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Brennstoffzelle Wasserstoff soll dem Elektroauto Schwung geben

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Auch Verbrennungsmotoren mit Wasserstoff möglich
Mit drei Autos des Typs B-Klasse F-Cell umrundeten Daimler-Mitarbeiter die Welt und demonstrierten damit die Alltagstauglichkeit des Brennstoffzellenantriebs. Quelle: dpa

Mit drei Autos des Typs B-Klasse F-Cell umrundeten Daimler-Mitarbeiter die Welt und demonstrierten damit die Alltagstauglichkeit des Brennstoffzellenantriebs.

(Foto: dpa)

„Die Entwicklung ist sehr weit fortgeschritten, die Technik ist inzwischen robust. Beides kann man auch an der erfolgreichen Weltumrundung sehen“, so Brock. „Deswegen haben wir den Serienstart auch um ein Jahr auf 2014 vorgezogen.“

Bis dahin wird aber eine Besonderheit des F125 noch nicht serienreif sein: der strukturintegrierte Verbundspeicher. „Dieser Speicher ist eine technologische Revolution“, sagt Daimlers Entwicklungsvorstand Thomas Weber, „weil er es erstmals erlaubt, den Wasserstofftank vollständig in die Karosseriestruktur zu integrieren.“ So sollen Brennstoffzellenautos bei vergleichbarem Platzangebot auch von der Reichweite mit aktuellen Dieselfahrzeugen mithalten können. Die großen zylindrischen Drucktanks entfallen bei dieser Technik, die sich derzeit noch in der Grundlagenforschung befindet. Das Serienmodell anno 2014 wird allerdings noch nicht ohne sie auskommen. Dafür soll es allerdings von den Kosten her großserientauglich sein, verspricht Daimler-Sprecher Brock, ohne jedoch eine Größenordnung zu nennen.

Die selben Vorteile – hohe Reichweite und kurze Tankdauer – gelten auch für Fahrzeuge mit Wasserstoff-Verbrennungsmotor. Anfang der 2000er Jahre entwickelte BMW eine kleine Testflotte aus 100 umgerüsteten Fahrzeugen auf Basis des 760Li. 2004 erreichten die Münchner mit dem Versuchsfahrzeug H2R neun Geschwindigkeitsrekorde für wasserstoffbetriebene Fahrzeuge, die bis heute gültig sind. Im Dezember 2009 stellte BMW die Versuche mit der Wasserstoff-Testflotte ein. Seit dem konzentriert sich der Konzern auf Elektroautos mit Batterie, 2013 soll der i3 auf den Markt kommen.

Weniger Leistung

Der Grund waren unter anderem Probleme mit der Technik. An den heißen Innenwänden der Zylinder kam es mit dem hoch brennbaren Wasserstoff zu unkontrollierbaren Fehlzündungen. Darunter litt zum einen die Haltbarkeit der Motoren, zum anderen aber auch der Wirkungsgrad. Der sechs Liter große V12-Motor leistete mit Wasserstoff 260 PS, mit Benzin brachte er es auf 445 PS. Brennstoffzellen sind in diesem Punkt energieeffizienter.

Die Lösung von Mazda: der Wankelmotor. Dieser eignet sich aufgrund seiner Bauweise bestens für den Betrieb mit Wasserstoff, denn die vier Takte laufen bei einem Kreiskolbenmotor in verschiedenen Kammern ab. So gibt es keine heißen Zylinderinnenwände, an denen sich der Wasserstoff vorzeitig von selbst entzünden kann.

