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HAGI-Index für historische Automobile Nicht nur Exoten treiben den Markt

In unsicheren Börsenzeiten suchen Anleger weiter nach Alternativen - und greifen auch beim "Alteisen" wieder beherzt zu: Der HAGI-Index für klassische Oldtimer der höchsten Preisregion erreicht einen Rekordstand.
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Bei der RM Auktion in London im Oktober wurde dieses Avions Voisin C11 Cabriolet für 131.600 Pfund versteigert.  Für den mit einem 2,3 Liter Sechs-Zylinder Schieber-Motor und einer manuellen Dreigang-Schaltung ausgestatten Wagen war nur rund die Hälfte als Ergebnis erwartet worden. (Foto/Quelle: RM Auctions)

Bei der RM Auktion in London im Oktober wurde dieses Avions Voisin C11 Cabriolet für 131.600 Pfund versteigert.  Für den mit einem 2,3 Liter Sechs-Zylinder Schieber-Motor und einer manuellen Dreigang-Schaltung ausgestatten Wagen war nur rund die Hälfte als Ergebnis erwartet worden. (Foto/Quelle: RM Auctions)

Berlin/London/DüsseldorfNach zwei durchwachsenen Monaten setzt der HAGI-Top Index seinen langfristigen Aufwärtstrend fort. Besonders gut schnitt dabei der HAGI-EX P & F Index ab, mit dem alle Marken außer Porsche und Ferrari gemessen werden. Um 5,36 Prozent stieg der HAGI-TOP Index für klassische Fahrzeuge der Historic Automobile Group International erstmals seit Juli des Jahres. Der Index, der in Deutschland exklusiv von Handelsblatt Online veröffentlicht wird, erreichte mit 138,5 Punkten einen absoluten Höchststand. Seit Januar ist ein Wachstum um 13,94 Prozent zu verzeichnen. Der HAGI-TOP Index blieb damit über dem langjährigen Durchschnittszuwachs von 12.5 Prozent, den HAGI seit 1980 verzeichnet.


Der HAGI-Index weist keine Korrelation mit den gängigen anderen Anlageformen nach. Die Referenzgrösse unserer auf dem Weltmarkt anhand von realen Verkäufen ermittelten Indizes, der Standard&Poors Global 1200 Index, sank etwa seit Jahresbeginn bis Ende Oktober um 5,21 Prozent, während er im Oktober allein um 10,41 Prozent aufholte. Damit zeigte sich auch wieder, dass historische Automobile ein stabiles Long-Term-Investment sind, das dem Trend zunehmender Volatiltiät anderer Anlageformen nicht folgt.

Klassische Ferrari (HAGI-F Index) konnten leicht um 0,47 Prozent im Vergleich zum Vormonat zulegen, seit Januar sind es immerhin rund 11,05 Prozent. Währenddessen starten die im Index geführten Porsche-Fahrzeuge eine Aufholjagd und legten im Vergleich zum Vormonat um 4,54 Prozent zu, während seit Jahresbeginn noch eine Wertsteigerung in Höhe von “nur” 2,06 Prozent gemessen werden konnte. Dabei ist zu beachten, dass einzelne  Fahrzeuge diesen Trend deutlich übertreffen können.

Ein klassischer Porsche Spyder wurde im Oktober für 1,8 Millionen Euro gehandelt und übertraf damit einen Vorjahreswert um mehr als 50 Prozent. Überdurchschnittlich entwickelten sich aber alle anderen im Index vorhandenen Marken, die um 10,13 Prozent im Vergleich zum September zulegten. Seit Jahresanfang sind es sogar 22,53 Prozent.

