Bußgelder im Winter Womit Eiskratz-Muffel und Warmläufer rechnen müssen

Mit den tiefen Temperaturen gelten auch weitere Regeln. Falsches Verhalten auf winterlichen Straßen kann teuer werden.
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Recht: Bußgelder im Winter - Womit Eiskratz-Muffel und Warmläufer rechnen müssen Quelle: ACE
Bußgelder im Winter

Womit Eiskratz-Muffel und Warmläufer rechnen müssen

Wenn in den nächsten Tagen und Wochen vermehrt Schnee auf die Straßen rieselt, müssen Autofahrer besonders vorsichtig unterwegs sein. Und ein paar zusätzliche Regeln beherzigen. Selbstverständlich sollte eine geeignete Winterausrüstung vorhanden sein. Die Straßenverkehrsordnung schreibt für Pkw der Witterung entsprechende Reifen vor – in der kalten Jahreszeit sollten daher Winterreifen aufgezogen sein. Ist das nicht der Fall, drohen 60 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg.

Bei Behinderung des Verkehrs werden 20 Euro extra fällig, bei Gefährdung steigt das Bußgeld auf 100 Euro, bei einem Unfall auf 120 Euro. Auch die Versicherung kann bei einem selbstverschuldeten Unfall mit falschen Reifen Ärger machen.

Auf bestimmten Strecken können neben Winterreifen auch Schneeketten vorgeschrieben sein. Selbst Allradfahrzeuge müssen dann an mindestens einer Antriebsachse Ketten aufziehen - sonst droht dem Fahrer ein Verwarnungsgeld.

So machen Sie Ihr Auto winterfest
Der Winter ist im Anmarsch
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Nach ersten Schneefällen bis ins Flachland drohen im Berufsverkehr überall gefährlich glatte Straßen. Höchste Zeit also, Ihr Auto fit für den Winter zu machen. Zehn Tipps, die es zu beachten gilt:

Enteisungsspray
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Im Winter kann nachts so einiges am Auto einfrieren – unter anderem die Türgriffe. Um an einem eisigen Wintermorgen schnell ins Auto zu kommen, sollte man Enteisungsspray dabei haben. Dieses sollte aber natürlich in der Garage oder der Wohnung aufbewahrt werden, denn im Handschuhfach hinter der vereisten Türe bringt es nichts.

Einfrierende Türen vermeiden
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Ebenso unangenehm wie eingefrorene Türgriffe sind komplett eingefrorene Türen. Mit einem Pflegestift aus Silikon oder Hirschtalg für die Gummidichtungen der Türen kann man verhindern, dass Türen zufrieren.

Frostschutz für die Scheibenwischeranlage
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Vorgemischte Frostschutzmittel für die Scheibenwischeranlage können direkt in den Behälter gegossen werden, „Reiniger-Konzentrate“ sollten vorher mit Wasser vermischt werden. In Deutschland reicht meist eine Konzentration, die Temperaturen von bis zu minus 25 Grad standhält. Wichtig ist, dass das Frostschutzmittel  für die Kunststoff-Scheiben der Scheinwerfer verträglich ist.

Verteilung des Frostschutzes
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Das Frostschutzmittel muss sich nach dem Auffüllen zunächst gut verteilen. Dafür sorgt man, indem die Scheibenwischeranlage nach dem Auffüllen so lange betätigt wird, bis sich die Mischung von der Pumpe bis zu den Düsen verteilt hat.

Winterreifen
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Von O bis O, so sagt es die alte Autofahrer-Binsenweisheit, sind Winterreifen angesagt – also von Oktober bis Ostern. Also ab in die Werkstatt und einen Termin zum Reifenwechsel vereinbaren. Hier finden Sie den aktuellen Winterreifen-Test des Auto Club Europa (ACE) und der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ).

Scheinwerfer
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Sehen und gesehen werden ist im Winter rund um die Uhr wichtig. Dementsprechend sind intakte Scheinwerfer ein absolutes Muss. Also entweder in der nächsten Tankstelle selber neue Leuchten kaufen und die defekten ersetzen oder das Auto in der Werkstatt vorbeibringen. Dabei unbedingt auch die Höheneinstellungen überprüfen lassen, damit entgegenkommende Fahrer nicht geblendet werden.

Damit freie Sicht gewährleistet ist, muss das Scheibenwaschwasser ein Frostschutzmittel enthalten - andernfalls drohen Bußgelder ab zehn Euro. Gleiches gilt, wenn bei Minustemperaturen nicht alle Scheiben freigekratzt, sondern nur mit einem kleinen Guckloch versehen werden.

Ebenfalls von Schnee befreit sein müssen Scheinwerfer, Blinker und Rückleuchten. Selbst vom Autodach muss die weiße Pracht entfernt werden, andernfalls können 25 Euro fällig werden. Fast ein Schnäppchen ist hingegen das Fahren mit verschneitem Kennzeichen: das kostet lediglich 5 Euro. Zu den winterspezifischen Verkehrssünden zählt auch das Warmlaufenlassen des Motors. Dafür werden zehn Euro fällig.

Zu Streit führen im Winter immer wieder verschneite Verkehrsschilder. In der Regel haben Autofahrer mit diesem Einwand vor Gericht aber keine Chance. Selbst bei starkem Schneefall wird man sich kaum damit herausreden können, dass Verkehrszeichen nicht erkennbar waren.

Das gilt vor allem für solche, die schon durch ihre Form eindeutig zu identifizieren sind, wie beispielsweise Stopp- oder Vorfahrtschilder. Diese müssen immer beachtet werde, sonst droht ein Bußgeld. Kein Verbot, sondern ein Gebot: Schneeräumdiensten und Streuwagen immer die Vorfahrt lassen und ausreichend Abstand halten. Denn sie machen den Weg frei.

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