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Die Designerin Klaudia Kruse bringt im BMW den Himmel zum Erweichen Businessfrau mit Blüte

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Kreative Karossen sind schließlich ihr Ding. In ihren ersten Jahren bei BMW war sie in München mit der Gestaltung von Concept Cars beschäftigt. Die Hotelflotte in Bangkok ist dagegen eher etwas bieder. Sie ziert aber immerhin ein kleiner goldener Fächer, das Logo des Hotels. Das wiederholt sich auf dem Extra-Kleenex-Kästchen im Fond der Limousinen.

BMW ist natürlich stolz auf diese Lieferung. Immerhin haben die Bayern damit Mercedes abgelöst. Trotzdem macht Hoteldirektor Kurt Wachtveitl – kaum weniger Legende als sein Haus – bei der Begrüßung der Neuwagen kein Hehl daraus, dass er eine Rolls-Royce- Flotte, wie sie sich das Peninsula-Hotel leistet, imposanter fände – aber Einfuhrzölle von 180 Prozent lassen manche Traumautos eben Traumautos bleiben.

Kruse lächelt dazu. In ihrem Job geht es auch weniger darum, Träume wahr werden zu lassen, als konkrete Wünsche zu erspüren und zu erfüllen, besser noch zu wecken. Dafür liefert sie in ihrem Vortrag in Bangkok ganze Stilwelten: Leica, Sony-Flachbildschirm, Bambus und BMW. Bilder, die den Betrachter in eine Stimmung versetzen sollen. „Willkommen in diesem Auto“, dieses Motto müsse spürbar sein.

Ihr Temperament kommt in Fahrt im Inneren der nach Bangkok gelieferten Wagen: So ein 7er BMW mit Lederausstattung hat ja auch was Repräsentatives.

Sie streicht mit dem Finger über den Himmel: „Dass das Jersey ist, leicht abgepolstert, sieht man nicht auf den ersten Blick, aber es gibt im Inneren die Behaglichkeit.“ Solche Details liebt sie. Einen Sportwagen stattete sie mit einem Lederparkettboden aus.

„Funktion mit Ästhetik“, nennt sie so ein Konzept. Bei ihr darf Leder auch winzige Löcher haben: „Rinder werden von Insekten gestochen. Aber solche Natürlichkeit ist nicht leicht zu vermitteln.“

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