Pkw-Neuzulassungen Mitsubishi top, Alfa flop

Im ersten Halbjahr wurden in Deutschland 1,62 Millionen Pkw neu zugelassen, ein Plus von rund fünf Prozent.Vor allem für eine deutsche Marke lief es toll. Für zwei italienische und zwei japanische hingegen eher weniger.
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  • Spotpress
Pkw-Neuzulassungen - Gewinner und Verlierer des Halbjahres Quelle: Daimler
Pkw-Neuzulassungs-Gewinner und -Verlierer

Smart legte dank des Modellwechsels um 57 Prozent zu im Vergleich zum1. Halbjahr 2014.

Mehr Gewinner als Verlierer: Der Großteil der Autohersteller auf dem deutschen Pkw-Markt konnte im ersten Halbjahr bei den Neuzulassungen zulegen. Auch für die deutschen Hersteller lief es dank allgemein steigender Nachfrage in der Regel gut, wie aus den Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervor geht.

Marktführer Volkswagen konnte die Zahl der Pkw-Neuzulassungen um 8,5 Prozent auf 351.110 Einheiten erhöhen. Auf Rang zwei unter den stärksten Marken folgt Mercedes mit einem Plus von 4,3 Prozent auf 142.475 Einheiten. Den dritten Podestplatz nimmt Audi mit 141.192 Neuzulassungen ein (plus 5,6 Prozent).

Es folgen BMW (123.043 Neuzulassungen, plus 2,9 Prozent), Opel (113.861 Neuzulassungen, plus 0,8 Prozent) und Ford (111.231 Neuzulassungen, plus 2,5 Prozent). Das stärkste Wachstum verbucht Smart; die Kleinwagenmarke kommt dank des Modellwechsels beim Fortwo und der Neuauflage des Forfour auf ein Plus von 57 Prozent und 19.804 Neuzulassungen.

Den größten Zuwachs kann sich jedoch Mitsubishi auf die Fahnen schreiben. Die Japaner können sich über ein Plus von 81 Prozent auf 18.533 Neuzulassungen freuen. Das Wachstum geht vor allem auf das Konto des Mittelklasse-SUV Outlander und des Kleinstwagens Space Star.

Zu den Verlierern des ersten Halbjahres zählen Lancia (minus 18,8 Prozent) und Alfa Romeo (minus 16 Prozent). Die beiden Traditionsmarken verkauften nur noch wenige hundert Autos. Zumindest für Alfa gibt es aber Aussicht auf Besserung, 2016 startet mit der Giulia eine Neuauflage der klassischen Mittelklasselimousine.

Große Oper für ein schweres Erbe
Alfa Romeo Giulia
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„Vincerò“ – ich werde siegen, hat Andrea Boccelli gesungen, während am Abend des 24. Juni 2015 die neue feuerrote Giulia von Alfa Romeo erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde. „Vincerò“ – das hofft auch Sergio Marchionne, der Vorstandsvorsitzende von Fiat Chrysler Automobiles (FCA), der ebenfalls ins neue Alfa-Romeo-Museum in Arese im Norden Mailands gereist war. Es hatte den 105. Geburtstag der italienischen Kultmarke mit der Schlange im Wappen auserkoren für die Präsentation des des neuen Modells. Denn an das knüpft er besonders hohe Erwartungen ...

Fiat Chrysler CEO Sergio Marchionne
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„Giulia ist ein reiner, authentischer Alfa Romeo“, schwärmt der Chef. Mit dem neuen sportlichen Modell mit 6-Zylindermotor und einer Spitzenleistung bis zu 510 PS will der Fiat-Chrysler-Chef vor allem den US-Markt aufrollen. Aber auch mit Emotion. Nach dem Relaunch des „Cinquecento“ ist dies der zweite große Versuch einer Kult-Modell-Reanimation aus dem Fiatkonzern ...

Mit der Power von Ferrari
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In der Spitzenvariante Giulia Quadrifoglio hämmert unter der Haube ein Sechszylinder-Turbotriebwerk, das von Ferrari für Alfa Romeo entwickelt wurde. Mit einer Leistung von 375 kW (510 PS) soll der Alfa so in nur 3,9 Sekunden auf 100 Kilometer beschleunigen.

Präsentation im eigens renovierten Alfa-Museum in Arese
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Auf der Straße soll die Giulia mit einer perfekten Gewichtsverteilung von 50:50 und einem Gewicht von weniger als drei Kilogramm pro PS besonders dynamisch daherkommen.

Verzögert wird mit Karbon-Kermik-Bremsen
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Durch den Einsatz von Kohlefaser und Aluminium wurde das Gewicht so gering wie möglich gehalten. Da Giulia sich die Plattform mit Maserati teilt, wird sie über die Hinterachse angetrieben.

Blick auf die Details
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Auch das Logo selbst wurde noch einmal modernisiert - auch wenn alle traditionellen Insignien wie das rote Kreuz und die markante Schlange, aus deren Mund ein Säugling schlüpft, beibehalten wurden.

Ableger sind in Planung
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Mit Emotion und Mythos will FCA den US-Markt erobern. Die Giulia knüpft mit ihrem Namen an ein Erfolgsmodell von 1962 an, das mit bis zu 112 PS so manchem Porsche das Leben schwer machte. Auch damals kam der Sportwagen als Limousine daher. Für die neue haben rund 700 Ingenieure die vergangenen Monate und Jahre damit verbracht, alles im Geheimen zu entwickeln. Auf der gleichen Plattform der Giulia sollen in Zukunft auch SUV, Spider und die Oberklassenlimousine basieren.

Darüber hinaus werden die ersten sechs Monate wohl auch in den Deutschland-Hauptquartieren von Toyota (32.712 Neuzulassungen, minus 7,1 Prozent) und Honda (9.882 Neuzulassungen, minus 8,6 Prozent) kaum für Feierstimmung sorgen.

Insgesamt wurden im ersten Halbjahr in Deutschland 1,62 Millionen Pkw neu zugelassen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Plus von 5,2 Prozent.

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