Oft noch nicht als Hauptfahrzeug geeignet Was für, und was gegen Elektroautos spricht

Die Starthilfe per Subvention für Elektroautos ist beschlossene Sache. Doch nicht alle Alternativen werden gefördert. Für wen sich der Neuwagenkauf jetzt lohnt. Und warum Experten raten, trotz Kaufprämie abzuwarten.
  • dpa
Welche Elektro-Auto-Begriffe man kennen sollten
Tesla Model S
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Eine richtige Revolution in der Mobilität hat das Elektroauto bisher noch nicht ausgelöst. Doch die Stromer werden immerhin langsam im Straßenbild und auf den Höfen der Händler sichtbar. Und mit ihnen sickern auch einige neue Begriffe in den Wortschatz der Autofahrer ein. Eine kleine Vokabel-Übersicht ...

IAA 2011: Batterie für Elektroauto
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Akkumulator

Ein wiederaufladbarer Speicher für elektrische Energie auf elektrochemischer Basis. Im engeren Sinne ist mit Akkumulator beziehungsweise Akku lediglich eine einzelne Speicherzelle gemeint, allgemeinsprachlich werden aber auch die zusammengeschalteten Speicherelemente wie sie im E-Auto vorkommen als „Akku“ bezeichnet.

Auch die Bezeichnung „Batterie“ ist hierfür gängig, auch wenn sie historisch oder fachsprachlich in etwas eingeschränkterem Sinne genutzt wurde und wird. Häufig in der Bedeutung von „nicht-aufladbare Batterie“. Letztlich kann man „Batterie“ als Oberbegriff verstehen, unter den neben nicht-wiederaufladbaren Speichern eben auch Akkus fallen. In vielen Fällen werden beide Begriffe heute synonym verwendet, lediglich, wenn speziell die Wiederaufladbarkeit betont werden soll, empfiehlt sich das präzisere „Akku“.

Workshop zum Thema Elektromobilitaet von Opel
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Ampere

Einheit der elektrischen Stromstärke (A). Stellt man sich den Stromfluss analog als Fließen von Wasser durch ein Rohr vor, entspricht die Stromstärke dem Rohrdurchmesser. Der Wasserdruck ließe sich mit der Stromspannung (V) gleichsetzen. Beide Faktoren gemeinsam entscheiden, wie hoch die Leistung ist. Letztlich also, wie viel Energie für den Betrieb eines Wasserrades oder Motors zur Verfügung steht.

Null-Emmissions-Taxi mit Brennstoffzelle in London vorgestellt
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Brennstoffzelle

Spricht man von einem Brennstoffzellen- oder Wasserstoff-Fahrzeug, so ist dennoch ein Elektrofahrzeug gemeint. Bei diesem tank man statt Strom, Diesel oder Benzin aber flüssigen Wasserstoff. In einer chemischen Reaktion wird das Hydrogen in der Brennstoffzelle in elektrische Energie umgewandelt, die dann das Fahrzeug antreibt. Anders als bei reinen Elektrofahrzeugen ist die Infrastruktur für den Wasserstoff eine ungelöste Frage. Vorteil der Brennstoffzellenfahrzeuge ist ihre größere Reichweite.

huGO-BildID: 17868798 Mitsubishi Motors Corporation Führende Automobilhersteller für Standards bei der Elektromobilität * Projekt CHAdeMO* ni
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Chademo

Abkürzung für „Charge de Move“ und Bezeichnung des japanischen Schnellladesteckers-Systems, das vom Energiekonzern Tepco und den Autoherstellern Nissan, Mitsubishi, Toyota und Subaru entwickelt wurde. Die typische Ladeleistung liegt bei 50 kW, es sind allerdings auch höhere Werte möglich. Konkurrenzstandard ist das deutsche CCS-System, beide Steckertypen sind nicht kompatibel.

huGO-BildID: 33217718 Erfurt, 01.10.2013 Ein Elektroauto steht an einer öffentlichen Ladesäule der Stadtwerke Erfurt (SWE) auf dem Erfurter Domplatz.
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CCS

Steht für „Combined Charging System” und ist die deutsche Version des Schnellladesteckers für Gleichstrom mit hohen Ladeleistungen bis 170 kW. Er kommt lediglich als festes Ladekabel an Stationen vor. Genutzt werden kann er aktuell nur von sehr wenigen Fahrzeugen, etwa dem VW E-Up.

