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Volvo-Tochter Polestar 2 – Dieser Schwede will das Tesla Model 3 herausfordern

Der Polestar 2 soll dem Massenmodell von Tesla die Stirn bieten. Dafür setzen die Schweden aber auch auf eine selbstbewusste Preispolitik.
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Der selbstbewusste Schwede soll den Elektromarkt erobern.
Polestar 2

Der selbstbewusste Schwede soll den Elektromarkt erobern.

DüsseldorfArroganz ist man von Schweden eigentlich gar nicht gewohnt. Umso mehr machte eine Anzeige des Volvo-Ablegers Polestar vor einigen Wochen Schlagzeilen.

In einem fiktiven Brief machte die Marke Schluss mit der Autoindustrie. „Bitte verstehe, dass ich nicht länger auf Dich warten kann. Von hier an gehen wir getrennte Wege“, ließen die Schweden ausrichten.

Künftig will man sich nicht mehr mit der klassischen Konkurrenz messen, sondern hat andere Gegner auserkoren. Zum Beispiel das Tesla Model 3, jenes Massenmodell, das einen der erfolgreichsten Produktstarts der Automobilgeschichte hingelegt hat.

Auf dem Autosalon in Genf, der Anfang kommende Woche eröffnet wird, wollen die Schweden ihren Herausforderer präsentieren. Der Polestar 2 besetzt genau das Segment, auf das es auch Tesla abgesehen hat.

Genau so selbstbewusst wie die Werbung ist auch die Preispolitik der Schweden. In den ersten zwölf Monaten soll der kompakte Schwede für 59.900 Euro verkauft werden – und ist damit sogar noch leicht teurer als die Einstiegsvariante des Tesla Model 3. Erst danach will man den Preis auf 39.900 Euro senken. Perspektivisch soll das Elektroauto dann auch im Abo angeboten werden.

Das Infotainment-System basiert auf Googles Android.
Digitales Innenleben

Das Infotainment-System basiert auf Googles Android.

Dafür macht der kleine Polarstern seinem Premiumanspruch alle Ehre. Die Batteriekapazität fällt mit 78 Kilowattstunden etwas größer als beim Model 3 aus. Und die Reichweite von 500 Kilometern nach WLTP kann sich ebenfalls mit Tesla messen.

Mit zwei Elektromotoren und einer Leistung von 300 kW (408 PS) hat der Schwede etwas mehr Power als das Einstiegsmodell von Tesla und sprintet daher auch etwas schneller, genauer in 4,7 Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer.

„Das Laden des Polestar 2 wird mit einem intelligenten, praktischen und umfassenden Ansatz gelöst“, verspricht die Volvo-Tochter. Nach Herstellerangaben ist das Modell sowohl mit AC- als auch mit DC-Ladesäulen kompatibel und kann mit bis zu 150 kW geladen werden. Ein entsprechendes Hochspannungskabel kostet allerdings extra.

Im Inneren setzt Volvo auf die Systeme von Partner Google. Das Infotainment-System basiert auf Android. Google Maps und Apps aus dem Play Store sind mit an Bord und lassen sich über einen elf Zoll Touchscreen steuern.

Der kompakte Polestar ist markanter gezeichnet als seine Volvo-Geschwister.
Markante Optik

Der kompakte Polestar ist markanter gezeichnet als seine Volvo-Geschwister.

Anders als Tesla dürften sich die Schweden auch mit der Serienproduktion weniger schwertun. Der Polestar 2 wird auf der Plattform CMA gebaut, die Volvo gemeinsam mit Geely entwickelt hat und heute schon nutzt. Damit teilt er sich eine technische Basis mit dem Volvo V40 und dem XC40.

Optisch wagt man sich bei dem Modell allerdings weiter nach vorne als beim etwas biederen V40. Mit 4,60 Metern ist der Schwede etwas länger als sein Schwestermodell, aber kürzer als ein Model 3. Am Heck greift man den aktuellen Designtrend auf und arbeitet mit einer durchgezogenen LED-Linie.

Die markanten Rückleuchten des hybriden Polestar 1 bleiben erhalten. Und in den Frontleuchten findet sich – wie bei anderen Volvo Modellen – Thors Hammer wieder. Anders als es der Markenname vermuten lässt, wird das Modell allerdings nicht im hohen Norden gebaut, sondern in Fernost. Anfang 2020 soll die Produktion in China starten.

Mehr: Kommende Woche eröffnet der Autosalon. Lesen Sie hier, was in diesem Jahr die Neuheiten von Genf sind – von A wie Aston Martin bis V wie Volkswagen.

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