Mercedes-Benz 450 SEL 6.9 Vor 40 Jahren das beste Auto der Welt

Dezenter Luxus war sein Erfolgsgeheimnis. Der Mercedes-Benz 450 SEL 6.9 übertraf in Leistung und Stärke den staatstragenden Mercedes 600, und nahm es mit schnellen Supercars auf. Ein Rückblick auf den Chromkreuzer.
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Tradition: 40 Jahre Mercedes-Benz 450 SEL 6.9 (W 116) - Das beste Auto der Welt  Quelle: Mercedes-Benz

Tradition: 40 Jahre Mercedes-Benz 450 SEL 6.9 (W 116)

Geboren wurde dieser Mercedes-Superlativ in einer Zeit, als andere Superautos gerade zu Grabe getragen wurden. Dem Mercedes-Benz 450 SEL 6.9 gelang vor 40 Jahren, was den meisten seiner V8- und V12-Konkurrenten verwehrt blieb: Die bis dahin schnellste Stuttgarter Luxuslimousine punktete mit potentem Triebwerk und technischen Delikatessen, war prestigestark, aber protzfrei und erreichte so verblüffend hohe Verkaufszahlen.

Entscheidend dazu beigetragen hat ein geschickt gestricktes optisches Tarnkleid für den in Tests über 23 Liter Super konsumierenden, 210 kW/286 PS starken V8. Wichtig, um so kurz nach der ersten Ölkrise öffentliche Provokationen zu vermeiden. Deshalb versteckte die Marke mit dem Stern ihre motorischen Kronjuwelen unter dem Großseriengewand der konventionellen und weniger als halb so teuren S-Klasse-Langversion.

Prestigestark, und ein bisschen protzig
Mercedes-Benz 450 SEL 6.9 ab 1975
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Mercedes-Benz 450 SEL 6.9 ab 1975

Mercedes-Benz 450 SEL 6.9 IAA-Premiere 1975
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Mercedes-Benz 450 SEL 6.9 IAA-Premiere 1975

Mercedes-Benz S-Klasse W 116 ABS Test 1978
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Mercedes-Benz S-Klasse W 116 beim ABS-Test im Jahr 1978

Mercedes-Benz 450 SEL 6.9 ab 1975
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Mercedes-Benz 450 SEL 6.9 ab 1975

Mercedes-Benz 450 SEL 6.9 ab 1975
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Mercedes-Benz 450 SEL 6.9 ab 1975

Mercedes-Benz 450 SEL 6.9 ab 1975
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Mercedes-Benz 450 SEL 6.9 ab 1975

Mercedes-Benz 450 SEL 6.9 ab 1975
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Mercedes-Benz 450 SEL 6.9 ab 1975

Wer wie nicht wenige Käufer den Typenschriftzug 450 SEL 6.9 am Kofferraumdeckel abwählte, konnte quasi inkognito reisen. Ebenfalls ein Erfolgsgarant im Europa der 1970er Jahre. Gab es damals doch einen sozialpolitischen und gesellschaftlichen Wandel, der es in vielen Ländern kaum mehr möglich machte, Luxusprodukte öffentlich zu zeigen. Ein Trend, der schnellen Luxus-Limousinen wie Iso Fidia, Maserati Quattroporte II, Monica 560, oder Monteverdi High Speed 375/4 letztlich zum Verhängnis wurde.

Einzig Aston Martin Lagonda und De Tomaso Deauville konnten bestehen, erreichten aber gerade einmal zwergenhafte acht Prozent der Produktionszahlen des Stuttgarter Sternenkreuzers, wurden doch vom Mercedes 450 SEL 6.9 stolze 7.380 Einheiten in vier Jahren verkauft. Was im Vergleich zur 473.000 Einheiten betragenden Gesamtauflage der S-Klasse-Baureihe W 116 winzig wirkte, machte den 6.9 in seinem Wettbewerbsumfeld zum Superstar.

Ein Stern, der sogar die ambitionierten Ziele der Stuttgarter übertraf. Um der Nachfrage gerecht zu werden, musste Mercedes schon kurz nach Marktstart die zunächst vorgesehene Jahresproduktion von 1.000 Fahrzeugen verdoppeln.

Am Ende seiner Karriere übertraf der 450 SEL 6.9 sogar seinen Vorgänger, den bis 1972 gut 6.500-mal verkauften 300 SEL 6.3. Tatsächlich hatte Mercedes sein neues 6,9-Liter-S-Klasse-Flaggschiff – die Repräsentationslimousine 600 blieb parallel im Programm - bereits im September 1972 angekündigt.

