Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

„Gelber Engel“ Ist der Golf wirklich das Lieblingsauto?

Der Skandal beim Autoclub könnte sich ausweiten. ADAC-Präsident Peter Meyer lässt prüfen, ob auch die Reihenfolge der gewählten Fahrzeuge frisiert wurde. Bisher war lediglich die Manipulation der Stimmenanzahl bekannt.
6 Kommentare
Das Logo des ADAC (Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e. V.). Im Skandal um gefälschte Zahlen beim ADAC-Autopreis

Das Logo des ADAC (Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e. V.). Im Skandal um gefälschte Zahlen beim ADAC-Autopreis "Gelber Engel" hat sich die Münchner Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

(Foto: dpa)

MünchenDie Affäre um Manipulationen beim ADAC-Autopreis „Gelber Engel“ und die Wahl des VW Golf zum Lieblingsauto der Deutschen könnte noch größere Dimensionen haben als bisher angenommen. In einem Interview der ADAC-Mitgliederzeitschrift „Motorwelt“ schloss der Präsident des Autoclubs, Peter Meyer, auch Fälschungen beim Ranking der Fahrzeuge jetzt nicht mehr aus. Bisher hatte es stets geheißen, der - inzwischen abgetretene - ADAC-Kommunikationschef Michael Ramstetter habe nach eigenem Geständnis lediglich die Stimmenzahl nach oben frisiert, die Reihenfolge der Fahrzeuge aber sei nicht betroffen.

Man könne derzeit nicht mit Gewissheit sagen, ob auch an der Platzierung der einzelnen Fahrzeuge gedreht worden sei, räumte Meyer nun ein. „Wir haben das Eingeständnis, dass die Zahl der absoluten Stimmen, nicht aber die Reihenfolge der Preisträger verändert wurde. Ob das der Wahrheit entspricht, soll die Untersuchung ans Licht bringen, mit der wir externe Prüfer federführend beauftragt haben.“

Die Experten des Wirtschaftsprüfers Deloitte gingen derzeit auch allen übrigen Kategorien des Autopreises „Gelber Engel“ auf den Grund, betonte der ADAC-Präsident. „Für uns sind Offenheit, Transparenz und umfassende Aufklärung oberstes Gebot.“

Sollte sich herausstellen, dass bei der Wahl zum Lieblingsauto der Deutschen auch beim Ranking manipuliert wurde, droht dem ADAC ein weiterer Imageschaden. Denn dann geben die Autohersteller die Preise der vergangenen Jahre möglicherweise zurück. Bisher hatte es etwa bei VW dazu geheißen, man warte erst den Fortgang der Aufklärung ab.

Ein dynamischer Sparer

Die Februar-Ausgabe der ADAC-Mitgliederzeitschrift sollte von Freitag (31. Januar) an auf dem Postweg zugestellt werden. Das Heft konzentriert sich nach Angaben eines ADAC-Sprechers sehr stark auf die Aufarbeitung der Vorwürfe.

Meyer bekräftigte in dem Interview den Reformwillen des Autoclubs. So dürften auch Führungskräfte künftig nicht mehr die Reservemaschinen der ADAC-Rettungshubschrauber dienstlich nutzen. „Zukünftig fliegen Hubschrauber ausnahmslos Rettungseinsätze.“

  • dpa
Startseite

Mehr zu: „Gelber Engel“ - Ist der Golf wirklich das Lieblingsauto?

6 Kommentare zu "„Gelber Engel“: Ist der Golf wirklich das Lieblingsauto?"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die Mitgliederwerbung der "Gelben Engel " zu allen Leistungsangeboten des ADAC , lagen immer am Rande der Nötigung ! Insofern kommt da noch einiges zum Vorschein !

  • Der GRundbeitrag für 2014 49,00 Euro sollte überdacht werden , kostet beim AvD 22,00 Euro

  • Solange ADAC-Präsident Peter Meyer mit gefälschten Statistiken, Heli-Flügen, Rettungsflugzeugen, demnächst vielleicht noch Auslandskrankenkassen und Fernbussen etc. beschäftigt ist, hat er keine Zeit um sich für eine Erhöhung der Mineralölsteuer einzusetzen.

  • Fragt sich keiner warum ein Mitarbeiter des ADAC's unbedingt die Beliebtheit eines Golfs in den Vordergrund stellen wollte? Aus persönlichem Interesse wohl kaum. Um eine solche kriminelle Handlung von einem Management-Mitglied zu bekommen, muss doch wohl in erster Linie viel Geld geflossen sein. Und wer hätte höchstes Interesse am Spitzenranking seiner Fahrzeuge? Von wem wird da wohl Geld geflossen sein? VW will erstmal den Fortgang der Aufklärung abwarten, heißt es. Abwarten und beten, dass nicht noch rauskommt, warum VWs immer im Ranking ganz oben stehen, obwohl die Fahrzeuge wenig bieten für viel zu viel Geld.

  • Ein frisiertes Ranking würde nicht nur am Image des ADAC kratzen, sondern vorallem am Image des Golfs. Jeder der wie ich einen VW fährt und sich seit geraumer Zeit mit den Qualitätsproblemen rumärgern muss, weiß dass diese VW-Beliebheit und diese ständigen VW-Testsiege nur frisiert sein können. Ich bin früher imm BMW gefahren. Nun fahre ich Passat. Und das ist definitiv mein letzter VW. Was man von der Firma für sein Geld bekommt, ist einfach nur eine Frechheit. Vielleicht ist dieser Schlag ins VW-Gesicht eine Chance für den Kunden, dass er Qualität für sein Geld bekommt. Denn wenn VW sich seine Beliebtheit erarbeiten muss und nicht mehr geschenkt bekommt, dann müssen die sich nämlich ganzschön anstrengen.

  • Da scheint der Chef aber nicht viel mitzubekommen in seinem Laden. Wahrscheinlich sitzt er zu oft im Hubschrauber auf Privatreisen.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%