Energie mit geringen Wirkungsgraden Energie zu sparen. Tatsächlich werden kleinste Autos im Smart Format mit dem heutigen Durchschnittverbrauch verglichen. Fairerweise sollte man das aber mit einem 3L Lupo machen und da gibt es keinen Vorteil für Elektro.
    Billig fahren? Das wird kaum gelingen, wenn die dann entfallene Mineralölsteuer umgelegt wird. Warum sollte auch jemand billiger fahren?
    Die Abhängigkeit vom Öl verringern? Da könnte man bsw ein Programm zum Umbau auf Gas auflegen. Gas gibt es noch reichlich und Benzinmotoren sind fasst alle leicht umzurüsten.
    Den zweiten Schritt haben wir ja schon getan: Wir weigern uns einfach, Iran das Öl abzunehmen und zahlen auch dauerhaft höhere Preise, weil die Verträge, die Iran mit China abschließt eingehalten werden. Das nenne ich konsequent.

  • Na ja, es macht schon einen Unterschied ob Verbraucher in Wohngebieten 2kW (E-Herd) Leistungsaufnahme haben oder bei einem EV bis zu 22 kW (EV mit Drehstrom-Anschluss). Das bisherige Stromnetz im Verteilnetzbereich ist halt nicht für die 10-fache Leistung ausgelegt. Deshalb ist es notwendig das Laden von EVs zu managen, wenn eine gewisse Anzahl EVs in einem Netzbereich gleichzeitig am Stromnetz hängen.
    Die TU-München hat eine Untersuchung zu diesem Thema angestellt, die hier verfügbar ist:
    http://www.betterplace.com/uploads/ckfinder/files/TUM_Research_Report_FNL.pdf

  • Ach, was wäre wenn alle ihren E-Herd gleichzeitig benutzen? alle Kühlschränke sich gleichzeitig einschalten? wenn alle AKWs eine Sofortabschaltung haben?
    Vermutlich ists dem Autor zu langweilig und es fiel ihm nichts besseres ein.

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