Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Von Fiat erwartet der durchschnittliche deutsche Autokäufer nicht mehr allzu viel Eine italienische Wiedergeburt

Ab dem heutigen Samstag steht der neue Croma bei den Händlern. Mit dem Auto kehrt der italienische Hersteller nach elf Jahren Abstinenz in die Mittelklasse zurück.
  • Jürgen Pander
Für größeres Bild bitte Lupe anklicken.

Der neue Fiat Croma fährt ohne Ecken und Kanten in die Showrooms der Händler.

"Das italienische Auto, das Sie nicht erwartet hätten.“ Einerseits ist das der Werbeslogan für den neuen Fiat Croma, andererseits aber wirft der Satz die Frage auf, was man überhaupt von Fiat erwartet. Pfiffige Kleinwagen? Rassige Cabriolets? Oder gar Rostflecken und Elektronikprobleme?

Die Wahrheit ist: Von Fiat erwartet der durchschnittliche deutsche Autokäufer nicht mehr allzu viel. Deshalb ist das neue Modell tatsächlich ein unerwartetes Auto dieser Marke. Nach elf Jahren Pause lassen die Italiener ihre Mittelklasse-Baureihe unter dem alten Namen Croma wiederaufleben. Ein Auto mit Überraschungspotenzial.

Da ist zunächst die äußere Form. War der alte, von 1985 bis 1994 gebaute Croma ein Auto mit Ecken, Kanten und Ebenen, fährt der Neue mit weichen, fließenden, organischen Formen vor. Giorgetto Giugiaro schuf das Design des neuen Croma. Das Wesentliche am neuen Croma, der auf der gleichen Plattform aufbaut wie die Opel-Modelle Signum und Vectra, ist aber weniger die äußere Form, sondern das grundlegende Konzept: Das 1,60 Meter hohe Auto ist eine Mischform aus Kombi und Van. „Komfort Wagon“, nennt Signore Giugiaro seine fünfsitzige Kreation. Für die Passagiere bedeutet dies eine aufrechte Sitzposition sowie eine enorme Kopffreiheit. Selbst das Gepäck reist großzügig: Der Kofferraum fasst je nach Stellung der Rücksitzlehne zwischen 500 und 1610 Liter.

Wer auf dem Fahrerplatz des Croma landet und eine Testrunde mit dem Auto dreht, erlebt eine weitere Überraschung: Der Wagen bietet einen sehr guten Fahrkomfort und bewegt sich auch über ruppige Straßen angenehm leise. Insofern erfüllt der Croma seinen Auftrag, „Botschafter einer neuen Qualität bei Fiat“ zu sein, wie es Manfred Kantner formuliert, der neue Chef der Marke in Deutschland.

Schließlich überrascht der Croma auch durch seine Ausstattung. Ab Werk treten alle Varianten mit ABS, ESP und sieben Airbags an, wovon einer ein Knieairbag für den Fahrer ist, weshalb das Zündschloss vom angestammten Platz rechts neben dem Lenkrad in die Mittelkonsole verlegt wurde. Des Weiteren gehören Klimaanlage, Wärmeschutzverglasung, zweifach verstellbares Lenkrad, Kühlbox in der Mittelkonsole, elektrische Fensterheber vorne und hinten sowie elektrisch verstellbare und beheizbare Außenspiegel dazu.

Das Paket ist also durchaus ordentlich. Anders ginge es auch gar nicht für einen Newcomer in einem Segment mit starker Konkurrenz, zu der zum Beispiel die Kombiversionen von Ford Mondeo, Opel Vectra, Renault Laguna, Citroen C5 oder der Peugeot 407 SW gehören. Im kommenden Jahr will Fiat allein in Deutschland 5000 Exemplare verkaufen. Ein ambitioniertes Ziel, doch was sonst hätten Sie von Fiat erwartet?

Auf einen Blick

Das Auto: Geräumiges, gut ausgestattetes Mittelklasse-Modell, das den Brückenschlag zwischen Van und Kombi versucht

Motoren: ein Benziner (2,2 Liter), drei Diesel (1,9 und 2,4 Liter) mit Rußpartikelfilter

Leistung: 120 bis 200 PS (88 bis 147 kW)

Beschleunigung: von 0 auf 100 km/h in 10,1 Sekunden (Croma 2.2)

Spitze: 210 km/h (Croma 2.2)

Verbrauch: Liter (Croma 2.2)

Preise: ab 21 900 Euro

Quelle: NEWS Frankfurt

Startseite
Serviceangebote