Tokyo Auto Salon Die schrille Schraubermesse auf der Überholspur

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Pionierarbeit von Rennfahrer Morizo
Auf welche Neuwagen die Deutschen wirklich abfahren
Platz 10: Seat
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Der deutsche Automarkt ist 2016 zum dritten Mal in Folge gewachsen. Gut 3,35 Millionen Neuwagen wurden zugelassen, ein Plus von fünf Prozent gegenüber 2015, wie der Verband der Automobilindustrie mitteilte. Zu den Gewinnern gehört auch die spanische VW-Tochter Seat: Mit 97.585 neuzugelassenen Autos kommt Seat in der Jahreswertung der Deutschen auf den zehnten Platz. Dazu hat insbesondere das erste SUV der Marke, der Ateca, beigetragen.

Link: Unseren Fahrtest des Seat Atcea finden Sie hier

Platz 9: Hyundai
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Der Ioniq als modernes Benzin-, Hybrid- oder Elektromodell kommt erst in diesem Jahr auf den Markt. Das könnte Hyundai neuen Schwung geben, denn 2016 gingen die Neuzulassungen der Koreaner mit 107.228 Fahrzeugen nach Jahren des Wachstums wieder leicht zurück. Weltweit peilt das Management in Seoul aber wieder ein Wachstum an.

Link: Unseren Fahrbericht des Hyundai Ioniq finden Sie hier

Platz 8: Renault
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Auf Platz 8 der beliebtesten Automarken der Deutschen kommt Renault. Die Franzosen konnten sich um stolze 13,9 Prozent steigern und werden vom KBA mit 125.300 Neuzulassungen geführt, was einem Marktanteil von 3,7 Prozent entspricht. Besonders im Dezember konnten die Franzosen mit einem Plus von 19,3 Prozent nochmals zulegen.

Link: Unseren Test des Renault Espace finden Sie hier

Platz 7: Skoda
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Da Ford auch Werke in Deutschland hat, ist Skoda auf Platz 7 die beste reine Importmarke. 186.172 Skodas wurden 2016 in Deutschland neu zugelassen – Tendenz steigend. Wenn auch das Wachstum mit 3,5 Prozent geringer ausfällt als bei einigen anderen Marken. Der neue Kodiaq (im Bild) und die Modellpflege des Bestsellers Octavia könnten das Wachstum 2017 wieder ankurbeln.

Link: Unseren Fahrbericht zum Skoda Kodiaq finden Sie hier

Platz 6: Ford
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Im Duell der Volumenmarken musste sich Ford knapp Opel geschlagen geben. Zwar war es das vierte Wachstumsjahr auf dem deutschen Markt, und der Marktanteil von 7,7 Prozent ist der beste in den vergangenen 14 Jahren.

Doch die Kölner mit amerikanischen Wurzeln kamen 2016 auf 239.766 Neuzulassungen, ...

Platz 5: Opel
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... während sich Rüsselsheim über 243.792 verkaufte Opel freut – das beste Opel-Ergebnis in Deutschland seit fünf Jahren. Um an den Volumen-Marktführer VW zu kommen, würden selbst die addierten Zulassungen von Opel und Ford nicht reichen.

Platz 4: BMW
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Global eilt BMW von Absatzrekord zu Absatzrekord, auch in Deutschland haben die Münchner 2016 um 5,4 Prozent zugelegt. Dennoch verpasst BMW mit 262.083 Neuzulassungen das Podium knapp.

Für 2017 aber kann die BMW-Führung zuversichtlich sein: Der wichtige Fünfer kommt neu auf den Markt.

Link: Mehr Fotos und Fahreindrücke vom neuen 5er BMW

Der Messepionier unter Japans Autoherstellern ist kein geringerer als Toyota-Chef Akio Toyoda. „Der Tokyo Auto Salon ist seine liebste Automesse“, erzählt ein ehemaliger enger Mitarbeiter Toyodas. Denn der Toyota-Chef ist selbst ein begeisterter Rennfahrer und liebt die Freude der Messebesucher am Fahren.

Seit er Chef ist, versucht er daher Toyota den Ruf des automobilen Biedermeier auszutreiben. „Wenn es keinen Spaß macht, ist es kein Auto“, hat er 2011 seine neue Marschrichtung veröffentlicht. Toyotas Gazoo-Racing-Team, ein Kind seiner ersten Führungsaufgaben im Vorstand, war daher damals schon lange auf der Messe dabei. Auch Akio Toyoda fehlte selten.

Toyota-Chef Akio Toyoda ist prominent als Comic-Figur auf der Bühne präsent. Quelle: Martin Kölling
Rennfahrer Morizo

Toyota-Chef Akio Toyoda ist prominent als Comic-Figur auf der Bühne präsent.

(Foto: Martin Kölling)

Ob er allerdings auch dieses Jahr kommen wollte, blieb unklar. Die amerikanische Motorshow läuft schließlich und der Konzern wurde vom kommenden US-Präsidenten Donald Trump gerade dafür an den Pranger gestellt, neben all seinen Werken in den USA auch ein neues in Mexiko aufzubauen. Toyoda versucht daher die Wellen zu glätten.

Diese Woche kündigte er auf der nordamerikanischen Autoshow an, in den kommenden fünf Jahren zehn Milliarden US-Dollar in den USA investieren zu wollen. Dann traf er noch den kommenden US-Vizepräsidenten Mike Pence. Immerhin steht der Konzernchef prominent als Comic-Figur auf der Bühne – im Rennanzug mit seinem Rennfahrerpseudonym Morizo auf der Brust.

Eine Fanbasis für deutsche Autos

Toyodas Vorstoß hat mit der Zeit alle Hersteller mitgezogen. Doch noch immer ist keiner so massiv vertreten wie Japans Branchenprimus. Neben dem Stand des Rennteams stellt Lexus spoilerbestückte Renn- und Tuningideen aus. In einer anderen Halle gibt es verspielte Versionen von Toyotas scharf geschnittenen Mini-SUV CH-R. Zudem ist Toyotas Autotechnik-College mit Konzepten vertreten, darunter mit einem „Meeresauto“, bei dem allerlei Meeresgetier auf die Karosserie geklebt wurde.

Und auch deutsche Autokultur steht wie im Alltag hoch im Kurs. Nicht nur das Importsegment des japanischen Automarkts wird in Japan von BMW, Daimler und VWs Marken nahezu monopolisiert. Die deutschen Autos sind auch bei Tunern beliebt. Die Zuneigung geht sogar so weit, dass sich viele japanische Lieferanten und Tuner deutsch klingende Namen geben.

Einer dieser Fans ist Makoto Fujita. „Ich mag deutsche Autos“, sagt er. Er hat daher eine Aloha-Version des VW Beetle gebaut. Chrom und Metall hat er durch eigene Holzarbeiten ersetzt. Selbst das VW-Zeichen an der Haube ist selbst geschnitzt. Und in der Windschutzscheibe steht: „Germany Yell Aloha!“ Damit trifft er das Motto des Tokyo Auto Salon ziemlich genau: Eine Automesse sollte nicht nur um PS und Technik drehen. Erlaubt ist, was Spaß macht.

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