1,8 Millionen Euro erzielte ein Porsche Spyder im Oktober 2011, rund die Hälfte mehr als noch vor Jahresfrist. Die Mittelmotor-Sportwagen der Typen 550, RSK und RS60, die durch den tödlichen Unfall von James Dean traurige Berühmtheit erlangten, hatten nur 1,5 bis 1,75 Liter Hubraum und schöpften daraus bereits in den Fünfzigern zwischen 115 und 160 PS. (Quelle/Foto: Klaus Auerhammer)

1,8 Millionen Euro erzielte ein Porsche Spyder im Oktober 2011, rund die Hälfte mehr als noch vor Jahresfrist. Die Mittelmotor-Sportwagen der Typen 550, RSK und RS60, die durch den tödlichen Unfall von James Dean traurige Berühmtheit erlangten, hatten nur 1,5 bis 1,75 Liter Hubraum und schöpften daraus bereits in den Fünfzigern zwischen 115 und 160 PS. (Quelle/Foto: Klaus Auerhammer)


Der BMW 507, der noch vor Jahresfrist bei einigen  Verkäufen rund 750.000 Euro erzielte, durchbricht mittlerweile wiederholt die MIllionenmarke. Von dem zwischen 1956 und 1959 in Handarbeit gefertigten Roadster aus der Feder des Grafen Goertz wurden nur 296 Stück gebaut. Jedes Fahrzeug solcher Kleinserien stellt eigentlich ein Unikat dar, weil die Bleche der Aluminium-Karosserie nicht der Presse entstammten sondern von Hand getrieben wurden.

Der BMW 507, hier in einer historischen Aufnahme mit dem legendären Rennfahrer und BMW-Motorenpapst Alexander von Falkenhausen, erzielt immer häufiger Preise von mehr als einer Million Euro. Wer für ein neues Exemplar einst den Kaufpreis von damals astronomischen 25.000 DM ausgab, kann sich über einen ordentlichen Wertzuwachs freuen. (Foto/Quelle: BMW)

Der BMW 507, hier in einer historischen Aufnahme mit dem legendären Rennfahrer und BMW-Motorenpapst Alexander von Falkenhausen, erzielt immer häufiger Preise von mehr als einer Million Euro. Wer für ein neues Exemplar einst den Kaufpreis von damals astronomischen 25.000 DM ausgab, kann sich über einen ordentlichen Wertzuwachs freuen. (Foto/Quelle: BMW)

Der Mercedes 300 SL entpuppt sich dagegen auf dem Markt für hochwertige historische Automobile als “Volumenmodell”. Von Roadster und Coupé mit den nach oben öffnenden Flügeltüren wurden immerhin insgesamt rund 3.200 Fahrzeuge hergestellt, entsprechend häufig wechseln die Autos den Besitzer. Auf hochwertigen Auktionen wird meist mindestens ein Exemplar aufgerufen, das je nach Zustand zwischen 350.000 und 700.000 Euro einbringt.

Bei der Artcurial-Auktion in Paris Ende Oktober wurde ein 300 SL Coupé (Flügeltürer) für rund 531.000 Euro versteigert, bei der RM Auktion in London wurden für einen Roadster 389.000 Pfund gezahlt,  ein zweiter wurde trotz eines Gebots von 390.000 Pfund nicht verkauft und ein weiterer Flügeltürer wechselte für 560.000 Pfund den Besitzer.   

Das Volumenmodell auf dem Markt für klassische Automobile ist der Mercedes 300 SL, der als Roadster oder Cabrio auf keiner Auktion fehlen darf und entsprechend seiner Stückzahl von mehr als 3.000 Fahrzeugen (als Coupé und Roadster) auch im HAGI-Index gewichtet ist. (Foto/Quelle: Historic Automobile Group International)

Das Volumenmodell auf dem Markt für klassische Automobile ist der Mercedes 300 SL, der als Roadster oder Cabrio auf keiner Auktion fehlen darf und entsprechend seiner Stückzahl von mehr als 3.000 Fahrzeugen (als Coupé und Roadster) auch im HAGI-Index gewichtet ist. (Foto/Quelle: Historic Automobile Group International)