Aber wie Daimler-Benz-Chef Hans Scherenberg drei Jahre später zum Marktstart des 6.9 erläuterte, waren dann Kraftstoffknauserer wie neue Diesel und der 230.4-Benziner erst einmal von größerer Bedeutung. Ein geschickter Zug, hatte sich die politische Diskussion um schnelle und starke Autos doch zumindest in Deutschland bis 1975 wieder etwas beruhigt. Und auf den Überholspuren deutscher Autobahnen gab es im Alltagsverkehr tatsächlich keinen Viertürer, der es mit dem 450 SEL 6.9 aufnehmen konnte.

Ferrari ist nicht zu toppen
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Alte Ferrari gehören zu den begehrtesten Autos der Welt, das zeigt die aktuelle Liste der zehn teuersten Oldtimer, die 2014 bei Auktionen verkauft wurden. Die Bilanz der Marktbeobachter von „Classic-Analytics“ aus Bochum sortiert auf den ersten neun Plätzen ausschließlich Klassiker, die das springende Pferd als Markenzeichen tragen ...

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Geld in teure Oldtimer anzulegen ist ein Trend, eine Blase ist hingegen nicht in Sicht, meint Experte Wilke: „Der Markt ist transparent, die Käufer im Hochpreissegment sind gut informiert und arbeiten fast ausschließlich mit eigenem, nicht mit geliehenem Geld.“

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Das aktuell teuerste Auto der Welt liegt auch auf Platz eins der diesjährigen Top-Ten: Mitte August fiel für den Ferrari 250 GTO von 1962 bei 38,1 Millionen Dollar (29,4 Euro) der Hammer, die höchste Summe, die je für ein Auto auf einer Auktion gezahlt wurde.

Der Ferrari 275 GTB/C Speciale wurde für 26,4 Mio Dollar verkauft
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Platz 2: Der Ferrari 275 GTB/C Speciale wurde für 26,4 Millionen Dollar verkauft

Der Ferrari 375 MM von 1954 liegt mit 18,3 Mio Dollar auf Platz drei
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Der Ferrari 375 MM von 1954 liegt mit 18,3 Millionen Dollar auf Platz drei

Für 15,2 Mio Dollar wechselte der Ferrari 250GT California Spyder SWB von 1961 den Besitzer
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Für 15,2 Millionen Dollar wechselte dieser Ferrari 250GT California Spyder SWB von 1961 den Besitzer

Preis für den Ferrari 250 LM von 1964 war 11,6 Mio Dollar
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Der Hammer-Preis für diesen raren Ferrari 250 LM von 1964 lag bei 11,6 Millionen Dollar.

Nicht einmal die bis dahin schnellste Limousine, der Jaguar XJ12 L, konnte an dem laut Presse bis zu 235 km/h flotten Mercedes vorbeiziehen. Allein in den Absatzzahlen hatte der englische Zwölfzylinder die Nase vorn, spielte dabei jedoch in einer viel tieferen Prestige- und Preisliga.

Mit der von Mercedes annoncierten Beschleunigungszeit von 7,4 Sekunden für den Sprint von Null auf Tempo 100 war der über fünf Meter lange und bis zu 2,4 Tonnen schwere Koloss sogar dem Porsche 911 Targa überlegen. Einzig der Monteverdi 375/4 versprach zumindest im Prospekt nochmals geringfügig bessere Viertürer-Fahrleistungen.

An einen Rennwagen erinnerte dafür bereits im 450 SEL 6.9 die Trockensumpfschmierung des V8, der in den USA erst ab 1977 ausgeliefert wurde. Wieder wartete Mercedes ab, bis trotz strikten 55-Meilen-Limits erste Smileys die autofeindliche Stimmung aufhellten. Die richtige Entscheidung, denn die Amerikaner liebten den deutschen Autobahnjet so sehr, dass sie sogar Lieferzeiten in Kauf nahmen.

Eigentlich aber ging es Mercedes gar nicht um bestmögliche Fahrleistungen, diese waren eher ein Nebenprodukt bei der Suche nach maximalem Komfort. Dank eines damals beeindruckend starken Drehmomentmaximums von 549 Nm bei nur 3.000 U/min war nicht nur dramatisch viel Durchzugskraft vorhanden, sondern auch eine sehr direkte Hinterachsübersetzung von 2,65:1 möglich.