Der Konkurrenz-Standard ist das Chademo-System eines japanischen Konsortiums, der vor allem von japanischen und französischen Autos unterstützt wird. Alle Hersteller des europäischen Automobilhersteller-Verbandes ACEA unterstützen den CCS-Standard. 

Visitor looks at a Renault Twizy electric car at the European Motor Show in Brussels
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Elektroauto

Im engeren Sinne die Bezeichnung für ein batteriegetriebenes E-Auto mit oder ohne Range Extender. Im weiteren Sinne sind bezogen auf ihre Antriebsart auch Brennstoffzellen-Fahrzeuge E-Autos. Auch Plug-in-Hybride werden häufig – besonders in offiziellen Statistiken – den E-Autos zugeschlagen.

Ist ein Elektroauto für mich interessant? Die Diskussion um eine eventuelle Kaufprämie lässt viele Menschen darüber nachdenken. Experten zufolge ist die Zielgruppe noch nicht groß. „Das reine Elektroauto eignet sich im Moment in der Regel für kleine Kundengruppen als Zweit- oder Drittwagen”. Das erklärt Professor Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach.

„Insbesondere ist die Reichweite bei bestehenden Fahrzeugen außer bei Tesla viel zu gering.” Auch nach Aussagen des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) kommen Elektroautos für private Nutzer am ehesten dann infrage, wenn sie als Pendler Arbeitswege zwischen 30 und 50 Kilometer haben und zu Hause oder in der Firma Strom laden können.

Die heimische Garage muss aber entsprechend dafür ausgelegt sein: „Man sollte vorher einen Elektriker fragen, auch ob man zum Beispiel eine abgesicherte Ladeeinheit, die mit Starkstrom schneller lädt, installieren kann”, rät Bratzel. Wer noch nie Kontakt mit E-Autos hatte, werde in der Praxis feststellen: „Das macht schon Spaß, ein Elektroauto zu fahren. Die meisten sind ganz dynamisch ausgelegt.” Man müsse dann allerdings seine Wegstrecken besser planen.

Das sieht auch der ADAC so: „Autofahrer sollten vor dem Kauf des favorisierten E-Autos ihre persönlichen Stammstrecken Probe fahren, um sicher zu gehen, dass die Reichweite ausreicht”, empfiehlt Heiko Wolframm von dem Autoclub.

Dabei sollte man auch eine Reserve für einen zeitweise höheren Verbrauch einplanen - zum Beispiel durch die Heizung, eventuelle Umleitungen und auch für die mit der Zeit abnehmende Kapazität der Batterie.

Ähnlich wie bei Verbrauchsangaben zu Verbrennungsmotoren, sei auf die Reichweitenangaben der Hersteller auch bei E-Fahrzeugen nicht ausreichend Verlass, heißt es beim VCD.

Alternativ zum reinen E-Auto könnte auch ein sogenannter Plug-in-Hybridwagen infrage kommen. Bei diesem werden Verbrennungs- und Elektromotor kombiniert. Dies lohne sich für Menschen, die meist kurze und mittlere Strecken zurücklegen, aber zuweilen auch weitere Distanzen fahren wollen, erklärt der VCD.

Auf den kurzen und mittleren Strecken komme dann der Elektromotor zum Einsatz, bei den weiteren Strecken der Verbrenner. Plug-in-Hybride seien derzeit für die meisten Menschen die geeignetsten Autos mit einem Elektromotor. Auch hier rät der ADAC, genau hinzusehen: „Bei Plug-in-Hybriden gibt es enorme Abweichungen zwischen den von den Herstellern angegebenen Normverbräuchen und deren realem Verbrauch”, sagt Heiko Wolframm.

Der VCD rät Verbrauchern derzeit abzuwarten. Forscher Stefan Bratzel sieht das ähnlich: „Der technische Fortschritt geht zügig voran. In ein, zwei Jahren wird es Fahrzeuge geben, die technisch besser sein werden. Und auch die Restwertentwicklung ist noch nicht ganz klar.”

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