13,3 Liter Superbenzin: „D“ steht auch für Durst R-Klasse: Mercedes schafft eine Klasse für sich

Die Mercedes R-Klasse ist ein Mix aus allradgetriebener Luxuslimousine und geräumigem Nobel-Kombi – für Leute mit großer Garage und Geldbeutel.
  • Frank Wald

FRANKFURT. Wer heute ein komplett neues Auto auf den dicht gedrängten Markt bringen will, braucht starke Argumente – und starke Worte. „Die R-Klasse hat großes Potenzial“, sagt Mercedes-Chef Eckhard Cordes, „das in die Automobilgeschichte eingehen wird.“

Denn der Sechssitzer sei das erste Fahrzeug, das gleich mehrere „Stärken verschiedener Automobilgattungen der Oberklasse in sich vereint“: die Dynamik und den Komfort einer Luxuslimousine, die Vielseitigkeit und das Raumangebot eines Oberklasse-Kombis und – dank serienmäßigem Allradantrieb – die Allwettertauglichkeit eines SUV. Eine neue Kombination, ein neuer Name: „Grand Sports Tourer“ nennt Cordes die Segment-Symbiose, für die es „kein Vorbild und keine Wettbewerber gibt“

.

„D“ steht für Dimension, Design und Dynamik

Die Konkurrenz lässt jedoch nicht lange auf sich warten. Auf der IAA in Frankfurt (15. bis 25. September) wird Audi mit dem Q7 ein vergleichbares Modell vorstellen, und auch BMW redet schon seit längerer Zeit von einem „raumfunktionalen Konzept“. Doch den Schwaben gebührt immerhin die Ehre, damit als Erste auf den Markt zu kommen.

Technisch basiert Mercedes „Raumklasse“ auf der M-Klasse, mit der sie gemeinsam im US-Werk Tuscaloosa im US-Staat Alabama vom Band läuft. Die neue Klasse soll Qualitäten vereinen, die Produktmanager Roland Folger auf den „griffigen Nenner“ vom Auto mit den drei „D“ bringt: Dimension, Design und Dynamik. Die Dimensionen – zumindest in der jetzt präsentierten US-Version, die ab Anfang 2006 zu haben sein wird – überzeugen: 5,16 Meter Gesamtlänge und 3,22 Meter Radstand schaffen bequeme Beinfreiheit auf allen sechs Einzelsitzen. Besonders in der zweiten Reihe genießt man bei bis zu 99 Zentimetern Abstand zu den Vordersitzen Maybach-Maße.

Andererseits kann der Raumkreuzer mit wenigen Handgriffen zum Transportschiff mit 2,20 Meter langem Ladeboden und maximal 2385 Liter Stauraum umgebaut werden. Etwas bescheidener, wenn auch nicht wirklich weniger komfortabel, tritt die auf 4,92 Meter zugeschnittene Europa-Version mit S-Klasse-Radstand von 2,98 Meter auf, die erstmals auf der IAA gezeigt wird und im Februar nach Deutschland kommen soll.

Das Design ist bei beiden Varianten nahezu identisch. Eine nach hinten ansteigende Schulterlinie und das bogenförmige, leicht abfallende Dach prägen die langgestreckte Silhouette. Das Interieur glänzt neben den verschwenderischen Platzverhältnissen mit feinfühligen Materialien, Klimaautomatik und Multifunktionslenkrad. Gegen Aufpreis ist ein 1,2 Quadratmeter großes Panorama-Schiebedach zu haben.

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