Eine Milliarde Euro Bund verdoppelt die Förderung für Elektroautos

Die Schlüsselkomponente der Elektroautos ist und bleibt die Speicherbatterie. Um die ausländische Konkurrenz dort abzuhängen, will der Bund nun seine Investitionen in das Herzstück der Fahrzeuge drastisch erhöhen.
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Annette Schavan in einem Elektroauto: Die Bundesministerin für Bildung und Forschung ist gegen eine Absatzförderung. Quelle: Reuters

Annette Schavan in einem Elektroauto: Die Bundesministerin für Bildung und Forschung ist gegen eine Absatzförderung.

(Foto: Reuters)

BerlinDie Bundesregierung will die Förderung für die Erforschung der Elektromobilität – vor allem der Speicherbatterien – massiv ausbauen. Die Fördersumme für den Rest der Legislaturperiode soll sich auf rund eine Milliarde Euro verdoppeln, erfuhr das Handelsblatt aus Regierungskreisen. Etwa die Hälfte davon würde wie bisher auf das Forschungsministerium entfallen.

Dessen Chefin Annette Schavan (CDU) verriet im Vorfeld des E-Mobility-Gipfels an diesem Montag nur: „Die Bundesregierung legt erheblich zu. Das gilt selbstverständlich besonders für das Forschungsministerium, das eine wichtige konzeptionelle Rolle wahrnimmt.“

Bericht wird heute übergeben

Heute wird die von der Bundesregierung im vergangenen Jahr ins Leben gerufene „Nationale Plattform Elektromobilität“ (NPE) der Kanzlerin ihren Abschlussbericht übergeben. Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2020 eine Million Elektromobile auf die Straße zu bringen. Der NPE-Bericht soll den Weg weisen, auf dem dieses Ziel erreicht werden kann. Die NPE war im Frühjahr vergangenen Jahres ins Leben gerufen worden. In dem Bericht macht sich die Industrie für Subventionen stark, um den Verkauf von Elektrofahrzeugen anzukurbeln.

Schavan spricht sich gegen eine Absatzförderung aus. „Nicht das üppigste Subventionspaket, sondern die größte technologische Kompetenz entscheidet über den Markterfolg der Elektromobilität“, sagte die CDU-Vizevorsitzende dem Handelsblatt. „Der Staat konzentriert sich auf Forschung und Entwicklung – zur Verantwortung der Unternehmen gehört es dann, dass ein sich selbst tragender Markt entsteht.“

Die Batterien seien nicht nur das Herzstück der Elektromobilität, sondern „bieten Speicherkapazitäten für Wind und Sonne, die wir für den Umbau unserer Energieversorgung so dringend brauchen“, sagte Schavan. „Daneben fördern wir auch konkrete Projekte zum Energiemanagement in Elektroautos, zur Antriebstechnik und zur Aus- und Weiterbildung in dieser Zukunftsbranche.“

Mit der steigenden Fördersumme stellt sich jedoch verstärkt die Frage nach der effizienten Abstimmung der Ministerien. Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hatte in ihrem jüngsten Gutachten für die Kanzlerin unlängst kritisiert, dass bei der Förderung der Batterietechnologie die Verteilung der Zuständigkeit zwischen Wirtschafts- und Forschungsministerium noch immer unklar sei. Schavan verspricht zumindest indirekt Besserung: „Dass alle Ressorts gemeinsam entschieden haben, einen Schwerpunkt auf die Forschung zu legen, zeigt: Wir nehmen unsere gemeinsame Verantwortung ernst.“

Batterie im Mittelpunkt
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4 Kommentare zu "Eine Milliarde Euro: Bund verdoppelt die Förderung für Elektroautos"

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  • Die einzigen, die hier von Subventionen profitieren, sind die Bosse der Automobilkonzerne und eventuell die der Zulieferer der Akkutechnologien. Die kassieren Steuergelder für Forschungen, die sie längst schon betreiben. Deren Ergebnisse sie aber nicht rausrücken, bis Merkel endlich die Subventionen fließen lässt. Es herrscht kein Ergeiz mehr, Deutschland bei irgendetwas in Vorreiterrolle zu sehen. Die Globalisierung gibt es auch in den Chefetagen. Wenn Frau Merkel keine Subventionen rausrückt, dann betreiben wir unsere Forschung halt in China. Und wenn wir überhaupt keine Forschung betreiben wollen und China der Vorreiter wird, ist doch auch egal. Hauptsache der Vorstand bekommt seinen Bonus. Ob die Zukunft nun Elektro-Mobil ist oder nicht.

  • Wieder eine Förderung der Automobilindustrie, damit wir sicher sein können, dass auch nach Peak Oil die Straßen verstopft und die Bürgersteige zugeparkt sind.

  • Was ist den mit dem abgebrannten Wunderauto bzw. dessen Batterie? Wollen alle Autobauer das Rad neu erfinden und selber besitzen, oder was?

  • elektromobilität ist weder neu, noch ein technologischer quantensprung.

    bis in die 20er jahre fuhren in berlin mehr elektro- als benzin(gas)autos.

    die post wickelte bis in die 60er jahre ihren innerstädtischen transport zum grossen teil elektrisch ab.

    mit einer akkuwechseltechnik (die von allen herstellern verteufelt wird), wäre auch das reichweiten"problem" obsolet, siehe projekt BETTER PLACE.

    die hersteller "erfinden" astronomische verkaufspreise, obwohl sich e-autos erheblich preiswerter als herkömmliche herstellen lassen.

    allein der verzicht auf den hochkomplexen antriebsstrang (motor, getriebe) bringt locker ein paar tausend euro pro fahrzeug.

    ein e-motor ist genial einfach und seit jahrzehnten technologisch praktisch ausgereift.

    ganz abgesehen davon kann ein ressourcenschonender umstieg nur durch eine abkehr von der der unsäglichen 2tonnen-individualmobilität gelingen.

    selbst mit dem fahrrad lassen sich elektrisch unterstützt stress- und anstrengungsarm die meisten wege in der stadt erledigen.

    bis 10km ist man damit schneller als jedes andere verkehrsmittel, bei einem stromverbrauch von unter 1kWh auf 100km (entspricht 100ml sprit).

    ich ab schon mal eins gebaut: http://commonman.de/wp/?page_id=3074 und http://commonman.de/wp/?page_id=1299 und bin damit bei entsprechendem wetter täglich unterwegs.

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