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Restwert-Ranking Tesla, Porsche, Dacia – diese Autos sind besonders wertstabil

Einmal im Jahr ermittelt das Prognose-Institut Bähr+Fess die Autos mit dem höchsten Restwert. Diese Modelle können besonders überzeugen.
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Düsseldorf Das teuerste am Autokauf ist häufig der Wertverlust. Denn mit der Fahrt vom Autohändler verlieren Autos schon tausende Euros an Wert. Allein im ersten Jahr sinkt der Wert im Schnitt um 24,2 Prozent. Doch manche Modelle erweisen sich auch nach Jahren noch als besonders wertstabil. Für „Focus Online“ untersucht das Prognose-Institut Bähr+Fess einmal im Jahr, welche Modelle sich auch gebraucht gut verkaufen lassen.

Als Basis für ihre Berechnungen werten die Experten am Markt verfügbare Gebrauchtwagenwerte, das Preisniveau in den Gebrauchtwagenbörsen und Portfolioanalysen aus. Der prognostizierte Marktwert im Jahr 2023 hängt von vielen Faktoren ab – von der Fahrzeugklasse über das Herstellerimage bis zum technischen Zustand und der Nachfrage am Markt. Das sind die Sieger in den verschiedenen Klassen: 

Kleinstwagen 

Der Fiat 500 mag mittlerweile ein wenig in die Jahre gekommen zu sein. Doch im Restwertvergleich schlägt der kleine Italiener die Klassenkonkurrenz. Mit einem Restwert von 52,5 Prozent bei einem Kaufpreis von 12.990 Euro weist er den höchsten Werterhalt aus. Im absoluten Wertverlust liegt allerdings der Ford Ka+ vorne, der bis 2023 rund 4.795 Euro an Wert verliert. Allerdings sollten sich die Käufer beeilen: Die aktuelle Generation des Kleinstwagen für 9.990 Euro ist auch die letzte.

Die italienische Knutschkugel ist in seiner Klasse besonders wertstabil. Quelle: AFP
Fiat 500

Die italienische Knutschkugel ist in seiner Klasse besonders wertstabil.

(Foto: AFP)

Kleinwagen 

In der Kleinwagen-Klasse verteidigt der VW Polo seinen Spitzenplatz. Mit 14.285 Euro ist er in der Anschaffung zwar teurer als die Konkurrenz. Bis 2023 soll er nach Schätzungen der Experten aber noch einen Restwert von 56,5 Prozent vorweisen. Mehr als der Mini One oder der Audi A1, die dahinter landen. Im absoluten Wertverlust liegt allerdings ein Billigheimer vorne. Der Dacia Sandero, der schon als Neuwagen nur 6.990 Euro kostet, verliert bis 2023 nur 3.670 Euro an Wert.

Konzernchef Herbert Diess kann zufrieden sein. Der Kleinwagen verteidigt seinen Titel als Klassenbester. Quelle: dpa
VW Polo

Konzernchef Herbert Diess kann zufrieden sein. Der Kleinwagen verteidigt seinen Titel als Klassenbester.

(Foto: dpa)

Kompakt-Klasse 

Der VW Golf gibt seiner Klasse zwar häufig den Namen, landet im Restwert-Vergleich aber abseits des Treppchens. Hier dominiert der Mercedes CLA (57 Prozent Restwert) und der Mercedes A160 (55 Prozent Restwert). Allerdings ist der Spitzenreiter mit einem Neupreis von 31.476 Euro auch deutlich teurer als viele Klassenkonkurrenten. Beim absoluten Wertverlust liegen darum Importautos vorne. Der Hyundai i30 landet mit einem Wertverlust von 8114 Euro knapp vor dem Fiat Tipo (8149 Euro Wertverlust).

Der A-Klasse-Ableger aus Ungarn ist in der Kompaktklasse das wertstabilste Modell. Quelle: AFP
Mercedes CLA

Der A-Klasse-Ableger aus Ungarn ist in der Kompaktklasse das wertstabilste Modell.

