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Pfingsten naht Der Benzinpreis steigt und steigt und steigt

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Zuletzt war eine Entspannung bemerkbar
Die Opec will die Fördermenge vorerst nicht erhöhen. Quelle: dpa

Die Opec will die Fördermenge vorerst nicht erhöhen.

(Foto: dpa)

Dabei hatte sich die Lage auf dem Benzinmarkt in Deutschland in letzter Zeit leicht entspannt. Seit fünf Wochen sinkt der Preis an der Zapfsäule kontinuierlich, in der vergangenen Woche um einen Cent auf 1,528 Euro pro Liter Superbenzin. Dieselkraftstoff wurde um 0,6 Cent im Schnitt billiger und kostet noch rund 1,40 Euro. Laut ADAC ist Diesel trotz des leichten Rückgangs weiter zu teuer. Dies wird insbesondere in dem geringen Preisunterschied zu Benzin deutlich. Während der steuerliche Unterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten knapp 22 Cent beträgt, liegt der tatsächliche Preisunterschied nur noch bei 12,7 Cent.

Der Club empfiehlt daher, noch vor dem Wochenende vollzutanken. Auch für diejenigen, die in den Urlaub fahren, hat der ADAC einen Tipp. Autofahrer, die in Richtung Italien unterwegs sind, sollten die österreichischen Tankstellen besuchen. Dort sind Superbenzin 16 Cent und Diesel neun Cent billiger als in Italien. In Frankreich zahlt man 1,61 Euro für den Superkraftstoff, in der Schweiz 1,47 Euro. Wer nach Kroatien reist, sollte in Slowenien volltanken. Sowohl Superbenzin als auch Diesel sind dort laut ADAC billiger als in Österreich und Kroatien.

Bericht des Kartellamts sorgte für Aufsehen

In einem Bericht Ende Mai hatte das Bundeskartellamt die Preissetzung der Mineralölkonzerne in Deutschland stark kritisiert. Demnach seien die aktuellen Marktstrukturen mit dem Oligopol aus Aral/BP (23,5 Prozent Marktanteil), Shell (22 Prozent), Jet (10 Prozent), Esso und Total (jeweils 7,5 Prozent) "zum Nachteil des Verbrauchers".

Diese Marktstrukturen machen die Wettbewerbshüter auch für die Preisrunden vor langen Wochenenden und zu Ferienbeginn verantwortlich. Vor allem die beiden Marktführer komme dabei eine wichtige Rolle zu. Erhöhe der eine seinen Preis, ziehe der andere innerhalb weniger Stunden nach. Die kleineren Mineralölkonzerne würden sich dann nur noch an diese gesetzten Preise anpassen, heißt es in dem Bericht.

24-stündige Preisbindung im Gespräch

In der anschließenden Diskussion hatten sich viele Politiker mit Vorschlägen zur Regulierung der Kraftstoffpreise zu Wort gemeldet. Unter anderem hatte sich Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) für eine 24-stündige Benzinpreisbindung an deutschen Tankstellen stark gemacht.

Der Auto Club Europa (ACE) nimmt Ramsauer in die Pflicht: Es sei Aufgabe der Politik, nicht nur Maßnahmen anzukündigen, sondern die Ölkonzerne tatsächlich in die Schranken zu weisen. Der ACE fordert, künftig Sprit-Preise wie in Österreich nur noch einmal am Tag zu einer bestimmten Uhrzeit erhöhen zu dürfen. Vorreiter einer Teuerungsrunde stünden damit unter einem besonderen öffentlichen Rechtfertigungsdruck. Verbraucher wiederum würden sich mehrheitlich den billigeren Tankstellen zuwenden. Auf diese Weise werde der Wettbewerb unter allen Anbietern beflügelt.


  • ses
  • dpa
  • rtr
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10 Kommentare zu "Pfingsten naht: Der Benzinpreis steigt und steigt und steigt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Benzin ist bei uns nicht teuer weil es knapp ist sondern weil sich das Kartell aus Mineralölwirtschaft und Staat nach Ausschaltung des Wettbewerbs auf unverschämte Weise daran bereichern !

  • Langsam nervt das doch wirklich:

    Es sollte doch jedem bekannt sein dass das Öl endlich ist und irgendwann verbraucht sein wird, d. h. der Preis kann ja nur teurer werden.

    Zu Feiertagen (Urlaubszeit) fahren mehr Leute mit dem Auto in der Gegend rum, ist doch klar dass der Preis da steigen muss, das lernt man in der dritten Klasse mit Angebot und Nachfrage.

    Mit allen die pendeln und genauso mit öffentlichen (Zug, etc.) fahren könnten, habe ich keinerlei Mitleid und finde es nervig, wenn diejenigen sich über die steigenden Preise beschweren, deren Problem!!!

    Ich pendel seit über einem Jahr in Mittelfranken mit dem Zug und muss mittlerweile über die Leute lachen die sich morgens und abends durch den Stau quälen!

  • Wer nicht hören will muß zu Fuß gehen.

    http://www.bps-niedenstein.de/content/view/192/2/

  • Gerne lade ich Sie auf einen Tausch zur mir ein!
    30km einfacher Arbeitsweg. Zwischendurch ca 10km pro Tag wechseln zwischen verschiedenen Filialen. ÖPNV gibt es gar nicht in dieser Richtung. Der Weg zum Supermarkt ist mit rund 3km noch recht überschaubar. Bei 4 Personen müssten Sie aber öfters fahren um überhaupt alle Getränkekisten transportieren zu können...
    KiTa und Schule sind mit 3 bzw 4 km noch recht günstig gelegen. Leider konnte ich das meiner 3jährigen noch nicht klar machen das sie morgens mit mir direkt an der Bundesstraße in die KiTa läuft.
    Ich wohne im ländlichen Raum in der größten Stadt hier (ca 14000 Einwohner in Ostthüringen). Vorschläge wie Ihrer mögen gut gemeint sein, aber in meiner Heimat absolut unpraktisch -Denn nicht jeder wohnt in einer Großstadt mit U/S-Bahn...

  • Lieber Harry, wenn Sie täglich 75 km zur Arbeit fahren müssten, ohne die Möglichkeit zu haben öffentliche Verkehrsmittel nutzen zu können, würden Sie anders denken.

  • Ich sehe es genau so. Wenn jeder Chinese und Inder genau so viel Auto fahren würde, wie der Durchschnittseuropäer oder Amerikaner, läge der Preis bei 5 EUR pro Liter Treibstoff.

    Öfters mal laufen oder mit dem Rad fahren oder Fahrgemeinschaften bilden, auch wenn ich dann mal nicht ganz so flexibel bin.

  • Lieber Harry, wenn Sie 75 km zum Arbeitsplatz fahren müssten, würden anders denken.

  • Das müssen die Autofahrer langsame begreifen: Die Zeit der billigen Mobilität ist endgültig vorbei. Die endlichen Ressourcen haben ihren Preis und der wird aufgrund der steigenden Nachfrage sicherlich nicht sinken. Neue Konzepte sind gefragt und vor allem neues Verhalten. Ich radel täglich in die Arbeit und habe teilweise schon Mitleid mit meinen genervten Mitbürgern, die im Stau stehen und dafür noch viel Geld nach Arabien und Rußland überweisen. Umdenken !

  • Ich verstehe garnicht worüber sich die Deutschen aufregen. Schon vor mehr als 20 Jahren verlangten die so sehr geliebten "Grünen" 1 Liter Benzin soll 5 DM kosten!

  • wirklich ein fundierter Kommentar! Gratulation!

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