Autonomes Fahren Audi vernetzt Autos mit Ampelsystemen

Audi-Fahrer in den USA wissen bald schon vorher, ob die nächste Ampel auf Rot steht. Die Autos sollen mit den Ampelsystemen vernetzt werden und so für ein entspanntes Fahren sorgen. Die ersten Test waren erfolgreich.
2 Kommentare
Der Fahrer bekommt die Informationen über die Ampeln im Stadtgebiet direkt ins Cockpit. Quelle: AP
Audi A4

Der Fahrer bekommt die Informationen über die Ampeln im Stadtgebiet direkt ins Cockpit.

(Foto: AP)

BerlinAudi vernetzt seine Autos in den USA künftig mit den Ampelsystemen der Metropolen und will damit ein entspannteres Fahren ermöglichen. Die amerikanische Tochter des Autobauers hat dafür mit mehreren Städten in Nordamerika Kooperationen geschlossen. Zunächst würden alle seit Juni 2016 für den US-Markt produzierten Audi A4 und Q7 die Funktion an Bord haben, die mit „Audi connect“ ausgestattet sind, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Nach mehreren Tests an verschiedenen Orten geht das System erstmals in Las Vegas in den Regelbetrieb.

„Erstmals tauschen unsere Autos in Echtzeit Daten mit der Verkehrsinfrastruktur aus“, sagte Audi-Manager Andreas Reich. Der Fahrer könne damit sein Fahrverhalten situationsbedingt anpassen und sei vor allem im Stadtverkehr souveräner und entspannter unterwegs. Damit werde auch die Energieeffizienz erhöht. „Am Ende dieser Entwicklung sehen wir das autonome Fahren.“

Ach, dieser Klang!
So werden ihn wohl die meisten anderen Autofahrer sehen - und vor allem hören
1 von 25

Der neue Audi R8 Spyder präsentiert sich äußerlich nur dezent geschärft, und ist im Vergleich zum Vorgänger vor allem leichter und schneller geworden. Der rund 180.000 Euro teure Sportwagen setzt aber trotz viel technischem und elektronischem Feinschliff auf ein bekannt starkes Herz: Der Zehnzylinder-V-Motor in Mittellage leistet bis zu 540 PS.

Handarbeit aus der Manufaktur „Audi Böllinger Höfe“ bei Neckarsulm
2 von 25

Das blaue Wunder betört Betrachter, die reihenweise die Fotohandys zücken, gleich mit einer ganzen Reihe von Eyecatchern: Der silberfarbene Scheibenrahmen, der gewaltige, wabenstrukturierte Kühlergrill mit den seitlichen Lufteinlässen, die Carbon-Blades hinter den Türen, die dem V10-Motor Luftkühlung zuführen, und der besonders scharfe LED-Blick. Die Präsenz auf dem Asphalt ist die eines zum Sprung bereiten Tieres.

Das Herzstück
3 von 25

Die obersten Leistungsdaten des Zehnzylinders in V-Anordnung sind kinderleicht zu merken, 540 PS bei und 540 Newtonmeter Drehmoment. Angesichts von so viel Power machen auch die x-förmigen Streben Sinn, die das nun etwas weniger durstige Triebwerk praktisch im Rahmen zu halten scheinen.

Auf offener Landstraße ist noch viel beeindruckender, mit wie viel Power der V10 im unteren Drehzahlbereich souverän cruisen kann, und wie blitzschnell der offene Sauger durchs Drehzahlband bis auf sagenhafte 8.400 Umdrehungen schnellt ...

Audi R8 Spyder, Jahrgang 2016
4 von 25

Angesichts des unerschütterlichen Fahrwerks und der gewaltigen Motorleistung scheint offensichtlich, dass der R8 Spyder aufs schnelle Vergnügen aus ist. Wer dem erliegt, gönnt sich aber nur einen Teil des Fahrvergnügens.

Dank 5,2 Liter Hubraum, verteilt auf zehn Zylinder, steht auch knapp über Standgas-Niveau schon sattes Drehmoment zur Verfügung - ideale Voraussetzung also für entspanntes Cruisen.

Dazu kommen Reisequalitäten: Der Comfort-Fahrmodus hat seinen Namen überraschenderweise wirklich verdient, das Geräuschniveau innen ist erträglich, und die Sitze auch nach Stunden noch bequem.

Die kurvige Landstraße wartet
5 von 25

Auch von hinten macht der Supersportler, in dem man besonders gut gesehen wird, eine dynamische Figur. Unter den segmentierten Heckabdeckungen steckt unter anderem ein besonders festes Stoffverdeck, das sich bei zu 50 km/h öffnen und schließen lässt. Allerdings stellt der schnelle Audi hier keinen Temporekord auf: 20 Sekunden dauert der Tanz der Gestänge, Streben und der gewölbten Kohlefaserhaube.

Blick in die Mittelkonsole
6 von 25

Der Automatik-Wahlhebel lässt sich von jeder Stellung aus per Druck auf den P-Knopf in Parkstellung bringen. Den Dreh-Drück-Regler der neuesten Generation hat Audi weiter optimiert.