Das erlaubte niedrige Drehzahlen und damit ein kaum wahrnehmbares Motorgeräusch bei entspanntem Dahingleiten – zu dem die Drei-Gang-Automatik und der vibrationsarm laufende V8 ohnehin animierten. Komfort vom Feinsten bewirkte überdies die serienmäßige hydropneumatische Federung mit Niveauregulierung an Vorder- und Hinterachse.

Eine Entdeckung, wie das Grab eines Pharao
Die Autos waren in Unterständen untergebracht (mittig ein Facel Vega Excellence, hinten ein Talbot Lago T26 Cabriolet Saoutchik
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Oldtimer-Scheunenfund: Transport-Unternehmer Roger Baillon hatte in den 1950er Jahren begonnen seltene Wagen für ein eigenes Automuseum zu kaufen. Als es mit seiner Firma bergab ging, wurde aus den Plänen nichts mehr, die Sammlung geriet die Sammlung in Vergessenheit. Und wurde erst jetzt wiederentdeckt.

Die Autos waren in verfallenden Unterständen untergebracht (mittig ein Facel Vega Excellence, hinten ein Talbot Lago T26 Cabriolet mit Saoutchik-Karosserie).

Auch rostige Lkw-Ruinen standen auf dem Anwesen - der Besitzer hatte ein Transport-Unternehmen. Vorn der Ferrari 250 GT California SWB
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Auf dem Anwesen mit den wertvollen Oldtimern fanden sich aber auch rostige Lkw-Ruinen und viel landwirtschaftliches Gerät. Kein Wunder, denn der Besitzer hatte ein Transport-Unternehmen. Vorn im Bild: der Ferrari 250 GT California SWB, sicher das Highlight der Sammlung ...

Die beiden Entdecker vom Auktionshaus Artcurial: Matthieu Lamoure (links) und Pierre Novikoff
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Jäger der verlorenen Chrom-Juwelen: Die beiden Entdecker vom Auktionshaus Artcurial: Matthieu Lamoure (links) und Pierre Novikoff gingen einem Tipp nach und spürten die Raritäten auf.

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Der wertmäßig größte Schatz der Sammlung ist sicher dieser Ferrari von 1961. Der 250 GT SWB California Spider ist eines von nur 37 jemals gebauten Exemplaren, und hat laut Artcurial einen geschätzten Wert zwischen 9,5 und 12 Millionen Euro. Prominenter Vorbesitzer ist Schauspieler Alain Delon.

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Noch seltener als der Ferrari ist dieser Maserati Gran Sport mit Karosserie von Frua. Das Modell von 1956 wurde laut Artcurial nur dreimal gebaut.

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In den 50er und 60er Jahren baute der italienische Karosseriekünstler Pietro Frua etliche Sonderformen auf Maserati-Basis, meist für gut betuchte Kunden aus der High Society. Heute sind die nur in geringsten Stückzahlen entstandenen Modelle besonders gesucht, und teuer.

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Schätze unter Wellblech: Die Entdecker sagten, sie seien völlig überwältigt gewesen. Sie hätten sich gefühlt wie Archäologen, die das Grab eines Pharao entdecken.

Ein deutlicher Schritt vorwärts gegenüber der im Vorgänger 300 SEL 6.3 eingesetzten Luftfederung und das Ergebnis von Forschungsarbeiten, die laut Daimler-Benz-Chef Scherenberg bereits in den 1950er Jahren begonnen hatten. Ein Jahrzehnt, in dem Citroen dieses Prinzip in den Typen 15-Six-H und DS aber bereits serienmäßig verwendete.

Immerhin konnte die Bodenfreiheit im Mercedes 6.9 nun per Zugschalter an der Armaturentafel um vier Zentimeter verstellt werden. Gut für steile und kantige Tiefgaragenabfahrten in Monte Carlo oder New York und für den Holperweg zum Landsitz.

Mercedes-Benz S-Klasse W 116 ABS Test 1978 Quelle: Mercedes-Benz

Mercedes-Benz S-Klasse W 116 beim ABS-Test im Jahr 1978

Rein optisch war der Sechs-Neuner von seinen profaneren S-Klasse-Geschwistern nur durch die breiten Reifen der Dimension 215/70 VR 14 zu differenzieren, denn die damals noch ungewöhnliche Scheinwerfer-Reinigungsanlage gab es optional auch für alle anderen Typen.

