Wichtigste Neuheiten des Autosalons Paris kompakt

Der Pariser Salon gilt als letzte wichtige Automesse des Jahres. Auffällig ist: Die Hersteller präsentieren zahlreiche Kompakt- und Kleinwagen. Doch natürlich sind an der Seine auch kraftvolle Sportautos zu sehen.
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Erst kürzlich wurde der neue Golf der Weltöffentlichkeit präsentiert. Wie immer hegt Volkswagen hohe Erwartungen an dessen Verkaufserfolg. Quelle: Pressefoto

Erst kürzlich wurde der neue Golf der Weltöffentlichkeit präsentiert. Wie immer hegt Volkswagen hohe Erwartungen an dessen Verkaufserfolg.

(Foto: Pressefoto)

ParisKeine Frage: Der neue VW Golf wird einer der Stars auf dem Pariser Autosalon (29. September bis 14. Oktober) sein - aber längst nicht der einzige. Denn zur siebten Generation des deutschen Bestsellers aus Wolfsburg, dessen Verkauf noch im dritten Quartal dieses Jahres starten soll, gesellen sich viele weitere kompakte Modellneuheiten anderer Hersteller.

Toyota wird beispielsweise in der gleichen Messehalle wie Volkswagen die zweite Generation des Auris präsentieren. Ein direkter Gegner des Golfs. In Japan ist das Kompaktmodell seit kurzem im Handel. Hierzulande wird der neue Auris um den Jahreswechsel auf den Markt kommen. Als Kombi soll es ihn dann ab Mitte 2013 geben. Mit neuen Motoren ist laut Pressesprecher Thomas Heidbrink erst ab 2014 im Rahmen der neuen Kooperation mit BMW zu rechnen. Neben dem Auris stellt Toyota in Paris eine überarbeitete Fassung des Minivans Verso und das Sportcoupé GT 86 in einer auf 221 kW/300 PS gebrachten Version vor.

Die VW-Tochtermarke Seat zeigt den Leon, der wie der Golf den sogenannten Modularen Querbaukasten (MQB) des Konzerns nutzt. Neu motorisiert und mit einem für alle Varianten lieferbaren Start-Stopp-System, soll der Normverbrauch um bis zu 22 Prozent zurückgehen. Die Markteinführung ist für Ende November geplant.

VW-Konzerntochter Audi bringt ebenfalls neue Kompakte nach Paris: Der A3 wird auf dem Salon als Sportback mit fünf Türen und als Sportversion S3 stehen. Außerdem haben die Ingolstädter den Supersportwagen R8 überarbeitet. Neu ist das Top-Modell R8 V10 plus mit 404 kW/550 PS, das mit Automatikgetriebe den Sprint auf 100 km/h in 3,5 Sekunden absolvieren und maximal 317 km/h erreichen soll.

Kleinere Brötchen backt Opel: Das Messe-Highlight der Marke wird laut dem Pressesprecher Michael Blumenstein der neue Adam sein. Gut zwei Monate nach der Premiere soll der 3,70 Meter lange Kleinwagen zu haben sein, der als Konkurrent des Fiat 500 oder Mini gedacht ist.

Mit Allrad statt Heckantrieb: Das Pariser Messe-Highlight bei Porsche ist der 911 Carrera 4. Quelle: Pressefoto

Mit Allrad statt Heckantrieb: Das Pariser Messe-Highlight bei Porsche ist der 911 Carrera 4.

(Foto: Pressefoto)

Bei BMW-Tochter Mini steht die mittlerweile siebente Variante - der Mini Paceman - im Rampenlicht. Der Zweitürer basiert technisch auf dem SUV Countryman, ist aber coupéartiger gezeichnet. Der Mutterkonzern BMW dagegen hüllt sich über seine Paris-Neuheiten noch in Schweigen. In der Fachpresse war über ein Van-Konzept des 1er zu lesen («auto motor und sport»), das auf der Messe debütieren soll.

