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Mercedes eCitaro Daimler will Elektrobusse mit Wasserstoff fahren lassen

Busse in Deutschland sollen häufiger elektrisch fahren. Doch die haben oft wenig Reichweite. Ein Problem, das Daimler mit der Brennstoffzelle lösen will.
  • Mario Hommen
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  • Spotpress
Daimler will Elektrobusse mit Wasserstoff fahren lassen Quelle: Mercedes-Benz
Weiter mit Wasserstoff

Der Mercedes eCitaro soll auch mit einer Brennstoffzelle ausgerüstet werden.

Stuttgart Immer mehr Autohersteller haben in jüngerer Vergangenheit angekündigt, der Brennstoffzellentechnik mehr Aufmerksamkeit schenken zu wollen. Dazu gehört auch der Brennstoffzellenpionier Mercedes. Neben dem derzeit in kleiner Stückzahl produzierten GLC F-Cell will der Stuttgarter Autobauer ab 2022 den ÖPNV-Bus eCitaro ebenfalls mit einer Brennstoffzelle ausstatten.

An der Entwicklung beteiligt sich das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) mit 3,3 Millionen Euro. Technische Details werden allerdings noch nicht genannt.

Die Brennstoffzelle soll im Fall des eCitaro zusätzlich zur großen Traktionsbatterie installiert werden, um so das Reichweitenpotenzial zu steigern. Bislang kann ein eCitaro mit einer 292-kWh-Batterie zwischen 170 und 280 Kilometer weit mit einer Ladung fahren. Mit einer Brennstoffzelle als Range-Extender soll sich der eCitaro laut Mercedes für jedes Einsatzszenario eignen.

Ein ähnliches Konzept verfolgt Renault bei seinen bereits in wenigen Monaten verfügbaren Kleintransporter-Modellen Kangoo Z.E. und Master Z.E. Im Fall des Master Z.E. Hydrogen sorgt eine Brennstoffzelle für ein Reichweitenplus von 120 auf 350 Kilometer.

Der eCitaro mit Brennstoffzelle ist Teil einer groß angelegten Dekarbonisierungsstrategie von Daimlers Nutzfahrzeugsparte. Auf dem Deutschen Logistik-Kongress in Berlin hat Daimlers Lkw-Vorstand Martin Daum Ende Oktober angekündigt, bis 2039 in Europa, Nordamerika und Japan nurmehr ausschließlich lokal emissionsfrei fahrende Lkw und Busse anbieten zu wollen. Zur Erreichung dieses Ziels wird auch der Brennstoffzelle eine wichtige Rolle zukommen.

Brennstoffzellen waren lange keine Konkurrenz zur Batterie – bis jetzt

Als einen neuen Vorboten dieser wasserstoffgetriebenen Nutzfahrzeugzukunft hat die Konzerntochter Fuso jüngst auf der Tokyo Motor Show den 7,5-Tonner „Vision F-Cell“ vorgestellt. Dieser soll wie der eCitaro dank einer Kombination von Batterie und Brennstoffzelle 300 Kilometer Reichweite bieten.

Mehr: Bundesministerin Karliczek meint, dass in Afrika produzierter grüner Wasserstoff Deutschland helfen könnte, seine Klimaziele zu erreichen.

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