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Selbstfahrende Fahrzeuge Baidu und Geely verbünden sich beim autonomen Fahren

Die chinesische Industrie arbeitet mit Hochdruck an der Einführung des Fahrens ohne Fahrer. Konkurrent Waymo erhält in Kalifornien die Erlaubnis zum Betrieb von Robotaxis.
Update: 03.07.2019 - 17:42 Uhr Kommentieren
Der chinesische Internetkonzern arbeitet in Zukunft eng mit Geely zusammen. Quelle: AFP
Baidu-Logo

Der chinesische Internetkonzern arbeitet in Zukunft eng mit Geely zusammen.

(Foto: AFP)

San Francisco, MünchenChinas Internetkonzern Baidu und der größte private Autohersteller Geely streben eine breite Partnerschaft in den Feldern Künstliche Intelligenz und autonomes Fahren an. Eine entsprechende Absicht kündigten Geely-Eigentümer Li Shufu und Baidu-Chef Robin Li am Mittwoch auf der Entwicklerkonferenz „Baidu Create“ an.

Beide Unternehmen wollen eng bei der Einführung des selbstfahrenden Autos zusammenarbeiten. Baidu gilt mit seiner Softwareplattform „Apollo“ als ein Pionier in dieser Technologie.

Die strategische Partnerschaft werde die intelligente Transformation der Mobilitätsindustrie vorantreiben und Chinas Führungsrolle im Zeitalter der „smarten Mobilität“ unterstützen, sagte Baidu-Chef Robin Li. Im Bezug auf Sicherheit, Komfort und Wirtschaftlichkeit sei China „an der Spitze der innovativen Fahrzeugentwicklung“, sagte Li Shufu. Man sei entschlossen, die Vorreiterrolle der Industrie zu übernehmen, versichert der Geely-Chef, der gleichzeitig größter Einzelaktionär von Daimler ist.

Baidu ist bei der Entwicklung des selbstfahrenden Autos enorm ambitioniert. 2016 haben die Chinesen mit dem Aufbau des „Apollo“-Systems begonnen, entwickelt wird in China und im Silicon Valley. Ziel des Suchmaschinenbetreibers ist, das „Android für die Industrie des autonomen Fahrens“ zu werden.

Daran kommt in China kein Hersteller vorbei, auch weil die Regierung in Peking keinem ausländischen Unternehmen erlaubt, digitale Karten in China anzufertigen. Mittlerweile kooperieren über 50 Unternehmen mit Baidu und Geely, darunter auch Bosch, Daimler und BMW. Ob Geely in Zukunft von Baidu bevorzugt wird, bleibt offen.

Baidu stellte auf seiner Entwicklungskonferenz die fünfte „Apollo“-Version vor und schafft damit nach eigenen Aussagen die Grundlagen für das hochautomatisierte Fahren. Bei diesem in der Branche „Level 4“ genannten Modus greift der Fahrer nur noch in Ausnahmesituationen ein. Seit Anfang Juli dürfen „Apollo“-Testfahrzeuge auch im Großraum Peking fahren, die Erlaubnis umfasse den Einsatz „in komplexen Verkehrssituationen, in Tunneln und im Umfeld von Schulen“, teilte Baidu mit.

Weltweit arbeiten Tech-Unternehmen und Autohersteller an der fahrerlosen Beförderung. Der Wettlauf um die Technik hat vor allem ökonomische Gründe. Gelingt es, den Fahrer einzusparen, sinken die Kosten für den Personentransport um rund 70 Prozent, erwarten Experten.

Waymo transportiert künftig Passagiere mit Roboautos

Neben Baidu arbeitet vor allem Waymo an der Technik. Der Google-Ableger meldet ebenfalls Fortschritte: Die Roboterautos von Waymo werden Passagiere künftig durch Kalifornien fahren. Eine entsprechende Genehmigung durch die zuständige Behörde CPUP (California Public Utilities Commission) liegt nun vor. Das bestätigte Waymo gegenüber der Tech-Publikation „Techcrunch“.

Das Pilotprojekt kommt mit Einschränkungen, ist aber ein weiterer wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zu selbstfahrenden Autos. Vor einer Woche hatte Waymo bereits den Testbetrieb mit ausgewählten Passagieren des Mitfahrdienstes Lyft in Phoenix, Arizona, aufgenommen. In den umgebauten Fiat-Chrysler-Vans von Waymo muss immer ein Sicherheitsfahrer mit an Bord sein.

Waymo darf von den Passagieren keine Vergütung verlangen. Auf der anderen Seite erlaubt die Behörde, dass die Fahrer nicht mehr festangestellte Waymo-Beschäftigte sein müssen.

Mehr: Elon Musk nennt es Unfug, seine Kritiker nennen ihn „unverantwortlich“. Der Streit um die Lidar-Technologie im selbstfahrenden Auto spaltet eine ganze Branche-

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