Auch Mercedes übt sich in Geheimniskrämerei. Einem Bericht der Zeitschrift «Auto Bild» zufolge wollen die Stuttgarter mit dem CLA ein weiteres viertüriges Coupé bringen - ähnlich wie der CLS, nur kleiner. Logisch wäre dieser Schritt, denn Mercedes zeigte im Frühjahr auf der Messe Auto China in Peking die Studie Concept Style Coupé auf Basis der A-Klasse.

Japanischer Golf-Gegner: Die zweite Generation des Auris ist eines von vielen neuen Kompaktmodellen. Quelle: Toyota

Japanischer Golf-Gegner: Die zweite Generation des Auris ist eines von vielen neuen Kompaktmodellen.

(Foto: Toyota)

Bei Porsche wird das Messe-Highlight der 911 Carrera 4 sein. Das Allradmodell mit verbreiterter Karosserie kommt zum Jahreswechsel in den Handel. Auch der kleine Bruder des Panamera, der auf dem Audi Q5 basierende Macan, dürfte in Paris ausgestellt sein.

Jaguar präsentiert mit dem F-Type einen kleinen Sportwagen, der das Erbe des legendären E-Type antreten soll. Der als Roadster und Coupé geplante Zweisitzer mit Aluminiumkarosserie knüpft an die IAA-Studie C-X16 an und kommt laut Jaguar Mitte 2013 auf den Markt.

Audi hat seinen Supersportwagen R8 überarbeitet und zudem eine neue Topvariante mit 550 PS (im Bild) auf die Räder gestellt. Quelle: Pressefoto

Audi hat seinen Supersportwagen R8 überarbeitet und zudem eine neue Topvariante mit 550 PS (im Bild) auf die Räder gestellt.

(Foto: Pressefoto)

Sehr wahrscheinlich ist, dass es beim ehemaligen Jaguar-Eigner Ford den neuen Mondeo zu sehen gibt, der ebenfalls 2013 in den Verkauf gehen dürfte. Bekannt ist bereits, dass das Marken-Flaggschiff neue Sicherheitssysteme wie einen Gurtairbag für Fondpassagiere und einen programmierbaren Schlüssel bekommt. Außerdem ist eine überarbeitete Fassung des Kleinwagens Fiesta zu erwarten.

Als Kleinwagen aus dem Gastgeberland gibt der neue Renault Clio seinen Einstand. Erstmals bekommt das Auto einen 0,9 Liter großen Dreizylinder-Turbobenziner. Peugeot dagegen will mit der Serienversion des 208 GTI mit rund 147 kW/200 PS das Interesse der Messebesucher auf sich ziehen. Und bei Citroën wird wohl der Kleinwagen DS3 als Cabrio im Rampenlicht stehen. Die offene Modellvariante soll zur nächsten Freiluftsaison auf den Markt kommen.

Vierte Auflage: Renault stellt auf dem Pariser Autosalon Ende September den neuen Clio vor. Quelle: Pressefoto

Vierte Auflage: Renault stellt auf dem Pariser Autosalon Ende September den neuen Clio vor.

(Foto: Pressefoto)

Aus Fernost ist neben Toyota und anderen der koreanische Hersteller Kia mit einer Neuauflage des Kompaktvans Carens vertreten. Mazda will die Kombiversion des neuen Mazda6 vorstellen.

Modelle mit Elektroantrieb sind auf dem Pariser Salon eher von untergeordneter Bedeutung. Der Zeitschrift «auto motor und sport» zufolge parkt zwar zum Beispiel auf dem Messeparkett der batteriebetriebene Supersportwagen SLS E-Cell von AMG. Den «blue e-motion» genannten Elektro-Golf, den VW Ende 2013 auf den Markt bringen will, wird es allerdings noch nicht zu sehen geben.

BMW zeigt seinen ersten Van
mid Paris - Der BMW Concept Active Tourer nimmt die Maße des für nächstes Jahr erwarteten BMW-Van vorweg: 4,35 Meter lang, 1,83 Meter breit und 1,56 M
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Seinen Concept Action Tourer zeigt BMW auf dem Pariser Autosalon (29.09. bis 14.10.2012). Das Konzeptauto gewährt einen Ausblick auf den kommenden Kompakt-Van und die geplante Frontantriebsreihe. Als Plug-in-Hybrid demonstriert es ferner künftige Antriebsvariante in Fahrzeugen der Kompaktklasse.

