Autopflege Was taugen eigentlich Lackversiegelungen?

Nach der Wäsche soll das Auto möglichst lange strahlen und gut konserviert sein. Sachverständige haben jetzt moderne Pflegeprodukte miteinander verglichen. Ausgerechnet das teuerste Mittel konnte nicht glänzen.
Lotuseffekt: Ist der Autolack mit einem speziellen Mittel versiegelt, kann Wasser leichter abperlen. Vorteil: Weniger Schmutzanhaftungen. Quelle: GTÜ
Lackversiegelung im Test

Lotuseffekt: Ist der Autolack mit einem speziellen Mittel versiegelt, kann Wasser leichter abperlen. Vorteil: Weniger Schmutzanhaftungen.

(Foto: GTÜ)

Die Gesellschaft für technische Überwachung (GTÜ) hat konservierende Versiegelungen getestet, die die hydrophoben Eigenschaften des Lacks verbessern. So finden Wassertropfen keinen rechten Halt auf der Karosserie und laufen mit dem gelösten Straßenschmutz schneller wieder ab. Der neueste Trend sind synthetische Lackversiegelungen auf Polymerbasis, die wirkungsvoller als klassische Autowachse auf dem Blech haften sollen, stärker aushärten und eine höhere Schichtdicke erreichen können. Das macht sie resistenter gegen Waschanlagenbürsten und Chemikalien in Waschzusätzen. So bleiben Glanz und Konservierungswirkung länger erhalten.

Getestet wurden sechs synthetische Lackversiegelungen. Testsieger mit dem Prädikat „sehr empfehlenswert“ wurde Sonax Xtreme Protect + Shine Hybrid NPT vor Armor All Shield Lackversiegelung.

Als „empfehlenswert“ erwiesen sich Meguiar's Mirror Glaze Professional Synthetic Sealant 2.0 und Menzerna Power Lock Ultimate Protection, als „bedingt empfehlenswert“ Chemical Guys Jet Seal und Chem-Tools Acryshield.

Ein Dutzend Bewertungskriterien dienten der Einstufung der Testprodukte. Zum Start studierten die GTÜ-Prüfer die Bedienungsanleitungen, die ihnen nicht immer aussagekräftig erschienen. So liefert Menzerna zwar ein paar markige Werbesprüche, aber keinerlei Hinweise darauf, wie Power Lock zu verwenden sei.

Bei den Themen Auftrag und Handhabung sowie Trockenzeit und Abwischen zählte der Komfort für den Anwender. Die GTÜ-Experten bearbeiteten dazu einen gut erhaltenen, sechs Jahre alten 1er-BMW mit schwarzem Buntlack und einen zwei Jahre jungen VW Passat Variant in Schwarz-metallic. Auf Motorhaube und Dach der beiden Fahrzeuge waren jeweils Testfelder für die einzelnen Produkte abgeklebt worden.

Im Ergebnis sollten die Versiegelungen beim Schwammauftrag weder kleben, noch bremsen und möglichst nur kurz antrocknen müssen. Das überschüssige Material sollte mit einem Poliertuch bei minimalem Kraftaufwand ohne zu schmieren wieder abgenommen werden können.

Vier von sechs Lackversiegelungen auf Polymerbasis sind empfehlenswert. Quelle: GTÜ
GTÜ-Test

Vier von sechs Lackversiegelungen auf Polymerbasis sind empfehlenswert.

(Foto: GTÜ)

Nach Auftrag der Versieglungen auf die Testwagen und in der Abfolge von zehn Waschprogrammen in einer Portalwaschanlage beurteilte die GTÜ den Zustand des Lackes hinsichtlich Farbauffrischung, Gleichmäßigkeit, Glanzgrad und Glanzschleier. Farbfrische und störende Streifen, Schlieren oder Wolken wurden mit dem Blick des Lackprofis beurteilt.

Die Bestimmung von Glanzgrad und Glanzschleier hingegen erfolgte mit einem speziellen optischen Messgerät. Der Glanzgrad ist dabei eine Maßzahl dafür, wie stark ein einfallender Lichtstrahl vom Lack reflektiert wird. Glanzschleier entsteht durch Streulicht. Je weniger Streulicht gemessen wird, desto besser hat die Versiegelung gewirkt.

Die meisten Punkte konnten sich die getesteten Versiegelungen mit der Qualität der Konservierungswirkung verdienen. Die leistungsstärksten Versiegelungen von Sonax und Armor All lieferten bis zur fünften Wagenwäsche sogar sehr gutes bis gutes Netzverhalten.

Nach Wäsche Nummer zehn zeigte Armor All immerhin noch befriedigendes Netzverhalten. Sonax hingegen lag da immer noch bei sehr guten bis guten Konservierungsergebnissen.

Abfall in der Tür, Hammer für China
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Die Sonnenbrille ist der Gegenstand, den Autofahrer am einfachsten in ihrem Fahrzeug zur Hand haben wollen. Dies geht aus einer weltweit durchgeführten Studie von Johnson Controls hervor. Die Erhebung unter dem Titel „Stuff in Cars“ soll Designern Aufschluss über die künftige Gestaltung von Ablagemöglichkeiten im Auto geben ...

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... Die Erhebung hat zum Beispiel auch ergeben, dass im Zeitalter von Navigationsgeräten und MP3-Playern dem Verstauen von Landkarten und CDs nach wie vor eine große Bedeutung beigemessen wird.

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Ungefähr 2.000 Autofahrer in den USA, Europa und China wurden dazu befragt, wie sie diverse Gegenstände im Fahrzeug unterbringen, von langfristig aufbewahrten Dingen, wie z. B. Bedienungsanleitungen, bis zu Objekten, die lediglich kurzfristig abgelegt werden, wie beispielsweise Smartphones. Sie belegen hinter der Sonnenbrille den zweiten Platz.

huGO-BildID: 28589666 Navigationssystem im Auto, iPhone,
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Rang drei nehmen Navigationsgeräte ein. Verbraucher wünschen sich für sie eine gute Erreichbarkeit während der Fahrt.

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Die Ergebnisse legen ferner offen, dass Gegenstände, die nur gelegentlich benutzt werden, wie etwa Reiseführer oder Regenschirme, und auch Abfälle am häufigsten in der Tür verstaut werden.

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... ein fast alltägliches Problem. Wenn man nicht gerade Rolls-Royce fährt, wo der Regenschirm auch schon mal in der Tür verschwindet.

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Während einige Gegenstände in der Top-Ten-Liste aller Länder auftauchen sind andere Gegenstände ausschließlich in bestimmten Regionen zu finden. Garagentoröffner erscheinen beispielsweise nur in der Top-10-Liste der USA.

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