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Auto Das „Mäuschen“ hat sich gemausert: Fiat Topolino

70 Jahre Fiat Topolino Quelle: dpa

Kostengünstig und ansehnlich: Der „Topolino“ war für Fiat ein riesiger Erfolg.

(Foto: dpa)

HB TURIN. Fiat 500? Kennt jeder - auch heute noch gilt der rundliche Wagen aus den Fünfzigern als Inbegriff des „niedlichen“ Autos. Vergessen wird dabei, dass die ab 1957 gebauten Mobile auch die Bezeichnung ein „N“ für nuova trugen, also neu.

Denn das Prinzip des kostengünstigen und ansehnlichen Kleinwagens wurde nicht erst in den Fünfzigern erfunden: Der 500er hatte 1936 Premiere. Kurz darauf wurde er zum Liebling der Massen: zum „Topolino“, dem Mäuschen.

Fiat und Kleinwagen - das war in den Zwanzigern nicht typisch: Das Unternehmen baute eher teure Autos sowie Busse und Lastwagen. Zudem wurden etwa Landmaschinen gefertigt, auch Flugzeug-Entwickler gab es. Da ist es kaum ein Wunder, dass Firmenchef Giovanni Agnelli auf eine ungewöhnliche Idee kam: Er wünschte ein kleines Auto, das auch beim Preis und beim Unterhalt übersichtlich war - fast schon revolutionär in Zeiten, in denen eigentlich nur Wohlhabende ein Auto hatten.

Die Forderungen des Firmenchefs sollen knapp gewesen sein: ein wirtschaftliches Kleinauto, das maximal 5 000 Lire kosten durfte. Zudem sollte es in möglichst großen Stückzahlen herstellbar sein. Man entwickelte einen Rahmen, der Motor bekam in der Front Platz. Auf den heute kleinwagentypischen Frontantrieb verzichtet man jedoch, da das Prinzip noch nicht als ausgereift und dauerhaft einsetzbar galt.

Als Motor für das gut 500 Kilo schwere Auto hätte ein Ein- oder Zweizylinder gereicht. Die Techniker entschieden sich aber für einen Vierzylinder. Das Ergebnis zeichnete sich durch seine funktionelle Konstruktion aus, sorgte aber für eine unangenehme Überraschung: Zwar lief alles problemlos, doch das gute Stück machte einen Heidenlärm.

Nachdem das Problem beseitigt war, ging es zügig weiter. Quasi das I-Tüpfelchen bildete die Karosserie: Das zweitürige Blechkleid dürfte seinen Teil zum Erfolg des Autos beigetragen haben. Dazu war der Neue im Grunde verdammt: Immerhin hatte Fiat für die Produktion in Turin ein neues Werk inklusive Teststrecke auf dem Gebäudedach errichtet.

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