Überhaupt waren Extras auch beim Sechs-Neuner ein Kapitel für sich. Nach Meinung der Mercedes-Kommunikation ließ die Serienausstattung kaum noch Wünsche offen, waren doch bereits Klimaanlage, Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber vom Basispreis umfasst.

Dieser betrug anfangs knapp 70.000 Mark und vier Jahre später über 81.000 Mark. So viel wie zwei V8 des Typs 350 SE, mehr als zwei Opel Diplomat V8 und fast so viel wie ein Aston Martin V8. Deutlich teurer waren nur Bentley und Rolls-Royce, denen Mercedes ja weiterhin mit dem Repräsentationsmodell 600 begegnete.

Ein Diesel wie noch nie
Mercedes-Benz 240 D 3.0 1974
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„Diesel-Genuss ohne Reue“, „Kraft und Kultur“ oder „Entgegen aller Lehrbuch-Weisheit“, so lauteten die Schlagzeilen, mit denen die gerade ölkrisengeschüttelte Autowelt vor 40 Jahren den Mercedes-Benz 240 D 3.0 begrüßte. Arbeitete unter seiner Motorhaube doch ein Selbstzünder, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hatte.

Tradition: 40 Jahre Mercedes-Benz 240 D 3.0 - Fünf fährt vor
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Als erster Serien-Pkw punktete die „Strich-Acht“-Limousine mit einem Fünfzylinder-Motor. Trotz der nach heutigen Maßstäben bescheidenen Leistung von 59 kW/80 PS machte er den 240 D 3.0 damals zur spurtstärksten und schnellsten Diesel-Limousine aller Zeiten. Erstmals musste jetzt eine Mittelklasse mit Selbstzünder die Überholspur der Autobahn nicht mehr für jeden etwas flotteren Kleinwagen räumen.

Mercedes-Benz 240 D 3.0
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Der Fünfzylinder machte aus dem Benz einen Businessliner, der so das Image des laut nagelnden und müden Taxi- und Bauern-Diesels nach und nach ablegen konnte. Dazu trug auch der prestigeträchtige Hubraum von 3.005 Kubikzentimetern bei, denn anders als heute waren im Jahr 1974 Hubraumgröße und Zylinderzahl noch entscheidende Messlatten fürs Image.

Mercedes-Benz 240 D 3.0
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Gleichzeitig galt es jedoch deutsche Understatement-Befindlichkeiten zu berücksichtigen, wie Journalisten beim Pressedebüt des neuen Diesel-Flaggschiffs erläutert wurde. So differenzierte sich die Typenbezeichnung des 3,0-Liter-Fünfzylinders vom 2,4-Liter-Vierzylinder im 240 D nur durch den Zusatz „3.0“. Ähnlich also wie wenig später in der S-Klasse, wo das Flaggschiff als 450 SEL 6.9 reüssieren musste.

Mercedes-Benz Diesel Typen
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Die kostenfreie Abwahl der Typenbezeichnung 240 D 3.0 auf dem Kofferraumdeckel stand zwar bereits in der Optionenliste, wurde aber erst mit der Ende 1975 lancierten Baureihe W 123, die jetzt auch als 300 D firmierte, endgültig populärste Wunschausstattung. In den USA dagegen sollte die Vermarktung des größten Diesels von Beginn an als Mercedes-Benz 300 D erfolgen. Tatsächlich brach der Fünfzylinder dem Selbstzünder im Land der Hubraumgiganten eine erste Bahn.

Mercedes-Benz Baureihe W114 W115 Typen 200/200D/230.4/230.6/220D/240D/240D/3.0/250 aus 1974 bis 1976
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Schon Ende 1975 war jeder dritte in Nordamerika verkaufte Mercedes ein Diesel. Ein Sensationserfolg für diesen Antrieb, der bis dahin als stinkend, lärmend und langsam und damit gesellschaftlich inakzeptabel galt. Nun aber kaufte sogar die amerikanische Prominenz einen 300 D, so etwa der Raketenexperte Wernher von Braun. Rasch konnte das „D“ den Ruf erringen, für vernunftbetonte und umweltbewusste Motorentechnik zu stehen.

Mercedes-Benz 240 D 3.0
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Rußemissionen besaßen vorläufig keine entscheidende Relevanz, stattdessen erfüllten die Mercedes-Diesel mit als erste alle frisch aufgelegten, deutlich verschärften Abgasgesetzgebungen in Amerika und Europa. Nicht zu vergessen natürlich das durch die Ölkrise von 1973/74 bei allen Autokäufern gewonnene Bewusstsein für Kraftstoff-Knauserer.