Die 7-Gang-S-tronic geht bei automatischen Gangwechseln ultraschnell vor, ist aber gegenüber den Insassen nicht zimperlich. Sport statt Komfort heißt hier das Motto, und deutliche Gasfußbefehle werden gerne auch mal mit einem Sprung von zwei Schaltstufen nach unten quittiert, der die Passagiere ordentlich wachrüttelt und atemraubend in die Sitze presst.

Die Kurve verneigt sich vor dem Fahrwerk
7 von 25

Präzision und Rückmeldung der sehr direkten Lenkung sind auf höchstem Niveau. In allen Fahrmodi hält der R8-Pilot engstmöglichen Kontakt zum Asphalt, und entspanntes Cabriocruisen, dynamisches Kurvenräubern, Langstrecken-Kilometerfresserei, ja sogar nerviger Stadtverkehr lassen sich so entspannt bewältigen.

In der ersten Phase sollen die Autofahrer etwa über das Cockpit Informationen vorab erhalten, ob sie mit der erlaubten Geschwindigkeit die nächste grüne Ampel erreichen. Wenn nicht, wird per Countdown die Zeit bis zur nächsten Grünphase angezeigt. Pilotprojekte hätten gezeigt, dass Autofahrer mit diesen Informationen entspannter unterwegs sind. „In unseren Test ist die Zahl der Autos, die im Verkehr bis zum Stillstand abbremsen müssen, um rund 20 Prozent gesunken“, sagte Projektleiter Michael Zweck.

Auch in Europa will Audi nach mehreren Pilotprojekten etwa in Berlin, Ingolstadt oder Verona die Technologie einführen. In Berlin seien in der Testphase rund 700 Ampeln im Innenstadtbereich an den Service angebunden gewesen. In Europa fehlten allerdings generell einheitliche Datenstandards, hieß es. „In Europa ist sehr unterschiedliche Verkehrstechnik im Einsatz, da sich die Infrastruktur lokal und dezentral entwickelt hat“, sagte Zweck. Audi arbeite daran, die bereitgestellten Daten zu vereinheitlichen.

  • dpa
Startseite

Mehr zu: Autonomes Fahren - Audi vernetzt Autos mit Ampelsystemen

2 Kommentare zu "Autonomes Fahren: Audi vernetzt Autos mit Ampelsystemen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Und was passiert mit den Nicht-vernetzten Verkehrsteilnehmern?
    Da folgen die Marketingabteilungen der Autohersteller dem Medienhype zum Automomen Fahren auf Hochtouren - wohl auch, um von den nicht beherrschten Klima-und Umwelt-Problemen der schmutzigen, veralteten Otto-bzw. Diesel-Motor-Technologien abzulenken (Nicht umsonst lassen, anders als in den USA, die entsprechenden, von der Automobilindustrie "gelenkten" Vorschriften auf EU-Ebene "Abgasschummelei" mit Abschaltvorrichtungen zu! Nicht umsonst genießt Tesla als US-Hersteller eine derartige Aufmerksamkeit!). Da wird dann aber auch schon über die ersten schweren Unfälle beim Autonomen Fahren berichtet. Dumm gelaufen! Man erkennt aber mittlerweile, dass das Autonome Fahren nicht nur eine technische Herausforderung darstellt - insbesondere in Bezug auf die technische Sicherheit -, sondern mehr noch ungelöste ethische, rechtliche und Informationssicherheitstechnische Probleme mit sich bringt. Vom Stand der vergleichbaren PC- und Smartphone-Sicherheit kann jeder Nutzer ein Lied singen. Und Staaten, Behörden, Unternehmen streiten sich heute schon um die Herrschaft über die persönlichen Daten aus den Fahrzeugen! Doch die Politik (allen voran der unsägliche Mautflüsterer, Abgasturbo, Bahn-Bremsklotz, Jahrhundert-Reformer und Sammelklagen-Verhinderer Alexander Dobrindt), der mittlerweile organisiertes Staatsversagen bei der Kontrolle der Abgaswerte vorgeworfen wird, gebärdet sich weiterhin autohörig!

    "TaTü TaTa TaTü TaTa.
    Wer ist der Herr und wer der Sklave?
    Ist es Fortschritt oder Plage?
    Ist es Abenteuer oder Pflicht?
    Digitaler Lifestyle, Transparenz ist geil,
    Mobilität am WiFi-Seil!
    Freude am Fahren? Wenn Sensoren versagen?
    TaTü TaTa TaTü TaTa.
    Mobil am analogen Abschlepp-Haken."

    Freud und Leid des fahrerlosen Fahrens auf den Punkt gebracht:

    https://youtu.be/njj5Z7KzG60
    http://youtu.be/WzvpF6JR1cE

    Viel Spaß beim Anhören! Und lasst Euch die Realität nicht vermiesen!

  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
    Danke

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%