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Ratgeber Wann sich Carsharing lohnt

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Privates Carsharing als dritte Möglichkeit

Das Carsharing-Angebot beschränkt sich im Moment noch auf größere Städte, im ländlichen Raum sucht man die Tauschstationen oft vergebens. Doch auch hier besteht eine Nachfrage nach gemeinsam genutzten Autos, nur lohnt sich das für die großen Anbieter nicht. Die Lösung: privates Carsharing.

Die Grundidee ist ähnlich wie bei der klassischen Variante. Ein potenzieller Auto-Leiher gibt nach einer Registrierung an, wo, wann und für wie lange er ein Fahrzeug sucht. Aus der Datenbank werden dann passende Angebote herausgesucht und die Kontaktaufnahme zu einer Privatperson, die ein Auto zur Verfügung stellen will, ermöglicht. Werden sich Leiher und Verleiher handelseinig, schließen sie einen Überlassungsvertrag.

Zusammen kommen die beiden Parteien über Online-Portale wie Nachbarschaftsauto, Tamyca oder Autonetzer. Hier bieten Privatpersonen ihr Auto an, wenn sie es selbst nicht benötigen. "Private Autos werden am Tag durchschnittlich nur eine Stunde bewegt. Das ist eine Verschwendung von Ressourcen", weiß Christian Kapetyn, Geschäftsführer von Nachbarschaftsauto. "Günstige Mieten und die Nähe der Nutzer zueinander sind ein weiterer Vorteil gegenüber anderen Anbietern."

Im Moment sind diese Angebote noch kostenlos, doch wenn das private Carsharing etablierter ist, wollen Nachbarschaftsauto und Autonetzer eine Servicegebühr für die Vermittlung verlangen.

Während der Verkehrsclub Deutschland (VCD) die Projekte als Ergänzung zu kommerziellen Anbietern lobt, steht der ADAC dem privaten Carsharing skeptisch gegenüber. Jurist Klaus Heimgärtner hält den finanziellen Vorteil für den Halter für fraglich. Den Einnahmen stehe die Abnutzung des Autos und der damit verbundene Wertverlust durch die zusätzlich gefahrenen Kilometer entgegen. Zudem überlasse man einem fremden Menschen einen wertvollen Gegenstand. Dieses Risiko sieht auch Kapteyn: "Ein gewisses Grundvertrauen muss man als Verleiher schon mitbringen."

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