In Großbritannien dagegen waren die englischen Prestigelimousinen auf Augenhöhe des Sechs-Neuners eingepreist. Der hier wie in den USA und in Arabien besonders begehrt war. Bei Bestellung aller Sonderausstattungen ließ sich der Einstiegspreis des 450 SEL 6.9 leicht um die Hälfte erhöhen – und dies noch ohne Individualisierungen wie sie in der Ultra-Luxusklasse üblich sind.

Zu den Optionen zählten bereits heutige Selbstverständlichkeiten wie rechter Außenspiegel und Aluräder, aber auch eine damals bis zu 20.000 Mark teure Autotelefonanlage.

Auch das Ende der 1970er Jahre revolutionäre ABS-Bremssystem wurde während der Produktionszeit des S-Klasse-Spitzenmodells lieferbar, bei dem die digitale Revolution ansonsten noch keine Rolle gespielt hatte. Anders dagegen bei der CAD-designten Nachfolge-S-Klasse W 126, die 1979 vorgestellt wurde und im Mai 1980 auch den 450 SEL 6.9 in den Ruhestand schickte.

Das Ausnahme-Automobil unter den Hochleistungslimousinen, das nach Ansicht vieler seiner Fahrer und Tester auf der Welt nicht seinesgleichen hatte.

Zehn Auto-Schätze für 122.000.000 Dollar
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Platz 8: 1928er Mercedes-Benz 680S Torpedo Roadster (8,25 Millionen Dollar)
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1928er Mercedes-Benz 680S Torpedo Roadster (8,25 Millionen Dollar)

Platz 7: 1997er McLaren F1 (8,47 Millionen Dollar)
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1997er McLaren F1 (8,47 Millionen Dollar)

Platz 6: 1939er Bugatti Typ 57SC Atalante (8,75 Millionen Dollar)
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Platz 6:
1939er Bugatti Typ 57SC Atalante (8,75 Millionen Dollar)

Platz 5: 1963er Ferrari 375MM Spyder (9,1 Millionen Dollar)
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1963er Ferrari 375MM Spyder (9,1 Millionen Dollar)

Chronik:

1966: Entwicklungsbeginn für die S-Klasse der Serie W 116

1972: Im August Serienstart der Serie W 116. Als neues S-Klasse-Spitzenmodell wird der 450 SEL 6.9 angekündigt

1973: IAA-Premiere für 450 SE und SEL im September. Der 450 SE gewinnt den Titel „Auto des Jahres 1973“

1974: Nach der ersten Ölkrise startet im September in den USA der Import des 280 S mit lediglich 120 PS Leistung. Die Lancierung des Spitzentyps 450 SEL 6.9 wird zugunsten neuer Diesel der Strich-Acht-Reihe erneut verschoben in eine politisch „autofreundlichere“ Zeit

1975: Im Mai im französischen Le Hohwald Pressepräsentation des 450 SEL 6.9 als neues S-Klasse-Spitzenmodell der Baureihe. Im September feiert der 6.9 auf der Frankfurter IAA seine Publikumspremiere

1977: Exportbeginn für den 450 SEL 6.9 in die USA

1979: Auf der IAA feiert die S-Klasse-Generation der Serie W 126 Weltpremiere

1980: Produktionsauslauf für den 450 SEL 6.9 im Mai nach insgesamt 7.380 Einheiten

Wichtige technische Daten:

Abmessungen: Länge 5.06 Meter, Breite 1,87 Meter, Höhe 1,41 Meter, Radstand 2,96 Meter; Motor: 6,83-Liter-V8-Benziner, Drei-Gang-Automatik, 210 kW/286 PS, max. Drehmoment 549 Nm bei 3.000 U/min, Beschleunigung: 0 - 100 km/h: 7,4 Sek., Vmax 225 km/h (in Tests bis 235 km/h).

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1 Kommentar zu "Mercedes-Benz 450 SEL 6.9: Vor 40 Jahren das beste Auto der Welt"

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  • Dezenter Luxus war sein Erfolgsgeheimnis. Der Mercedes-Benz 450 SEL

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    Und man saß als Beifahrer auf der Autobahn bequemer als noch heute in mancher Flugzeug !

    Schon alleine das Ansehen dass die Besitzer eines solchen

    Mercedes erlangten war für mancher Geschäftsabschluss sehr entscheidend.

    Heute bekommt kein Fahrzeug eine solche Größe zugesprochen.






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