Voisin erregt Aufmerksamkeit

Der Voisin C25 war ein typischer Vertreter der zwischen den Weltkriegen gebauten

Der Voisin C25 war ein typischer Vertreter der zwischen den Weltkriegen gebauten "Art Déco" Autos und wechselte für 380.000 Pfund den Besitzer. Er verfügte über eine elektromagnetische Zweigang-Schaltung, verstellbare Stoßdämpfer und ein hydraulisches Schiebedach. Erwartet hatte RM für dieses Exemplar des nur 25 mal gebauten C25 bis zu 320.000 Pfund. (Foto/Quelle: Tom Wood; RM Auctions)


Aber auch weniger bekannte Marken konnten im Oktober punkten. Bei der RM-Auktion in London am 25. Oktober wurden zwei seltene Avion Voisin für bedeutende Beträge versteigert.  Gabriel Voisin hatte seine Karriere als Flugzeugkontrukteur begonnen. Das hier gewonnene Know-how wurde auch bei seinen Autos in erfolgversprechende Prinzipien umgesetzt: Konsequenter Leichtbau, rostfreie Werkstoffe und Stromlinienform zeichneten die auch als Art Déco-Autos bekannten Fahrzeuge aus.

Beim Avion Voisin C11 Cabriolet (1927) wurde laut Katalog ein Preis von 42.000 bis 68.000 Pfund erwartet. Der Hammer fiel bei 131.600 Pfund.  Das C25 Cimier Coupé erzielte sogar 380.000 Pfund, hier waren zwischen 270 und 320.000 Pfund gesetzt. Offensichtlich war manch ein Sammler auf die Marke aufmerksam geworden, weil ein Voisin C 25 Aerodyne die vielbegehrte Trophäe “Best of Show” beim diesjährigen Pebble Beach Concours d´Elegance im kalifornischen Carmel gewonnen hatte.  

Ganz typisch für die Voisin

Ganz typisch für die Voisin "Art déco" Design-Automobile des Herstellers ist dieser C11 nicht. Und der Pionier hatte als studierter Architekt und vielseitig interessiertes Multitalent genaue Vorstellungen von der Gestaltung seiner Fahrzeuge. Mit den anderen Modellen teilte der C11 aber die Detailverliebtheit in exakte mechanische Konstruktionen des Firmengründers, die bis zu den Fensterkurbeln mit der Präsision eines Uhrwerks ausgeführt wurden. (Foto/Quelle: RM Auctions)

Immerhin zehn Prozent der 50 im HAGI Top Index vertretenen Fahrzeuge sind vor dem zweiten Weltkrieg gebaut worden, ein Voisin ist derzeit nicht dabei. Vorkriegsfahrzeuge sind ein wertvolles Investment, weisen aber aufgrund ihrer absoluten Seltenheit hohe Wertschwankungen auf, die eine Index-Messung erschweren. Viele Fahrzeughersteller hatten sich auf die Produktion von Chassis, Motor und Antrieb konzentriert und überliessen den Aufbau einer Karosserie-Schmiede.

Der Rennfahrerlegende Caroll Shelby verdankt die Welt nicht nur die Cobra genannte Kreuzung aus AC ACE und Ford-V8 sondern auch die Shelby 350 GT genannte Wettbewerbsversion des ohnehin nicht untermotorisierten Ford Mustang homologiert für den Breitensport. 200.000 Euro wurden im Oktober 2011 für den V8 aufgerufen, 50.000 Euro mehr als noch vor einiger Zeit. (Foto/Quelle: Historic Automobile Group International)

Der Rennfahrerlegende Caroll Shelby verdankt die Welt nicht nur die Cobra genannte Kreuzung aus AC ACE und Ford-V8 sondern auch die Shelby 350 GT genannte Wettbewerbsversion des ohnehin nicht untermotorisierten Ford Mustang homologiert für den Breitensport. 200.000 Euro wurden im Oktober 2011 für den V8 aufgerufen, 50.000 Euro mehr als noch vor einiger Zeit. (Foto/Quelle: Historic Automobile Group International)