(Foto: AFP)

Mittelklasse 

Auch in diesem Segment ist das Bild gespalten. Besonders wertstabil erweist sich hier der Audi A5 Sportback, der im Jahr 2023 nach Schätzung von Bähr + Fess noch 55 Prozent seines Kaufpreises von 39.000 Euro wert ist. Auffällig in der Klasse ist aber auch der Opel Insignia, ein beliebter Dienstwagen, der beim relativen Wertverlust als Kombi stark abschneidet (49,5 Prozent Restwert), aber auch beim absoluten Wertverlust als Insignia Turbo Grand Sport mit einem Minus von 13.889 Euro ganz vorne liegt – und den Skoda Superb aussticht.

Als Dienstwagen ist das Modell aus Ingolstadt bei Flottenmanagern beliebt - auch wegen der guten Restwertentwicklung. Quelle: AP
Audi A5

Als Dienstwagen ist das Modell aus Ingolstadt bei Flottenmanagern beliebt - auch wegen der guten Restwertentwicklung.

(Foto: AP)

Obere Mittelklasse 

Führungswechsel im oberen Mittelfeld. Die Mercedes E-Klasse wird bald überholt und rutscht aus dem Spitzentrio. Dafür schafft es der Audi A7 an die Spitze. Von seinem Anschaffungspreis von 58.750 Euro bleiben 52 Prozent erhalten – mehr als beim Mercedes CLS 220 (Restwert: 51 Prozent, Anschaffungspreis 57.792 Euro).

Allerdings werden die deutschen Premiumhersteller, die in dieser Klasse eigentlich führend sind, beim absoluten Wertverlust vom neuen Toyota Camry Hybrid ausgestochen, der im Jahr 2023 zwar nur 42,5 Prozent seines Kaufpreises wert ist. Doch absolut ist der Wertverlust mit 22.994 Euro deutlich geringer als bei der deutschen Konkurrenz.

Die Japaner sind in der oberen Mittelklasse zumindest beim absoluten Wertverlust führend. Das dürfte Konzernerbe Akio Toyoda freuen. Quelle: AP
Toyota Camry

Die Japaner sind in der oberen Mittelklasse zumindest beim absoluten Wertverlust führend. Das dürfte Konzernerbe Akio Toyoda freuen.

(Foto: AP)

Oberklasse 

Bei der Oberklasse fällt der absolute Wertverlust besonders hoch aus. Deswegen achten Flottenmanager hier besonders auf die Wertstabilität. Was auffällt: Der Diesel wird immer unbeliebter und durch halbelektrische Antriebe ersetzt. Besonders zukunftsfähig scheint nach Ansicht der Experten hier der Porsche Panamera E-Hybrid zu sein. Der ist in der Anschaffung mit einem Preis von 113.223 Euro zwar teuer, aber 2023 sind noch 49,5 Prozent des Kaufpreises übrig.

Beim absoluten Wertverlust liegt nach Ansicht der Experten ein Exot vorne. Der Cadillac CT6 ist mit einem Wertverlust von 49.245 Euro vorne. Allerdings nur sehr knapp vor der Mercedes S-Klasse 350 d, die auf einen Wertverlust von 49.312 Euro kommt und auch relativ einen hohen Restwert von 45,5 Prozent aufweist.

Elektro ist Trumpf - auch in der Oberklasse. Der E-Hybrid von Porsche erweist sich als besonders wertstabil. Quelle: dpa
Porsche Panamera E-Hybrid

Elektro ist Trumpf - auch in der Oberklasse. Der E-Hybrid von Porsche erweist sich als besonders wertstabil.

(Foto: dpa)

Mini-SUV 

Selbst bei den Einstiegs-SUV kann die VW-Premiummarke Audi die Spitze erobern. Allerdings fällt der Kaufpreis beim Audi Q2 mit 24.200 Euro sehr hoch aus. Beim relativen Wertverlust liegt das Modell allerdings mit 58,5 Prozent vor dem Suzuki Jimny oder der VW T-Cross.

Anders sieht es bei den relativen Restwertriesen aus. Hier dominieren im SUV-Einstiegssegment die Billigheimer. Der Dacia Duster liegt mit einem Wertverlust von 5.228 Euro vor dem Lada Taiga, der bis 2023 rund 6523 Euro an Wert verliert.

Billigheimer mit Wiederverkaufswert. Der rumänische SUV belegt in Restwertranking regelmäßig Spitzenplätze. Quelle: AP
Dacia Duster

Billigheimer mit Wiederverkaufswert. Der rumänische SUV belegt in Restwertranking regelmäßig Spitzenplätze.

