HAGI-Index im November Classic Cars erreichen Rekord-Preisniveau

Spitzenreiter bei den Oldtimern in den höchsten Preisregionen sind klassische Porsche-Modelle mit Rennsport-Historie. Sie treiben den Preisindex auf neue Höhen. Anleger sehen Autos weiter als gute Alternative.
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Dass ein 911 S 1,3 Millionen Dollar erzielt, ist seinem prominenten Vorbesitzer Steve McQueen zu verdanken. Auch sonst erweisen sich historische Porsche als stabiles und profitables Investment. Quelle: Historic Automobile Group International

Dass ein 911 S 1,3 Millionen Dollar erzielt, ist seinem prominenten Vorbesitzer Steve McQueen zu verdanken. Auch sonst erweisen sich historische Porsche als stabiles und profitables Investment.

(Foto: Historic Automobile Group International)

Berlin/DüsseldorfAuch in turbulenten Börsenzeiten legt der HAGI-Index für historische Automobile unbeeindruckt zu und steigt im November im Vergleich zum Vormonat um weitere 2,11 Prozent. Spitzenreiter sind klassische Porsche, die um 3,05 Prozent steigen und so gegenüber Ferrari (2,09) und allen anderen Marken (1,74 Prozent) aufholen, die im Jahresdurchschnitt allerdings den Sieg davon tragen.

Ein klassischer Porsche Spyder mit dem legendären Fuhrmann-Königswellen-Vierzylinder-Motor aus den Fünfzigern erzielte mit 1,5 Millionen Euro einen neuen Höchstpreis. Und ein Porsche 911 Carrera RS Touring, von dem immerhin 1.300 Stück ab 1973 gebaut worden waren, durchbrach die Schallmauer von 300.000 Euro, die bisher selbst die deutlich seltenere Leichtbau-Variante des Autos noch nicht gesehen hat.

Seit Jahresanfang ist die Entwicklung der anderen Marken um 24,66 Prozent besonders erfolgreich. Wesentlich hierfür ist eine Verstärkung der Nachfrage nach den klassischen Mercedes 300 SL sowohl als Flügeltürer und als Roadster, bei denen in diesem Jahr außergewöhnlich viele Transaktionen stattfanden.

Gegen den Trend entwickelte sich die blattgefederte AC Cobra 289, die gerade mal 350.000 Pfund erzielte und früher deutlich über 400.000 notierte. Allerdings wechselten in den vergangenen Monaten auch nur wenige Fahrzeuge den Besitzer.

Die Historic Autmobile Group International (HAGI) misst nicht Schätzungen oder die Angebote in Automobilzeitschriften sondern nur reale Verkäufe von 50 ausgewählten Fahrzeugtypen weltweit. Die überwiegende Anzahl sind Nachkriegsfahrzeuge der Marken Porsche und Ferrari, die in separaten Indizes gemessen werden.

Für den nachhaltigen Zuwachs des HAGI-F Indexes sorgte zum Beispiel der Verkauf eines seltenen Ferrari 250 GT SW, der für 2,75 Millionen Euro den Besitzer wechselt, obwohl es sich um die nicht ganz so beliebte Stahlkarosserie handelte. Nur in Aluminium gefertigt konnte der Wagen schon höhere Preise erzielen.

Offensichtlich sind Sammler und Liebhaber aller Art in unsicheren Zeiten bereit, Geld in ihre Vorlieben zu stecken. Nicht nur historische Automobile boomen. Auch der Nachlass der Schauspielerin Elizabeth Taylor brachte es auf 119 Millionen Euro.

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