Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Elektroautobauer Tesla warnt vor Rohstoffmangel für Batterie-Produktion

Tesla rechnet laut Insidern mit einem weltweiten Mangel an Rohstoffen für Batteriematerial. Für seine Produktion werde sich der Elektroautobauer künftig auf Nickel konzentrieren.
9 Kommentare
Arbeiten in einer Nickel-Mine: Tesla will sich laut Insidern künftig auf den Rohstoff konzentrieren. Quelle: dpa
Nickel

Arbeiten in einer Nickel-Mine: Tesla will sich laut Insidern künftig auf den Rohstoff konzentrieren.

(Foto: dpa)

Washington Der US-Elektroautohersteller Tesla erwartet einen weltweiten Mangel an Nickel, Kupfer und wichtigen Mineralien für die Herstellung von Batterien. Teslas globale Versorgungsmanagerin für Batteriemetalle, Sarah Maryssael, sagte laut zwei Teilnehmern am Donnerstag auf einer Konferenz in Washington, dass der Autohersteller mit einer Knappheit bei wichtigen Rohstoffen rechne. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Einem Tesla-Sprecher zufolge waren die Kommentare auf die langfristigen Versorgungsprobleme bezogen, die bei diesen Materialien auftreten könnten.

Kupfer, Nickel, Lithium und verwandte Mineralien sind Schlüsselkomponenten für die Herstellung von Elektrofahrzeugbatterien. Elektroautos verbrauchen etwa doppelt so viel Kupfer wie Verbrennungsmotoren. Die Kupferindustrie hat jahrelang zu wenig investiert und arbeitet nun fieberhaft an der Ausbeutung neuer Minen.

Maryssael fügte den Quellen zufolge hinzu, Tesla werde sich stärker auf Nickel konzentrieren. Unternehmenschef Elon Musk hatte bereits angekündigt, weniger Kobalt in Batteriekathoden einzusetzen. Kobalt wird hauptsächlich in der Demokratischen Republik Kongo abgebaut. Dort gibt es immer wieder Vorwürfe der Kinderarbeit.

  • rtr
Startseite

9 Kommentare zu "Elektroautobauer: Tesla warnt vor Rohstoffmangel für Batterie-Produktion"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die gute Nachricht: die Brennstoffzelle wird entwickelt werden und PKW und LKW mit größerer Reichweite, geringerem Gewicht, Schnellerer Aufladung mit Wasserstoff, endloser Energielieferung aus Hydrolyse durch Sonnenenergie, eingesparter komplizierter und teurer Ladeinfrastruktur oder Oberleitungen, und im Vergleich zum Hybridauto sauberer Umweltbilanz ohne Rohstoffprobleme liefern. Es muss nur jetzt die Forderung nach dem Einsatz der Brennstoffzellen zur allgemeinen Forderung werden, weil die Zeit drängt. Die Natur wartet nicht bis 2038 oder länger mit dem Klimawandel.

  • Leider geht mit den batterieelektrischen Autos der Raubbau an der Natur - wie bei den Verbrennerfahrzeugen - unvermindert weiter. Wollte man nicht irgendetwas besser, grüner machen? Die Asiaten haben das schon verstanden, in Deutschland dauert es mal wieder länger. Die Brennstoffzelle kommt und zwar schneller als viele das denken.

  • Wenn man einen Elektroantrieb in ein schweres Auto einbaut, das eigentlich für Verbrennungsmotoren konzipiert ist, und man auch noch möglichst viel Reichweite haben möchte, muss man sich nicht wundern, dass dafür große Akkus gebraucht werden.
    Bsp. SUV Audi e-tron: Leergewicht: 2490 kg, Reichweite: max. ca. 400 km, Batteriekapazität: 95 kWh, Preis € 80.000. Batteriekapazität je 100 km Reichweite also 23,75 kWh.
    Gegenbeispiel Kleinwagen e.GO Life 60: Leergewicht: 1210 kg, Reichweite: max. 145km, Batteriekapazität: 23,5 kWh, Preis ab € 19.900. Batteriekapazität je 100 km Reichweite also 16,2 kWh.
    In SUVs sitzt meistens auch nur 1 Mensch drin.
    Wie man auch mit geringer Batteriekapazität große Reichweiten ermöglichen kann, zeigt ein interessantes technisches Konzept aus Schweden: https://www.youtube.com/watch?v=VZNHZnyxCm8
    (wurde auch schon in WiSo vorgestellt)