(Foto: AP)

Mittelgroße SUV 

Die britische Geländelegende Land Rover hat mit dem Range Rover Evoque ein Auto im Angebot, das polarisiert, aber beim Restwert überzeugt. 61 Prozent Restwert ist über alle Klassen hinweg ein guter Wert und auch bei den Anschaffungskosten von 38.100 Euro günstiger als der zweitplatzierte Restwertriese Porsche Macan.

Beim absoluten Wertverlust liegen in der beliebten SUV-Klasse allerdings ausschließlich Importmodelle vorne. Der Suzuki Vitara landet mit einem Wertverlust von 8672 Euro vor dem Seat Ateca, der nach Schätzung von Bähr + Fess bis 2023 rund 9441 Euro an Wert verliert.

Die Briten bauen über alle Klassen hinweg mit Range Rover Evoque das wertstabilste Modell.
Range Rover Evoque

Die Briten bauen über alle Klassen hinweg mit Range Rover Evoque das wertstabilste Modell.

Große SUV

Die neue Mercedes G-Klasse setzt sich gleich an die Spitze bei den Restwertriesen und sticht mit einem Restwert von 55,5 Prozent sogar den Porsche Cayenne aus. Allerdings fällt der Anschaffungspreis mit 97.116 Euro auch sehr hoch aus.

Bei den absoluten Restwerten dominieren wieder einmal die Asiaten. Der Hyundai Santa Fe landet mit einem Wertverlust von 19.008 Euro knapp vor dem Ssangyong Rexton (Wertverlust: 19.898 Euro). In der großen SUV-Klasse dominiert nach wie vor der Diesel.

Der Pionier aus Kalifornien ist bei den Restwerten deutlich besser unterwegs als andere Elektroautos. Quelle: AFP
Tesla Model 3

Der Pionier aus Kalifornien ist bei den Restwerten deutlich besser unterwegs als andere Elektroautos.

(Foto: AFP)

Elektroautos

Bisher sind die Stromer noch in der Nische unterwegs. Einige Modelle erweisen sich allerdings heute schon als sehr wertstabil. Ganz vorne weg fährt er Elektropionier Tesla, der mit dem Model 3 einsamer Restwertmeister der Klasse ist. 54 Prozent Restwert im Jahr 2023 sagen die Experten voraus, bei einem Anschaffungspreis von 46.880 Euro. Der kaum käufliche Opel Ampera-e und der BMW i3 landet deutlich dahinter.

Günstiger sind die absoluten Restwertriesen mit Elektroantrieb. Ganz vorne liegt hier der Bestseller Renault Zoe, der bis 2023 rund 14.126 Euro an Wert verliert. Das ist verglichen mit andere Kleinwagen viel, reicht bei Elektroautos für den Spitzenplatz. Dahinter liegen die französischen Auslaufmodelle C-Zero und Peugeot Ion.

Der Klassiker ist auch als Gebrauchter noch hochpreisig unterwegs. Das reicht für einen Spitzenplatz in seiner Klasse.
Mercedes G-Klasse

Der Klassiker ist auch als Gebrauchter noch hochpreisig unterwegs. Das reicht für einen Spitzenplatz in seiner Klasse.

Sportwagen 

In der Sportlerklasse dominieren die deutschen Premiumautobauer. Neu im Spitzentrio ist der BMW 840i, der sich als Cabrio sogar am Porsche 911 Carrera vorbeischiebt. Ganz vorne bleibt allerdings der Porsche 718 Boxter, der bis 2023 nach Schätzungen der Experten von 58 Prozent von seinem Anschaffungspreis von 57.531 Euro wert ist.

Beim absoluten Wertverlust landet der Porsche Boxter mit diesem Wertverlust von 24.163 Euro auf dem zweiten Platz und muss sich einem Geheimtipp geschlagen geben. Der Nissan 370Z ist mit einem Anschaffungspreis von 34.730 Euro ein sportliches Schnäppchen und verliert bis 2023 nach Schätzungen von Bähr + Fess rund 19.102 Euro an Wert.

Das Modell wird gerne als Hausfrauen-Porsche verspottet, ist aber wertstabiler als alle andere Sportwagen.
Porsche Boxter 718

Das Modell wird gerne als Hausfrauen-Porsche verspottet, ist aber wertstabiler als alle andere Sportwagen.

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