Ghibli und Quattroporte Maserati wird elektrisch

Maserati hat den Elektrotrend lange ignoriert. Nun soll fast die gesamte Modellpalette unter Strom gesetzt werden. Ferrari soll dabei helfen.
  • Günter Weigel
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  • Spotpress

E-Auto-Revolution scheitert an Kapazität der Hersteller

DüsseldorfNoch vor drei Jahren lästerte der damalige Maserati-Chef Harald Wester im Interview mit dem Handelsblatt über die Elektroambitionen von Porsche. „Vielleicht weil sie nicht wissen, wohin mit ihrem Marketingbudget“, erklärte Wester. Er jedenfalls kenne niemanden, der mit Elektroautos Geld verdient.

Es folgten zwei Chefwechsel bei der italienischen Nobelmarke, die mittlerweile von Tim Kuniskis geführt wird. Und auch strategisch hat Maserati umgesteuert und setzt nun ebenfalls auf den (halb-)elektrischen Antrieb. Geplant sind acht Plug-in-Hybride und vier batterieelektrische Modelle, die in den kommenden Jahren auf den Markt kommen sollen. Außer einem neuen, kleineren SUV sollen alle neuen Modelle auch vollelektrisch angeboten werden. Die Technologie kommt von der einstigen Konzernschwester Ferrari.

Maserati reagiert damit auf künftige Abgas- und Verbrauchsvorgaben. In vier Jahren hofft Konzernchef Sergio Marchionne zudem den Absatz von Maserati auf 100.000 Einheiten pro Jahr steigern zu können. Dafür wird fast die komplette Modellpalette überarbeitet. Der Sportwagen Gran Turismo wird durch den Alfieri ersetzt, die Limousinen Ghibli und Quattroporte sowie das SUV Levante werden renoviert.Bei den Plug-in-Hybriden liegt der Focus auf hoher Leistung.

Die E-Motoren ergänzen den Benziner – Diesel wird es nicht mehr geben – und sollen in für Verbrennungsmotoren gesperrten Innenstädten Mobilität sichern. Bei den vollelektrischen Modellen setzt Maserati auf 800-Volt-Technik, hohe Reichweiten und schnelle Ladezeiten. Dabei hat man offensichtlich die Angaben, die beispielsweise Porsche für das elektrische Sportcoupé Taycan nennt, im Blick.

Gegenüber heutigen Antriebsangeboten von Maserati soll die Leistung um mehr als 50 Prozent steigen. Drei Motoren sorgen gemeinsam für Vortrieb und für Allradantrieb. Das gilt sowohl für den neuen Quattroporte wie den nächsten Levante als auch den neuen Sportwagen Alfieri. Der orientiert sich optisch stark an der zuletzt gezeigten Maserati-Studie, soll deutlich über 300 km/h schnell sein und beim Standardsprint auf 100 km/h eine 2 vor dem Komma zeigen.

Alle Maserati der Zukunft werden zudem voll vernetzt sein und autonomes Fahren auf Level 3 beherrschen.

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