Einfluss auf den Anstieg des HAGI-Top Indexes nahm der Verkauf des Shelby GT 350, der nur in 1965 und nur 562 mal gebaut wurde. Das für den Rennsport bestimmte Modell, das auf dem Ford Mustang basierte, wurde fast ausschließlich in weiß geliefert, meist mit blauen Längsstreifen. Der Shelby war Stammgast auf den Rennstrecken und wurde von einem 306 PS starken 4,7 Liter V8 Motor befeuert. Auch der Shelby, der bis vor kurzem selten mehr als 150.000 Euro erreichte, wechselte im Oktober für 200.000 Euro den Besitzer. Das Ergebnis liegt noch unter dem durchschnittlichen Zuwachs der alternativen Marken von mehr als 22 Prozent.

HAGI „Back -Test“: Mehrere zehntausend Verkäufe hochpreisiger Classic Cars weltweit zwischen 1980 und 2008 flossen in den Index ein. Bei 38 repräsentativen Fahrzeugtypen wurde eine 27-fache Wertsteigerung festgestellt.

HAGI „Back -Test“: Mehrere zehntausend Verkäufe hochpreisiger Classic Cars weltweit zwischen 1980 und 2008 flossen in den Index ein. Bei 38 repräsentativen Fahrzeugtypen wurde eine 27-fache Wertsteigerung festgestellt.

Der HAGI-Top-Index zeigte im Oktober nicht nur ein weiteres Mal, dass es zwischen historischen Fahrzeugen und anderen Anlageklassen keine Korrelation gibt. Sondern auch, dass der Investor am besten aufgestellt ist, der sich nicht nur auf eine Marke, eine Fahrzeugklasse oder eine bestimmte Periode konzentriert. Stattdessen ist der Aufbau eines weit gespannten Portfolios gefragt, in dem alle Marken, alle Fahrzeugarten und alle Zeiträume vertreten sind.

Überblick: Die besonders wertstabilen und hochpreisigen Classic Cars

Wenn Blech besser ist als Gold
XKE-4
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Der Jaguar XKE der Serie I wurde von 1961 bis 1965 als Nachfolger des legendären D-Type gebaut. Er hatte Sechs-Zylinder Reihenmotoren mit einem Hubraum zwischen 3.8 und 4.2 Litern und rund 270 PS. Als erfolgreichster englischer Seriensportwagen aller Zeiten wurden bis in die Siebziger Jahre in drei Serien über 38.000 Stück gebaut, was auch den vergleichsweise moderaten Preis erklärt.

Rund 80.000 Euro kostet ein gut erhaltenes Exemplar der ersten Serie, das sind aber immerhin vier mal mehr als zu Beginn des Jahrzehnts. Das atemberaubende Design, unter dem sich neben einer selbsttragenden Karosserie auch ein Gitterohrramen verbarg, der im Vorderwagen Motor und Achse aufnahm, machte den später E-Type getauften Wagen insbesondere in den USA zu einem Verkaufserfolg.

(Foto: A.v.Witzleben )
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Der AC Ace ist ein zweisitziger Sportwagen mit Bristol-Sechszylinder-Motoren (ca. 2 Liter Hubraum zwischen 106 und 130 PS) und wurde von 1953 bis 1964 rund 470 mal gebaut. Er war die Basis der legendären AC Cobra und verfügte als erster Seriensportwagen über eine Einzelradaufhängung. Das niedrige Gewicht und die serienmäßigen Scheibenbremsen prädestinierten den Ace für den Langstreckensport. Ein zweiter Platz in der Klasse über 1.500 ccm bei den 24 Stunden von Le Mans belegten seine Konkurrenzfähigkeit. In der amerikanischen SCCA Sportwagenmeisterschaft belegte das Fahrzeug in seiner Klasse zwischen 1957 und 1961 regelmäßig den ersten Platz.

