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Suzuki Swift Hayabusa Driften im Zeichen des Falken

Dass Suzukis Prototyp Swift Hayabusa abgeht wie eine Rakete, hat sich herumgesprochen. Wir zündeten die nächste Stufe der rasanten Mischung aus sportlichem Kleinwagen und Motorrad-Antrieb auf dem Stehrodrom nahe Marburg.
  • Ralf Schütze
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  • Spotpress
330 Turbo-PS müssen im rasanten Unikat Suzuki Swift Hayabusa inzwischen mit nur 900 kg Ballast fertigwerden.  Quelle: Suzuki
Suzuki Swift Hayabusa

330 Turbo-PS müssen in dem rasanten Unikat inzwischen mit nur 900 kg Ballast fertigwerden.

330 Turbo-PS müssen im rasanten Unikat Suzuki Swift Hayabusa inzwischen mit nur 900 kg Ballast fertigwerden. Das entsprechende Leistungsgewicht von 2,72 kg/PS liegt auf Augenhöhe mit den Supersportlern Mercedes SLS AMG Black Series und Nissan GT-R. Resultat: Der hochdrehende 1,3-Liter-Vierzylinder aus dem 300 km/h-Motorrad Suzuki Hayabusa schiebt mit ohrenbetäubend kreischender Urgewalt nach vorne – meist schräg.

Rallye-Profi und Suzuki-Markenbotschafter Niki Schelle am Steuer der wildgewordenen Auto-Motorrad-Kombi „durchquert“ Kurven im wahrsten Wortsinne meist im extrem angewinkelten Drift. Die neue, schwarz-rote Lackierung mit großer Falken-Folie auf der Seite signalisiert: Hier steht ein bösartiges Renngerät, aber bei richtiger Beherrschung auch ein unheimliches Spaßfahrzeug.

Es ist drückend heiß am „Stehrodrom“ nahe Marburg, rund 35 Grad im Schatten. Hinter mir brüllt der hochdrehende Vierzylinder-Motorradantrieb infernalisch laut und katapultiert das 900 kg-Geschoss über den Asphalt, neben mir kurbelt Niki Schelle wie wild das Sportlenkrad hin und her, vor mir bauen sich immer wieder neue Kurven und Ecken auf, durch die wir gleich wie wild driften.

„Du siehst zwar einen Suzuki Swift vor Dir, aber das Auto fährt sich komplett anders“, sagt Suzuki-Markenbotschafter Niki Schelle. Quelle: Suzuki
Niki Schelle.

„Du siehst zwar einen Suzuki Swift vor Dir, aber das Auto fährt sich komplett anders“, sagt der Suzuki-Markenbotschafter.

Die von Schelle perfekt beherrschte, kontrollierte Querfahrt hat für mich zwei Vorteile: Der exorbitante Fahrspaß im Swift Hayabusa lässt einfach nicht nach, und dank Fahrtwind von der Seite dringt etwas mehr frische Luft durch die kleine Öffnung in den Plexiglas-Seitenscheiben herein. Das ist auch bitter nötig, denn das 1,3-Liter-Kraftpaket im Heck heizt das Cockpit auf Sauna-Temperatur auf.

„Hayabusa“ ist das japanische Wort für den Raubvogel Falke. Unter diesem klangvollen Namen hat sich Suzukis Sportmotorrad seit 1999 den Ruf einer Highspeed-Maschine erworben, denn sie durchbrach als erstes Serienbike die 300 km/h-Schallmauer. Als man bei Suzuki Deutschland 2013 zu fortgeschrittener Stunde über ein mögliches Rallye-Projekt sinnierte, kamen verschiedene erfinderische Geister auf die Idee: Verpflanzen wir doch den hochdrehenden Motorrad-Vierzylinder in den wieselflinken Klein-Sportwagen Swift. Heute weiß man: Die Kombination fährt sich hochexpolisiv. Und vor allem: sie funktioniert.

„Anfangs ist uns auch im eigenen Unternehmen viel Skepsis begegnet“, erinnert sich Jörg Machalitzky, Pressesprecher von Suzuki Deutschland. Und tatsächlich: Den Motor und das Getriebe aus dem Motorrad aufs Auto zu adaptieren, sei sehr schwierig gewesen auf dem Weg zum heutigen hyperagilen Swift Hayabusa. Doch heute herrscht überall schiere Begeisterung. Der Grund: Was Markenbotschafter Niki Schelle seit 2013 auf die breiten Rallye-Räder gestellt hat, funktioniert überzeugend.

Die Zutaten zum Swift Hayabusa sind exquisit. Neben dem dank Turboaufladung von 197 auf 330 PS hochgezüchteten Vierzylinder-Motor mit 1.340 ccm gehören dazu: ein in Höhe, Zug- und Druckstufe einstellbares KW-Fahrwerk, mechanisches Sperrdifferenzial, Schalensitze und Vierpunkt-Gurte, ein eingeschweißter Überrollkäfig, ein mächtiger Heckflügel für erhöhten Anpressdruck auf der angetriebenen Hinterachse, verbesserte Bremsenkühlung, ein Sportauspuff sowie Gewichtseinsparungen durch Aluminium und Carbon.

Eine käufliche Version hält niemand für denkbar
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