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Neue Modelle Studie sagt Elektroauto-Boom voraus

Die Hersteller weiten Modellpalette und Produktion massiv aus. Unter dem Strich werde auch der Standort Deutschland profitieren, so eine neue Untersuchung.
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Die Zahl der elektrischen Modelle soll bei Volkswagen rasant steigen. Quelle: dpa
VW startet Vorbestellungen für neues Elektroauto ID3

Die Zahl der elektrischen Modelle soll bei Volkswagen rasant steigen.

(Foto: dpa)

Brüssel Elektroautos dürften laut einer neuen Studie in den nächsten fünf Jahren in Europa stark an Marktanteilen gewinnen. Die Produktion von batterieelektrisch betriebenen Fahrzeugen und Plug-In-Hybriden werde sich voraussichtlich bis 2025 auf mehr als vier Millionen Stück versechsfachen, heißt es in einer Untersuchung des Umweltverbandes Transport & Environment (T&E), die dem Handelsblatt vorliegt. Dies entspreche einem Anteil von 22 Prozent.

Die Autoren der Studie haben die Produktionspläne der Autohersteller umfassend ausgewertet. Diese investierten zusammengenommen 145 Milliarden Euro in die Elektromobilität und brächten in den kommenden Jahren eine Vielzahl neuer Modelle auf den Markt, schreiben sie: Das Angebot werde von zuletzt 60 auf 176 Modelle im kommenden Jahr und 214 im Jahr 2021 steigen.

Darin enthalten sind sowohl rein elektrisch betriebene Fahrzeuge als auch Plug-In-Hybride und mit Brennstoffzellen ausgestattete Autos – die aber auf absehbare Zeit keine bedeutende Rolle spielen dürften, so die Experten.

Die mit Abstand meisten E-Modelle wird demnach der VW-Konzern auf den Markt bringen, der unter seinen unterschiedlichen Marken bis 2025 allein rund 50 unterschiedliche Elektroautos anbieten dürfte. Der französische PSA-Konzern plant 23 Modelle, Daimler 17.

Die Offensive wird laut den Autoren stark getrieben von den verbindlichen EU-Grenzwerten, nach denen die Hersteller bis 2020/21 den durchschnittlichen Flottenausstoß auf 95 Milligramm CO2 senken müssen. 2018 lagen die Konzerne noch deutlich über dieser Schwelle, bei Verstößen drohen empfindliche Strafzahlungen.

Das starke Wachstum der Elektromobilität geht absehbar zulasten der herkömmlichen Antriebstechnologien. Die Studienautoren gehen aber davon aus, dass die Autoproduktion unter dem Strich in den meisten EU-Staaten zulegen wird – auch in Deutschland, dem wichtigsten Produktionsstandort.

Positiv auf die Beschäftigung dürfte sich demnach der zu erwartende Aufbau einer Batteriezellproduktion in Europa auswirken. Die bislang verkündeten Investitionspläne europäischer und asiatischer Konsortien summierten sich auf eine Kapazität von 131 Gigawattstunden bis 2023, so die Studie. Dies könne zur „Schaffung von rund 120.000 zukunftssicheren Arbeitsplätzen in der EU“.

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