  • schon die letzte Studie von Prof. Sinn gelesen? Steht nirgends, wird von unseren Medien negiert, aber bei Markus Lanz am 1. Mai zu hören und zu sehen. E-Auto-Bilanz mit höherem C02 Verbrauch als Diesel. Und wenn dann C02 auch nicht stimmt bleiben nur mehr Ideologien. Immerhin verdanken wir das angenehme Klima auf dieser Welt zu 2 Drittel dem Wasserdampf, sonst wäre es hier 18 Grad kalt. Über C02 wird nicht mehr diskutiert, das ist so und aus. Ostern, Christus auferstanden von den Toten und Schluß, keine Diskussion, halt ein Dogma.

  • ... hinter E-Autos steht wohl sehr, sehr viel Idealismus - oder einfach eine Ökoideologie, die gerne die Realität missachtet - herkömmliche Autos werden recycelt - auch die Motoren.... bei Batterien nahezu unmöglich.
    Außerdem ist es schon interessant, dass Tesla warnt - wo doch gerade Frankreich und Deutschland eine Batteriefabrik voranbringen möchten. Hört sich irgendwie an wie Europa-bashing.

    @Reinker: Der Pendler, der erkennt, dass er mit seinem Hybrid mit Strom deutlich günstiger fährt, steckt auch nachts den Stecker in die Dose. Wenn er zudem eine Solaranlage auf dem Dach hat, wird er das mit Sicherheit tun. Dieser Pendler ist der wahre Öko! Nicht die Tesla Luxus Öko-Idealisten! Übrigens hab ich nichts gegen Luxus. Doch jeder der Luxus genießt, muss es sich gefallen lassen, dass man ihn vorrechnet, ob das ökologisch Sinn macht - besonders wenn er sich vor die Medien stellt und sich auf die Brust klopft: Meine Antwort: Nein liebe Tesla Fahrer, ihr seit nicht ökologisch, ihr seit ideologisch!

    Meine klaren Worte sind nicht verletzend gemeint, auch wenn sie manchmal leicht satirisch wirken.

  • ... ich bin überrascht, wie viele "Käufer" (meist sind es ja Firmenwagen) annehmen, das Motoren mit über 2000 Einzelteilen klimaneutral in unserer globalen Welt produziert werden.
    Ich arbeite in der Pumpenindustrie und sogar da (kleine Stückzahlen) kommt viel aus China, Indien und dem nahen und fernen Ausland. Die CO2 Bilanz eines Verbrenners macht die Welt nicht besser als ein vergleichbares E-Auto.
    Im übrigen ist es die Forderung des Kunden nach Reichweite die die Batteriegröße bestimmt... weil man ja nur einmal pro 500 km "tanken" kann... man ist das ja so vom Verbrenner gewöhnt.
    Die Einzigen, die sich kaum wegen der Ladeinfrastruktur aufregen und auch nicht wegen der Reichweite.... sind die Fahrer von E.Autos... aufregen tun sich "nur" Tester und Laien.

