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Sportwagenhersteller Porsche will neuen E-Macan in Leipzig bauen

Porsche startet die elektrische Aufholjagd und will nun auch das Bestseller-SUV Macan elektrifizieren. Gebaut wird das Modell in Leipzig.
Update: 26.02.2019 - 15:43 Uhr Kommentieren
Der Gelendewagen gilt als Verkaufsschlager und ist vor allem in China beliebt. Quelle: dpa
Porsche Macan

Der Gelendewagen gilt als Verkaufsschlager und ist vor allem in China beliebt.

(Foto: dpa)

Leipzig Porsche baut den elektrischen Macan in Leipzig. Das hat der Aufsichtsrat des Sportwagenbauers mitgeteilt. Der erste rein elektrisch betriebene Kompakt-Sportgeländewagen von Porsche soll Anfang des nächsten Jahrzehnts vom Band rollen. Porsche baut damit sein Angebot im Bereich der Elektromobilität aus. Ende 2019 wird mit dem Taycan der erste rein elektrisch angetriebene Sportwagen von Porsche auf den Markt kommen – wenig später sein Derivat, der Taycan Cross Turismo.

„Elektromobilität und Porsche passen perfekt zusammen. Nicht nur wegen der Effizienz, sondern vor allem auch wegen der sportlichen Eigenschaften“, sagt Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG. Experten sehen es allerdings als große Herausforderung an, dass Porsche sein exklusives Image auch in die Elektromobilität transportieren will. Gerade 911er-Fahrer gelten als eingefleischte Fans von Verbrennungsmotoren mit dem typischen Porsche-Sound.

„Bis 2022 investieren wir mehr als sechs Milliarden Euro in die Elektromobilität und bis 2025 könnte bereits jedes zweite Neufahrzeug von Porsche einen Elektroantrieb haben“, sagte Blume. Gleichwohl setze Porsche in den nächsten zehn Jahren auf einen Antriebsmix aus optimierten Benzinmotoren, Plug-in-Hybridmodellen und rein elektrisch betriebene Sportwagen.

Der Porsche-Chef bleibt optimistisch: „Unser Ziel ist eine technologische Vorreiterrolle, deshalb richten wir das Unternehmen konsequent auf die Mobilität der Zukunft aus.“

Bereits Anfang Juli vergangenen Jahres hatte das Unternehmen entschieden, die nächste Generation des Macan am Standort Leipzig zu fertigen. Die Investitionen in die Elektromobilität am Standort Leipzig schaffe laut Porsche die Möglichkeit, auf der bestehenden Fertigungslinie künftig vollelektrische Fahrzeuge zu produzieren.

So frischt Porsche den Macan auf
Lichtleiste am Heck
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Gut vier Jahre hat der Porsche Macan auf dem Buckel, in dieser Zeit  hat er alle Erwartungen übertroffen: 350.000 Kunden konnten sich seit 2014 für den kleinen Bruder des Cayenne begeistern, und mit dem nun präsentierten Facelift soll die Attraktivität weiter steigen. Vor allem das Heck wird dabei neu in Form gebracht: Während Chef-Designer Michael Mauer an der Front des SUV nur behutsam den Lidstrich nachgezogen hat, konnte er auf der anderen Seite die Controller von einer komplett neuen Heckklappe überzeugen. Die war nötig, um auch dem kleinen SUV das neue Porsche-Identitäts-Merkmal mit auf den Weg zu geben: die durchgehende Lichtleiste am Heck.

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Blau wie Miami
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Ansonsten glänzt der 4,70 Meter lange Macan nach der Überarbeitung vor allem mit neuen Außenfarben – darunter das strahlende Miami-Blau – und neuen 20- und 21-Zoll-Rädern.

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Breiter Bildschirm
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Für besseren Durchblick sorgt nicht nur die neue, beheizbare Frontscheibe, sondern auch das aus anderen Modellen bekannte Infotainmentsystem, das  sich jetzt auch im Macan mit 11 Zoll großem Touchscreen in der Mittelkonsole breit macht – dafür mussten die Lüftungsdüsen umziehen. Den alten 7-Zoll-Bildschirm flankierten sie, jetzt sind sie unterhalb des Displays angeordnet. Mit dem Elektronik-Update zieht unter anderem auch die neue Sprachsteuerung in den Macan ein und natürlich ist das System immer online. Eine induktive Ladeschale fürs Handy gibt es nicht, dafür eine neue App, die für mehr Offroad-Spaß sorgen soll: Sie ermöglicht es dem Fahrer, seine Ausflüge abseits des Asphalts zu dokumentieren und analysieren.

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Mehr Fahrspaß
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Für noch mehr Performance auf der Straße hat Porsche das Fahrwerk optimiert und verspricht mehr Neutralität und verbesserten Komfort. Unverändert bleibt die im SUV-Bereich außergewöhnliche Mischbereifung mit breiteren Pneus an der Hinterachse. Um den maximalen Fahrspaß aus dem Macan zu kitzeln, reicht zukünftig übrigens ein Tastendruck am Lenkrad: Mit dem Facelift zieht auch in das SUV der Fahrmodusschalter am Volant ein.

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Durchblick mit LED
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Auf Wunsch gibt es die Carbon-Anbauteile zukünftig auch silberfarben und die Xenon-Scheinwerfer wurden in den Ruhestand verabschiedet; ab Herbst leuchtet das SUV serienmäßig mit LED-Lichtern.

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Preis dürfte leicht steigen
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Zu den Motoren sagt Porsche noch nicht allzu viel, allerdings wird der Basisantrieb ein wenig Federn lassen müssen. Statt 185 kW/252 PS leistet der Zweiliter-Vierzylinder zukünftig 180 kW/245 PS. Grund ist der Einsatz eines Otto-Partikelfilter, den die neueste Abgasnorm nötig macht. Ausstattungsbereinigt gleich bleibt dagegen der Preis, nominell dürfte der Einstiegstarif um ein paar Tausender auf 59.000 Euro steigen. Beim Macan S und Turbo bleibt es wie gehabt beim V6, die Zukunft des Diesels ist aber ungewiss. Zwar hat Porsche den Selbstzünder aktuell noch eingeplant, ob er allerdings tatsächlich auf die Straße kommt, hängt auch von der weiteren Entwicklung des Diesel-Markts ab.

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Den Startschuss für die Elektrifizierung macht die nächste Generation des Macan. Der Kompakt-SUV verfügt wie der Taycan über die 800-Volt-Technologie und basiert auf der in Zusammenarbeit mit der Audi AG entwickelten PPE-Architektur (Premium Platform Electric). 

In Leipzig begann Porsche 2002 die Serienproduktion des SUV Cayenne mit 259 Mitarbeitern. Das Volumen Modell Macan folgte im Jahr 2011. Damals wurde das Leipziger Werk zum sogenannten Vollwerk mit eigenem Karosseriebau und eigener Lackiererei ausgebaut. Heute werden 90.000 Macans am Standort prouziert. Auch die Luxuslimousine Panamera wird inzwischen komplett in Leipzig produziert. Porsche hat in leipzig mehr als 1,3 Milliarden Euro investiert und beschäftigt dort über 4000 Mitarbeiter.

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