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"Starkes Indiz für Manipulationen" Dienstwagen: Finanzamt folgt Freud

Während einer Betriebsprüfung im Februar 2002 fanden Finanzbeamte heraus, dass ein Mitarbeiter seinen Dienstwagen auch privat nutzen durfte.

DÜSSELDORF. Den "geldwerten Vorteil" hatte er bis dahin nicht versteuert. Auf Anfrage präsentierte er ein Fahrtenbuch, konnte aber keine Belege wie Tankquittungen vorlegen. Die Finanzbeamten prüften die Aufzeichnungen daraufhin mit einem speziellen statistischen Verfahren, dem so genannten Chi-Quadrat-Test. Der ergab: Die Kilometerangaben des Mannes enthielten überdurchschnittlich oft dieselben Ziffern - ein Hinweis auf nachträglich erfundene Zahlen, weil Menschen unterbewusst Vorlieben für bestimmte Ziffern haben.

Die Beamten erkannten das Fahrtenbuch daraufhin nicht an und addierten als "geldwerten Vorteil" zu den Monatsgehältern der letzten drei Jahre pauschal je ein Prozent des Autopreises. Zu Recht, sagte das Finanzgericht Münster (1 K 6384/03 E). Die Richter sahen in dem Chi-Quadrat-Test ein "starkes Indiz für Manipulationen".

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