Der AC Ace hat in den vergangenen Jahr seinen Wert vervierfacht und wird heute um die 200.000 Euro gehandelt. 2006 versuchte eine einglische Investorengruppe erfolglos, den AC Ace auf der Basis des ausgelaufenen Smart Roadster wieder zu beleben.

(Foto: Ludvigsen Library)
RS-t-OGP-10
3 von 9

Der legendäre Porsche 911 Carrera 2.7 RS trug 1973 erstmals einen bescheidenen Heckspoiler, der ihm den Spitznamen Entenbürzel eintrug. 1.310 Stück wurden für die Homologation im Sport (Gruppe 4) mit einem 210 PS starken Rennmotor gebaut. Bei seltenen Versionen des Stuttgarter Hecktrieblers sind im Vergleich zum “Serienmodell” extrem hohe Preise zu beobachten. So auch beim luftgekühlten Boxer mit 2.7 Litern.

Seit 2001 hat sich sein Wert vervierfacht, originalgetreue Exemplare kosten etwa 250.000 Euro.

(Foto: Historic Automobile Group International (HAGI))
Bugatti_T57_Ventoux_1935-1-
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Nur rund 150 Exemplare wurden vom Bugatti Typ 57 Ventoux hergestellt. Vier verschiedene Karosserievarianten wurden in der zweiten Hälfte der Dreißiger Jahre von Hand gebaut und nach verschiedenen Gipfeln der Alpen benannt. Der Reihenachtzylinder-Monoblock-Motor mit zwei obenliegenden Nockenwellen leistete 135 PS.

Für dieses Modell werden heute etwa 320.000 Euro bezahlt, der Wert des Fahrzeugs hat sich seit 2000 in etwa verdoppelt.

(Foto: Ludvigsen Library)
BMW-328
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Nur 463 Exemplare des 328 legten von 1936 bis 1938 den Grundstein für die sportliche Marke BMW. Ein Zwei-Liter-Motor mit immerhin 80 PS reichte bei einem Gewicht von 800 Kilo für damals exzellente Fahrleistungen. In den vergangenen 10 Jahren hat sich der Wert des heute ca. 550.000 Euro teuren 328 vervierfacht, der in modifizierter Form und mit einer anderen Karosserie 1940 die berühmte Mille Miglia gewann. Solche Einzelstücke erzielen dann natürlich weitaus höhere Preise ...

(Foto: Historic Automobile Group International (HAGI))
300-SL-ReMo-2010
6 von 9

Das Mercedes 300 SL Coupé ist besser als “Flügeltürer” bekannt. Das Auto basierte auf dem gleichnamigen Rennsportwagen, der überraschend die 24 Stunden von Le Mans und die Pan Americana gewann, obwohl damals ein Geier in die Windschutzscheibe flog. Der vor allem für den amerikanischen Markt gedachte Sportwagen, dessen Stahlkarosserie auf einem Gitterrohrrahmen basierte, wurde zwischen 1954 und 57 etwa 1.400 mal gebaut.

Für damals astronomische 29.500 DM bekam man drei Liter Hubraum und 215 PS. Heute muss man schon rund 700.000 Euro für ein perfektes Exemplar anlegen, drei mal mehr als noch vor zehn Jahren.

(Foto: Historic Automobile Group International (HAGI))
Miura-SV-Front-OGP-10
7 von 9

Der Lamborghini Miura SV erfordert von seinem Fahrer akrobatisches Geschick schon beim Einstieg. Der Zwölfzylinder mit 385 PS ist in einer atemberaubenden, aber nur 105 Zentimeter hohen Karosserie verpackt. Diese Version des handgefertigten Sportwagen wurde zwischen 1968 und 1971 nur 140 mal gebaut. Er verfehlte in der Höchstgeschwindigkeit die 300 km/h nur knapp. Heute sind für das Fahrzeug gut 750.000 Euro fällig, das ist viermal mehr als noch 2001.

(Foto: Historic Automobile Group International (HAGI))
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  • Carl Christian Jancke
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