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Problematische Erzeugung des Wasserstoffs
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9 Kommentare zu "Brennstoffzelle: Wasserstoff soll dem Elektroauto Schwung geben"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Elektromobilität – oder, das Schreckgespenst der Auto und Mineralöl - Industrie.
    Würde die Photovoltaic – Technik so genutzt werden wie das Rad müsste man
    nicht so dämliche Debatten führen um die Stromversorgung zu garantieren.
    Es sollten die Grundlagen dafür schaffen werden das Häuserfassaden, ins
    Besondere Bürohochhäuser mit Photovoltaic - Panels versehen werden müssen.
    Dafür spart man auch die übliche Hausverkleidung. Auch hier keine Mehrkosten,
    im Gegenteil, durch die Stromgewinnung wird auf Jahre Gewinn erzielt!
    Um die Vorgaben des Kyoto-Protokolls könnte man nur noch müde lächeln.
    Die Brennstoffzelle ist kostspielig, Energieaufwendig und erst in ca. zehn
    Jahren Serienreif. Range Extender (Benzinmotor der einen Generator antreibt)
    Das ist so, als würde man ein Ventilator vor das Windrad stellen zur Stromerzeugung.
    Schlagwort: Carbazol, die Uni Erlangen erst mal 500.000 Euro Fördergeld beantragt.
    Induktionstechnologie, - und was ist wenn 20cm Schnee liegt? - alles Phrasen die den Einsatz von E-Kfz. hinausschieben. Deutschland bleibt (wie auf dem Digitalen Sektor) unbedeutend wenn die „Elitenköpfe“ nicht endlich die Schwelle zur neuen Epoche
    im Automobilbau erkennen.

  • Elektromobilität – oder, das Schreckgespenst der Auto und Mineralöl - Industrie.
    Was wurde aus dem Audi A2, der schaffte am 26.10.2010 rund 600 Kilometer, ohne aufzuladen. Ach ja, das DBM-Rekordauto ist beim Brand einer Berliner Lagerhalle
    am 12.12.2010 komplett zerstört worden. Sind die Anschlüsse international genormt
    oder macht jeder seinen eigenen schönen Stecker? Will ich mobil sein
    auch im Ausland, gibt es nur eine Lösung:
    AKKU – WECHSEL AN DER TANKSTELLE!
    Dauert nicht länger wie Benzintanken und ist nicht teurer als derzeitiger
    Treibstoff, im Gegenteil! Und auf einmal wird Benzin, Diesel und Kraftfahrzeuge
    mit Verbrennungsmotoren angeboten wie „SAUERBIER“!
    Eine einheitliche Norm für die Wechselbatterien ist ebenso Pflicht.
    Die Reichweite der E-Autos kann ohne weiteres verdreifacht werden indem
    die Fahrzeuge mit Solarpanel bestückt werden. Flexible Solarpanel.
    Statt sinnlose Steuerprämien, sollte Intelligenter Weise die Infrastruktur
    ausgebaut werden und einen höheren Anteil der Fördermittel zur Entwicklung
    Leistungsstärkerer Akkus ausgegeben werden.
    Die Nachfrage nach Elektroautos ist doch Heute schon so groß wie auf das
    Begrüßungsgeld nach dem Mauerfall ! Geht die Produktion in Großserie, wird
    der VKP rapide in den Keller gehen, das ist mehr Ersparnis als Steuerprämie.

  • Elektromobilität – oder, das Schreckgespenst der Auto und Mineralöl - Industrie.
    Elektroautos, Argumentiert, teuer, Preis hochgehalten, immer im Versuchsstadium,
    Akku zu wenig Kapazität, lange Aufladzeit, geringe Reichweite und so weiter…
    Problem Ladesäule jeder„QUATSCHT“ den gleichen Mist.
    So wird der Einsatz von Elektroautos von der etablierten Industrie „gesteuert“.
    Ladesäulen Aufstellen in Hochhaus - Wohnsiedlungen? Dem Vandalismus ist
    Tür und Tor geöffnet. Und bei Regen, Eis, Schnee? Stromschlag!
    Kurzschlussgefahr! Wir tanken nicht unter freiem Himmel. „Schlangestehen“
    an der Ladestation? Eine unausgegorene Phantasie.
    Wo bitte ist die passende Ladesäule, (erst wieder in der eigenen Garage?
    Reichweite Tesla Roadster bei moderaten Fahrweise über 400 km.
    Porsche 997 Carrera. RW. ca. 150 oder 200 km ,
    ca. 180 oder 220 km/h. Mit 130 km/h, RW ca. 350km.
    Protoscar Lampo 3, km/h 220, kW 420, Mit 130 km/h, RW ca. 400km.

  • Vor kurzem gab es ein Artikel das Deutschland größere Mengen an Strom ins Ausland verschenkt und bei Spannungspitzen für teures Geld zurück kauft.