Der BMW Concept Active Tourer nimmt die Maße des für nächstes Jahr erwarteten BMW-Van vorweg: 4,35 Meter lang, 1,83 Meter breit und 1,56 Meter hoch bei einem Radstand von 2,68 Meter ...

mid Paris - Die Frontpartie des BMW Concept Active Tourer zeigt, wie der für 2012 erwartete Van ausehen könnte. Scheinwerfer, Frontgrills und Motorhau
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Die Frontpartie des BMW Concept Active Tourer zeigt, wie der für 2012 erwartete Van ausehen könnte. Scheinwerfer, Frontgrills und Motorhaube sehen seriennah aus.

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Über 30 Kilometer kann die Studie rein elektrisch zurücklegen. Zudem kann der Concept Active Tourer im Schubbetrieb den Verbrennungsmotor bei einer Geschwindigkeit von bis zu 125 km/h vollständig abschalten. Darüber hinaus entkoppelt er ihn bis zu einer Geschwindigkeit von 160 km/h vom Antriebsstrang und ermöglicht so komfortables Fahren unter optimaler Ausnutzung der bereits erzeugten Bewegungsenergie.

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Unter der Haube kommt der neu entwickelte 1,5-Liter-Dreizylinder zusammen mit dem Elektromotor auf eine Systemleistung von mehr als 140 kW / 190 PS. Der Benziner treibt die Vorderachse an, der Elektromotor wirkt auf die Hinterachse und kann das Fahrzeug bei Bedarf auch allein antreiben.

So beschleunigt der BMW Concept Active Tourer in weniger als acht Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit des Plug-in-Hybrids liegt bei rund 200 km/h. Der Durchschnittsverbrauch nach EU-Norm beträgt weniger als 2,5 Liter je 100 Kilometer, was einem CO2-Ausstoß von weniger als 60 Gramm pro Kilometer entspricht.

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Der BMW ist mit dem Eco-Pro-Modus ausgestattet, der auch in den aktuellen Serienmodellen von BMW erhältlich ist, als zusätzliche Möglichkeit der Verbrauchsreduzierung. So verringert das System zur weiteren Effizienzsteigerung beispielsweise bei passenden Gelegenheiten die Leistung der Innenraumklimatisierung sowie weiterer elektrischer Komfortfunktionen und richtet entsprechend der aktuellen Fahrsituation den Einsatz sämtlicher Antriebskomponenten auf maximale Effizienz aus.

mid Paris - Gleich zwei Bildschirme überfluten beim BMW Concept Active Tourer den Fahrer mit Informationen.
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Zukunftsmusik bleibt gewiss das 10 Zoll große Instrumenten-Display, das hinter dem Lenkrad des Konzeptautos die bekannten Rundinstrumente ersetzt und weitere Anzeigeoptionen bietet. Ein weiterer, 8 Zoll großer Info-Bildschirm zeigt den Betriebszustand des Hybridantriebs und das Navigationssystem an. Bleibt zu hoffen, dass die Bildschirme den Fahrer mit Informationen nicht überfluten ...

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Der Tourer ist mit dem mehrfarbigen Head-up-Display der jüngsten Generation ausgestattet. Es projiziert alle wichtigen Informationen in brillanter Auflösung über eine ausfahrbare Glasfläche direkt in das Sichtfeld des Fahrers. Die Intensität der Projektionen passt sich automatisch immer optimal den Lichtverhältnissen an. Dabei folgt das Tag- und Nachtdesign analog der Instrumenten-Darstellung.


Der Pariser Autosalon 2012
Wann und wo: Vom 29. September bis 14. Oktober auf dem Messegelände der französischen Hauptstadt.
Eintritt: Tageskarten kosten 13 Euro (ermäßigt: 7 Euro).
Öffnungszeiten: Täglich von 10.00 bis 20.00 Uhr (donnerstags und freitags bis 22.00 Uhr).
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