Fahrerassistenzsysteme Auto soll Stau allein meistern

Mercedes entwickelt ein neues Assistenzsystem für das Fahren bei stockendem Verkehr. Es soll dem Fahrer Bremsen und Beschleunigen abnehmen und auch beim Lenken entlasten. Ein Zeitpunkt für den Serienstart steht aber noch nicht fest. Unter anderem fehlt bislang der "juristische Rahmen".
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Stop and Go auf der A10 in Brandenburg: Die Mercedes-Oberklasse soll künftig den Fahrer in solchen Situationen entlasten können. Quelle: dpa

Stop and Go auf der A10 in Brandenburg: Die Mercedes-Oberklasse soll künftig den Fahrer in solchen Situationen entlasten können.

(Foto: dpa)

HB STUTTGART/DÜSSELDORF. Im kommenden Jahr feiert Mercedes-Benz das 125-jährige Jubiläum des Automobils. Die Marke, die das Auto erfunden hat, hat in der Vergangenheit auch immer wieder wesentlich zu seiner Weiterentwicklung beigetragen. Prominenteste Beispiele sind die Serieneinführung von ABS, Airbag und ESP.

Aktuell arbeitet Mercedes-Benz beispielsweise an einer Weiterentwicklung der adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage Distronic Plus. Möglicherweise schon in der nächsten S-Klasse wird sie dem Fahrer erlauben, sich in einer Staukolonne an den Vordermann „anzuhängen“, ohne selbst lenken und bremsen zu müssen.

Der Staufolgefahrassistenz wurde zunächst im Forschungsfahrzeug F 800 Style eingebaut und ist mittlerweile in einen Versuchsträger der S-Klasse implantiert.

Das Erprobungsauto hat zwar im Innenraum noch einige unübersehbare technische Bauteile und vor allem im Heck noch einen Hochleistungsrechner, der über die Hälfte des Kofferraumvolumens beansprucht, aber das System selbst ist bereits voll funktionstüchtig. Zusätzlich zur Wirkungsweise eines Abstandregeltempomats verfügt der neue Fahrassistenz noch über die Fähigkeit, selbstständig zu lenken, um den Richtungswechseln eines vorausschauenden Fahrzeugs automatisch zu folgen.

Das klingt spektakulärer als es eigentlich ist, denn natürlich wird der Fahrzeugführer nicht von seiner Verantwortung befreit, und da es um Kolonnenfahren im Stau geht, sind dem System von den Entwicklern bewusst Grenzen gesetzt worden.

Zum einen arbeitet der Staufolgefahrassistenz „nur“ bis 40 km/h, zum anderen ist der Lenkeinschlag auf 30 Grad beschränkt, damit das Auto keine unfreiwilligen oder gar gefährlichen Spurwechsel des Vorausfahrenden mitmacht.

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