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Moia-Bus in Hannover

In Hannover testet die VW-Tochter Moia ein neues Beförderungskonzept, das bei der Vermittlung auf eine App setzt.

(Foto: )

Mobilitätsdienst Moia im Test Wie Volkswagen die Mobilität der Zukunft gestalten will

Die Taxifahrer laufen Sturm gegen den VW-Mobilitätsdienst Moia. Doch die Kunden im Testgebiet Hannover scheinen überzeugt.
  • Mario Hommen
Update: 08.05.2018 - 16:00 Uhr Kommentieren
  • Spotpress

HannoverHeutzutage ist es normal, dass jeder und alles vernetzt ist. Das gilt für Personen wie für Fahrzeuge. Alles und jeder ist immer und überall online. Dieser Umstand erlaubt es auch, dass sich Fußgänger und Kleinbusse sogar zu Speed-Dates verabreden können.

In Hannover ist das gelebter Alltag. Dort testet die 2016 gegründete VW-Tochter Moia ein neues Beförderungskonzept, das mithilfe einer Software und einer App eine Spontananbahnung erlaubt.

Ende 2017 ist die Testphase angelaufen, an der mittlerweile gut 3500 in einem Bewerbungsverfahren auserwählte Einwohner und 35 VW T6 beteiligt sind. Die Nutzer scheinen recht angetan vom neuen Konzept, vor allem auch angesichts des vorläufigen Preises, für den man gerne ein paar Nachteile in Kauf nimmt.

Das Besondere an Moia ist das Pooling-Prinzip. Eigentlich kann man sich wie beim Taxi an fast jedem Punkt der Stadt abholen und aussetzen lassen. Damit aber der Shuttle möglichst ausgelastet ist und wirtschaftlich und ökologisch eine optimierte Ausnutzung erlaubt, können während einer Tour Gäste zu- oder aussteigen. Im Hintergrund ermittelt ein Algorithmus für die im Stadtbereich ständig umherfahrende T6-Flotte und anfragende Fahrgäste die beste Zeit- und Streckeneffizienz stets in Echtzeit.

Dieser Umstand macht Moia zu einem ÖPNV-Taxi-Zwitter, bei dem sich Gäste manchmal in Geduld üben müssen. So wie Florian, der sich aus der Innenstadt zu seiner am Nachmittag startenden Arbeitsschicht ins VW-Werk in Hannover-Stöcken chauffieren lässt.

Seit den Anfängen im Herbst 2017 ist der Student bei Moia dabei: „Zweimal die Woche, donnerstags und freitags, fahre ich mit Moia zur Arbeit. Vorher habe ich dafür die Straßenbahn benutzt, doch die ist nicht so attraktiv, gerade jetzt, wo die Fahrt mit Moia so günstig ist.“

Immerhin 8,5 Kilometer ist seine Strecke lang, für die das Moia-Taxi rund 15 Minuten braucht. „Das kostet mich pro Fahrt 50 Cent.“ Zwar kann Florian dank Semesterticket die Straßenbahn kostenlos nutzen, doch ist dies für seinen Arbeitsweg nicht immer optimal.

Ein Taxi wäre ihm ohnehin zu teuer, ein eigenes Auto besitzt er nicht und mit dem Fahrrad ist ihm die Strecke zu weit. „Vor allem wenn ich von der Uni zur Arbeit fahre, sind mir die Öffis zu heikel, denn zum Werk fährt nur jede Stunde eine Bahn.“

Die Autos, normale T6 Multivan der Ausstattung Business mit vier Fondplätzen, fahren dabei pro Monat gut 10.000 Kilometer zusammen und werden bereits nach etwa einem halben Jahr ausgemustert Quelle: SP-X/Mario Hommen
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Die Autos, normale T6 Multivan mit vier Fondplätzen, fahren pro Monat gut 10.000 Kilometer zusammen und werden nach etwa einem halben Jahr ausgemustert.

Mit dem Shuttle-Dienst Moia kann er später losfahren und kommt in der Regel pünktlich an. Wenn er per App mit einigen Bildschirmberührungen ein Fahrzeug anfordert, vergehen meist nur wenige Minuten, bis er einsteigen kann. Allerdings, räumt Florian ein, könne es auch mal eng werden, wenn Gäste zusteigen, denn dann muss der T6 oft Umwege fahren.

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