Londoner Taxis Back in Black

Nach der Pleite des Hersteller Manganese Bronze drohte den schwarzen Londoner Taxis das Aus. Nun greift Hilfe aus China. Wie schon bei MG Rover. Und bald sollen die Black Cabs sogar Asien erobern.
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Londoner Taxis - Comeback in Black Quelle: Geely

Der Vorsitzende der Geely Group, Li Shufu, und Wirtschaftsminister Vince Cable gaben den Startschuss für die Produktion des Londoner Taxis.

LondonDie klassischen schwarzen Londoner Taxis sind zurück. Rund sechs Monate nach der Übernahme durch den chinesischen Geely-Konzern läuft die bereits 2012 eingestellte Produktion wieder. Künftig sollen pro Woche 50 Fahrzeuge gefertigt werden. Zudem kündigte das Unternehmen an, bereits an einer neuen Generation der „Black Cabs“ zu arbeiten.

Die Produktion der London-Taxis war 2012 nach der Pleite des Hersteller Manganese Bronze eingestellt worden. Im Februar 2013 hatte die Geely Group; Mutterkonzern von Volvo, das Traditionsunternehmen LTC gekauft. In den vergangenen Monaten waren die bereits produzierten Fahrzeuge verkauft worden.

Im Rahmen eines Fünf-Jahres-Plan will Geely mehr als 150 Millionen Pfund (ca. 179 Millionen Euro) investieren und die neuen London-Taxis auch umweltfreundlicher machen. Der Vorsitzende der Geely Group, Li Shufu, und der britische Wirtschaftsminister Vince Cable gaben offiziell den Startschuss für die weitere Produktion der TX4-Modelle, nachdem in die Produktionsstätten der London Taxi Company (LTC) in Coventry schon von den Chinesen investiert und neue Arbeitsplätze geschaffen wurden. Die Mitarbeiterzahl liegt nun bei 170.

So wird das Black Cab gebaut
The emblem of London Taxi Company is seen on a taxi printed with the Union flag in Coventry
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Emblem der London Taxi Company (LTC, früher LTI) an einem Fahrzeug mit Union-Jack-Lackierung: Sechs Monate, nachdem der chinesische Autokonzern Geely finanziell eingegriffen hat, läuft die Produktion der Black Cabs wieder, die jeder London-Tourist kennt. Die Ikone kommt aus Coventry.

Taxi in London
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Im Vordergrund: Das Vorgängermodell des TX4, aufgenommen am 07.04.2005. Der Hersteller der legendären Black Cabs war zu der Zeit Manganese Bronze. Nach offiziellen Angaben eines Sprechers vom 23.10.2012 steckte das Unternehmen in Finanznöten und beantragte, unter Insolvenzverwaltung zu kommen. Gespräche mit verschiedenen Investoren zur Sicherung der Finanzierung hatten zuvor nicht zum Erfolg geführt. Am Ende übernahm dann der chinesische Konzern Geely, zu dem auch Volvo gehört.

A worker looks inside the body of a TX4 on the production line at the London Taxi Company in Coventry
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Grundierte Rohkarossen des aktuellen Modells TX4. Seine Premiere feierte er 2007. Das 4,58 Meter lange und 1,83 Meter hohe Fahrzeug mit vier Türen ist in England mit einem 2,5-Liter-Diesel des italienischen Dieselspezialisten VM Motori ausgestattet, der 100 PS leistet.

Men work on the production line at the London Taxi Company in Coventry
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Auf den übrigen Märkten kommt ein 2,4-Liter-Benziner von Mitsubishi mit 152 PS zum Einsatz. Unverändert entsteht die Karosserie des Fahrzeugs als nichttragender Aufbau auf einem Leiterrahmen.

The body of a TX4 is lowered on to its chassis on the production line at the London Taxi Company in Coventry
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Roboter sucht man hier vergebens. Die Karosse wird noch von Hand, bzw. per Kran mit dem Leiterrahmen verheiratet.

Workers build a TX4 on the production line at the London Taxi Company in Coventry
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Rund 170 Mitarbeiter sind im Unternehmen beschäftigt, nachdem Geely die Belegschaft im britischen Coventry leicht aufgestockt und in die Produktionsanlagen investiert hat. Vom aktuellen Modell TX4 entstehen je zehn Exemplare an fünf Werktagen, also 50 pro Woche.

A worker checks a TX4 at the end of the production line at the London Taxi Company in Coventry
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In der Qualitätskontrolle. Jetzt fehlen nur noch wenige Zierteile, wie etwa der Kühlergrill.

Und die ursprünglich für die britische Hauptstadt üblichen "Black Cab"-Taxis erobern dank des neuen Geldgebers auch chinesische Metropolen. 500 der unverwechselbaren Droschken rollen künftig durch Nanjing, mit rund acht Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Ostchina.

Die asiatischen London-Taxis laufen bei der Shanghai London Taxi Company ("SLTC") in Nanjing in der chinesischen Provinz Jiangsu vom Band. Anlässlich des Beginns der Asiatischen Jugendspiele, die im August in Nanjing stattfanden, gingen am 10. August zunächst 50 Fahrzeuge in Betrieb.

Seine Premiere feierte der TX4 2007, seit 2008 läuft er bei Geely vom Band. Das 4,58 Meter lange und 1,83 Meter hohe Fahrzeug mit vier Türen ist in England mit einem 2,5-Liter-Diesel des italienischen Dieselspezialisten VM Motori ausgestattet, der 100 PS leistet. Auf den übrigen Märkten kommt ein 2,4-Liter-Benziner von Mitsubishi mit 152 PS zum Einsatz. Unverändert entsteht die Karosserie des Fahrzeugs als nichttragender Aufbau auf einem Leiterrahmen.

In China gelten TX4-Taxis als das Fahrzeug der Wahl bei großen Sportveranstaltungen und Aktivitäten. Sie kamen bereits bei den Olympischen Spielen in Beijing, auf der Shanghai-Expo, den Asienspielen in Guangzhou und den Nationalen Para-Spielen in Hangzhou zum Einsatz. Aktuell fahren TX4-Taxis in den Städten Beijing, Guangzhou, Hangzhou, Ningbo und Hengdou.

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