Wegen niedrigen Spritpreisen Wenig Kaufinteresse an Hybrid- und Elektro-Autos

Angesichts niedriger Kraftstoffpreise geraten Neuwagen mit alternativen Antrieben ins Hintertreffen. Käufer suchen nach mehr PS und sportlichen Geländewagen . Für Premium-Hersteller birgt der Trend enorme Risiken.
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Niedrige Kraftstoffpreise verführten Neuwagenkäufer dazu sich immer wniger für alternative Antirebe zu entscheiden, stellt eine aktuelle Studie fest. Quelle: ap
Display des neuen Tesla Model S 70D

Niedrige Kraftstoffpreise verführten Neuwagenkäufer dazu sich immer wniger für alternative Antirebe zu entscheiden, stellt eine aktuelle Studie fest.

(Foto: ap)

DüsseldorfNiedrige Kraftstoffpreise verführen deutsche Neuwagenkäufer dazu, mehr PS und verstärkt Geländewagen für die Straße (SUV) zu kaufen. Diese Entwicklung lässt alternative Antriebe wie Plug-In-Hybrid und Flüssiggas geradezu verkümmern. Das ist das Ergebnis einer Studie des Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen.

Obwohl 59 verschiedene alternative Fahrzeugmodelle (Hybride-, Plug-In-Hybride-, und Elektro-Autos) aller Automarken aktuell in Deutschland im Angebot sind, haben die deutschen Anbieter pro Modell 2014 monatlich nur 14 Fahrzeuge verkauft, sagt CAR-Leiter und Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer.

Von den Marken Audi, BMW, Ford, Mercedes, Opel, Porsche und VW wurden 2014 insgesamt 1,879 Millionen Pkw in Deutschland neu zugelassen. Darunter waren 8.463 Fahrzeuge mit Hybrid, Plug-In-Hybrid oder reinem Elektroantrieb, inklusive der Eigenzulassungen. Hersteller und Händer lassen je nach Marke laut CAR-Zahlen zwischen 61 und 92 Prozent der Alternativ-Autos auf sich selber zu. Zieht man diese ab, verbleiben für das vergangene Jahr nur 4.814 Zulassungen auf Privatkunden oder Unternehmen.

Mittlerweile habe der Durchschnitts-Neuwagen in Deutschland 143 PS unter der Haube, stellt die CAR-Studie weiter fest. Und der Prognose Dudenhöffers zufolge könnten 2015 hierzulande erstmals mehr als 600.000 SUV zugelassen werden.

Für die deutschen Autobauer sind beide Trends nicht ohne Risiko, denn ab dem Jahr 2021 brauchen vor allem die Premium-Hersteller, die vorwiegend hubraumgrößere und PS-stärkere Fahrzeuge verkaufen, die Plug-In-Hybride zur Erfüllung der strengeren CO2-Vorgaben beim Flottenverbrauch durch die EU-Kommission. Im Kampf für mehr Klimaschutz dürfen die Flotten 2021 laut EU im Schnitt nur noch 95 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer ausstoßen - aktuell liegen deutsche Autobauer mit durchschnittlich 133 Gramm pro Kilometer etwa 40 Prozent über diesem Zielwert.

"Billiger Dieseltreibstoff macht aktuell jeden Plug-In Hybriden, jedes Elektroauto und jedes Gasfahrzeug zum Ladenhüter“, stellt Dudenhöffer fest. „Es macht für Kunden wenig Sinn, 10.000 Euro mehr für ein Plug-In-Fahrzeug auszugeben, Stromladezeiten und Umstände in Kauf zu nehmen bei nahezu gleichem Treibstoffverbrauch wie beim Diesel.“ Dieselkraftstoff ist derzeit mit durchschnittlich knapp 1,16 Euro/Liter wieder so billig wie zuletzt im Jahr 2009.

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2 Kommentare zu "Wegen niedrigen Spritpreisen: Wenig Kaufinteresse an Hybrid- und Elektro-Autos"

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  • dinge, die der Mensch nicht braucht
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    An erster Stelle steht da ein e-Mobil.
    ■ Zu teuer
    ■ Zu geringe Reichweite (max. 150 km) Mit einem Diesel kommt man locker auf 1.000km
    ■ Zu langsam
    ■ Kaum Tankstellen
    ■ Ungeeignet für eine Urlaubsfahrt (siehe oben)

    Deshalb werden sie auch nur von den Herstellern selbst oder von staatlichen Betrieben eingesetzt.
    Haben Merkel und Gabriel auch schon ein e-Mobil als Dienstwagen?
    Natürlich nicht!

  • Der Grund für das geringe Kaufinteresse an Elektro-Wägen ist nicht der geringe Spritpreis, sondern die mangelnde Kompatibilität solcher Antriebe mit unserem Klima. In den USA werden die meisten E-Autos in Kalifornien verkauft. Da gibt es keine Minustemperaturen wie in Deutschland. Es würde mich nicht wundern, wenn in den nördlichen Gefielden der USA noch weniger Elektrovehikel gekauft würden, als bei uns.

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