  • Zum Andre Peter:
    1. 50% der seltenen Metalle werden für Verbrenner eingesetzt, das meiste im KAT, weshalb wiederum davon ca. 50% in die Luft rausgeblasen werden. Weil es also kein geschlossenes System ist, können diese Materialien auch nicht recycelt werden, sind also unwiederbringlich verloren - und schädigen die Atemluft in den Städten.
    Dagegen sind Akkus geschlossene Systeme und 99,5% der Metalle können und werden natürlich recycelt.
    2. Hybrid-Wagen werden hauptsächlich wg. der halben 1%-Regelung = 0,5 % gekauft, wovon auch "echte" E-Autos profitieren dürfen. Kein Vetriebler, der am Tag 500-1000 km fährt, lädt Nachts auch noch den Mini-Akku auf, um damit dann max. 50 km elektrisch zu fahren.
    3. Zwei Motoren in einem Auto zu verbauen ist "ökologischer" als nur einen.
    Aha, oke, wieder was "gelernt".
    4. Tesla Autos für Vielfahrer. Deswegen haben sie auch mit dem europaweit ausgebauten Ladenetz an Autobahnen DAS Alleinstellungsmerkmal. Berufspendler kaufen i.d.R. wohl kaum Tesla. Also bitte auf den Einsatzzweck achten.
    5. Tesla ist immer Luxus. Gegen Luxus kann man sein. Das gilt aber auch für ihre teure Uhr und alles andere was mehr ist, als man "braucht".
    6. Weil Tesla der 1. echte E-Autobauer am Massenmarkt war, haben die sich schon vor 10 Jahren solche Abbauregionen gesichert, wo mögl. gute Abbaubedingungen herrschen und unter menschenwürdigen Bedingungen abgebaut werden kann, und sich dies auch rechtlich verbindlich zusichern lassen.
    Alle die danach kamen, vor allem die Deutschen, mussten nehmen was dann noch da, egal wie und wo - und waren froh darum.

  • Der Mann ist genial. erst sammelt er bei den Investoren Milliarden ein und dann
    sagt er Ihnen so nebenbei, dass wahrscheinlich die Rohstoffe für das große Geschäft ausgehen. VW macht das besser, die haben sicherlich schon Abnahmeverträge mit verschiedenen Warlords geschlossen um Ihre 100 % E Mobilität abzusichern. ansonsten
    müssen unliebsame Gewerkschaftsmitglieder zur schnellen Eingreifgruppe VW, die sich
    im Aufbau befindet.

  • "Tesla warnt vor Rohstoffmangel für Batterie-Produktion"
    Ich warne vor Tesla: Wer so große Batterien in seinen Autos einbaut und damit die Ressourcen massiv ausbeutet und die Umwelt schädigt, sollte sich bewusst sein, dass ein Mangel entstehen kann.
    Mal nachgerechnet: Tesla braucht für 600 km ca 100 kWh im Batteriespeicher.
    Ein Hybrid Auto mit 70 km Reichweite ca 12 kWh im Batteriespeicher.
    Wenn man also Hybrid Autos baut, dann wäre das Mangelproblem gelöst, die Ladeinfrastruktur nicht überlastet und der Preis fürs Auto erschwinglich (Verbrenner-Entwicklungskosten sind weitgehend abgeschrieben). Bequem wäre es zudem. Abends oder in der Nacht den Nachstrom nutzen, die Batterie zuhause aufladen und dann gemütlich zur Arbeitsstätte pendeln - sehr selten mehr als 70 km entfernt.
    Ökologisch wäre das allemal - kleinere Batterien, weniger Ressourcen, weniger Umweltverschmutzung bei der Produktion. Die kleinen Batterien würden deutlich intensiver genutzt, was im Sinne der Ökoligie wichtig ist - und es würde weniger CO2 bei der Produktion entstehen. Langsames Laden kleiner Batterien ist deutlich einfacher umweltschonend zu realisieren!
    ERGEBNIS: Mein nächstes Auto wird ein Hybrid - kein Elektroauto, weil ich die Umwelt nicht versauen mag!

    Vielleicht habe ich einen etwas überzeichneten, satirischen Stil - aber wenn die Handelsblatt Zensur meint den Kommentar löschen zu müssen, dann frag ich mich, ob es sinnvoll ist, Handelsblatt Leser und Zahler zu sein!