GTI-Treffen am Wörthersee Seat macht den Ibiza zum Roadster

Seat traut sich was, und zeigt den Markenfans beim GTI-Treffen am Wörthersse einen radikalen Umbau. Der offene Zweisitzer Cupra Roadster bleibt aber wohl ein Einzelstück.
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Seat Ibiza als Roadster Quelle: dpa

Seat Ibiza als Roadster

(Foto: dpa)

BarcelonaDieser offene Seat Ibiza Cupra Roadster dient als Showcar für das vom VW-Konzern unterstützte GTI-Treffen am Wörthersee (28. bis 31. Mai). Für den Auftritt wurde ein 132 kW/180 PS starker Ibiza Cupra umgebaut, teilt das Unternehmen in Barcelona mit.

Die gesamte Karosserie des Ibiza oberhalb der Gürtellinie wurde für die Cupster genannte Designstudie entfernt. Stattdessen gibt es nur noch einen umlaufenden Windabweiser aus Glas und anstelle der Rücksitze eine große Abdeckung mit zwei markanten Hutzen. Innen sitzt man acht Zentimeter tiefer als im Serienmodell und blickt in ein neu gestaltetes Cockpit.

Auch wenn Seat gerade das 30. Jubiläum des Ibiza feiert: Eine Serienfertigung des Cupster gilt als ausgeschlossen, und selbst ein konventionelles Cabrio steht bei Seat aktuell nicht auf den Projektlisten.

Am Wörthersee steigen wieder die GTI-Festspiele
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Wer beim GTI-Treffen durch die Straßen des kleinen Ort Reifnitz am österreichischen Wörthersee geht, fragt sich ein ums andere Mal, worauf die Fahrer der Autos bei diesem schier unendlichen Korso wohl die Blicke gerichtet sehen wollen: aufs Auto oder auf die Beifahrerin ...

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Die größte Party für Liebhaber des ersten Sportwagens von VW, entstanden 1981 aus der pfiffigen Idee eines Gastwirts im österreichischen Reifnitz, findet gerade zum 32. Mal statt. Bescheidene Anfänge mit 96 Autos beim ersten Wörthersee-Treffen, explosive Entwicklung, lokale Widerstände und ein Neuanfang - all das hat die bunte Show überlebt.

Ein bisschen Tuningmesse, ein bisschen rheinischer Karneval und inzwischen auch eine Menge Kommerz prägen die Szenerie. Tausende Schau- und Zeigelustige aus ganz Europa reisen jedes Jahr um Himmelfahrt an. Kein Wunder, dass der Volkswagen-Konzern diese einmalige Werbeplattform für sich entdeckt hat und mit enormem Aufwand an Mensch und Material als Hauptsponsor pflegt.

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So feiert man beispielsweise das Produktionsjubiläum von einer Million gebauten Scirocco im Rahmen des GTI-Treffens mit der Vorstellung des Sondermodells Scirocco "Million". Optisch kennzeichnen das Sport-Coupé Stoßfänger und Seitenschweller aus dem "R-Line"-Sportprogramm, abgedunkelte Rückleuchten sowie Dekor-Streifen auf der Motorhaube.

Das Sondermodell kommt außerdem auf 18-Zoll-Leichtmetallrädern und mit einer Reifenkontrollanzeige daher. Zu den Ausstattung im Innenraum gehören unter anderem Ledersitze mit Kontrastnähten, Lederbezüge für Handbremshebel und Schaltmanschette, eine Edelstahl-Pedalerie und ein Audiosystem. Drei Benzin- und zwei Dieselmotoren mit Leistungen zwischen 90 kW/122 PS und 155 kW/210 PS stehen zur Wahl. Die Preise starten bei 27.325 Euro.

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Auch Audi mischt in Reifnitz inzwischen kräftig mit. In diesem Jahr mit einer eigenen Studie. Beim 32. GTI-Treffen vom 8. bis zum 11. Mai. ist der "Audi TT ultra quattro" zu bestaunen, der dank extremem Leichtbau nur 1.111 Kilo schwer ist. In Verbindung mit einem aufgeladenen Zweiliter-Benziner, der 228 kW/310 PS und 400 Newtonmeter maximales Drehmoment mobilisiert, spurtet die Studie aus dem Stand in 4,2 Sekunden auf Tempo 100.

Das Leistungsgewicht von 3,6 PS pro Kilo Fahrzeuggewicht ist sonst nur in der Liga der Supersportwagen gebräuchlich. Neben dem Showcar präsentieren die Ingolstädter in ihrem "Home of quattro" am Wörthersee alles, was im Hause schnell ist und den Fahrspaß befördert. Vom Audi RS 6 Avant mit seinen 412 kW/560 PS über den RS Q3 bis zur komplett überarbeiteten Familie des Mittelmotorsportwagen R8.

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Heute, wo Volkswagen durch zahlreiche Präsentationen, fußballplatzgroße Stände mit langbeinigen Models und Auftrieb von (Musik-)Promis einen Gutteil der Show bestreitet, schieben sich fast alle Konzernmarken im Kriechtempo durch die engen Straßen des Ortes. Die ausgelassene Party, die einigermaßen friedlich die Fahrer hemmungslos verbastelter Gölfe vereint, die Schnüffler von verbranntem Gummi und die fliegenden Händler von Tuning-Accessoires jedweder Couleur, wäre vor einigen Jahren beinahe außer Kontrolle geraten.

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... Lärm, Dreck, zersplitterte Flaschen in zerfurchten Vorgärten, abgedrehtes Ballermann-Gehabe von alkoholisierten PS-Junkies mochten viele Anwohner nicht länger hinnehmen. Der VW-Konzern wollte von der negativen Berichterstattung nicht befleckt werden und zog sich vorübergehend zurück.

Die Gemeindeverwaltung kanalisiert seitdem die Fluten der Anmeldungen, Glasflaschen wurden durch Plastikbecher ersetzt, das unkontrollierte Herumfahren wird durch die Ausgabe von Passierscheinen reduziert. Die Privilegierten dürfen mit ihren Fahrzeugen in den Ort, flanieren mit hoch geschwenkten Schmetterlingstüren und wummernden Bassboxen an den mit Campingstühlen und Dosenbier gewappneten Schaulustigen vorbei.

Foto: "Heaven + Höll´" war das 2012er Motto des GTI-Treffens.

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Das hört sich nicht so an, als wäre es ein passendes Umfeld für VW-Bosse, doch das täuscht. Die Familie des Konzern-Patriarchen Ferdinand Piëch hat sogar ein ganz besonderes Verhältnis zum GTI-Treffen: Im Nachbarort Dellach besitzt sie ein Anwesen. Gemeinsam mit Ehefrau Ursula lässt sich der oberste VW-Aufseher regelmäßig bei einem Rundgang fotografieren.

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