    Dann könnte man mit diesem überschüssigen Strom auch Elektrolyse betreiben und den Wasserstoff in Tanks speichern.

  • Es wird in den Medien viel über das Elektro-Auto geschrieben, aber nie über den, in diesem Zusammenhang unbedingt zu erwähnenden Heizlüfter! Jeder, der sich zur Umwelt zu Liebe ein Elektro-Auto zulegen möchte, sich aber ein solches nicht leisten kann, sollte seine Heizung auf DIESE postmoderne Technik, die ganz ohne CO2 auskommt umstellen ;-)

  • Als Übergangslösung könnte das gehen, langfristing ist Biomasse-Entzug aber höchst problematisch für die Böden. Die Wasserstoff-produzierenden Solarzellen könnten uns dann retten...

  • Gegen Ende wird genau das beschrieben, warum Wasserstoff sich sehr wahrscheinlich nicht lohnt. Er muss hergestellt werden aus alternativen Energien, die kein CO2 freisetzen. Der Wirkungsgrad zur Wasserstoffherstellung ist sehr niedrig, so dass z.B. auch eine Produktion mit gleichzeitiger Pufferung (als Alternative z.B. zu Wasserkraftwerken), bisher kaum lohnenswert erscheint mit dem zusätzlich niedrigen Wirkungsgrad gegenüber "Benzinern".
    Meiner Meinung nach wäre es am besten, die Politik würde endlich zwei andere Projekte stärker anschieben. Die Produktion von Rohöl/Benzin (synthetischer Kraftstoff) (z.b. aus Biomasse. Dazu braucht man auch H2, aber der Wirkungsgrad ist wesentlich besserer) und die Entwicklung von 3-5 L Hybrid-Motoren. Dummerweise geht der Trend, dank immer leistungsfähiger und schwerer Autos in die andere Richtung. Da könnte die Politik jetzt schon mehr machen, indem sie SUVs und Co stärker besteuert (kann ja jeder 150+ km/h fahren. soll dann dafür aber auch gerne über die Mineralölsteuer mehr zahlen. bei einem Verbrauch von 4 L bis 120 oder in der Stadt fällt eine vehemennte Besteuerung nicht auf). Macht sie aber komischerweise nicht und Daimler kommt mit solchen Projekten, wie hier halbherzig kritisch dargestellt, auch noch ganz grün weg.
    Langfristig wären leichtbauten mit minimalen Verbrauch interessant, die man regional sich mieten kann. Größere Strecken können per Bahn erreicht werden. Das macht auch insofern Sinn, weil global eine klare Agglomerisation vno Menschen durch Urbanisierung sich zeigt (in Japan lohnt sich so inzw. vlt die Entwicklung einer Magnetbahn zw. Osaka und Tokio).
    Bisher sehe ich also nicht, wie Daimler (oder andere) mit Wasserstoff für eine zukunftsweisende, nachhaltige Mobilität sorgen möchte. Des weiteres taucht im Artikel ein kleiner Fehler auf. Wenn man sagt, dass Wasserstoff unbegrenzt vorliegt und nur produziert werden muss, so gilt das für jede andere Substanz auch.

  • Das Problem ist doch gelöst! Anlagern der Atome an Nanofasern.
    Damit ist der Transport und die Lagerung unkritisch.
    Strom hielt man anfänglisch auch für unbeherrschbar....

  • Ihr Artikel macht Angst: Wie soll die Wasserstofftechnologie sicher in der Logistik und Anwendung in einer Massentechnologie gehandhabt werden? Absolute Sicherheit gibt es nicht, also wäre der GAU, dass irgend wann eine Wasserstofftankstelle abbrennt, oder ein Wasserstofftankzug verunfallt. Allein schon den Spaß, den unsere Freunde von der Rotfront bevorzug in Berlin veranstallten, nämlich ein brenndes Espit - Würfelchen unter den Reifen zu schieben, wird zu Bildern wie in Kabul führen.
    Dabei wird schon der alltägliche Gebrauch zu Problemen führen: Eine Tiefgarage voll mit Wasserstoffautos? Es gibt z. Zt. keinen Druckbehälterwerkstoff der eine Wasserstoffpermeation verhindert. Geschweige den die Leitungen, Anschlüsse, Verbindungselemente usw. die bei einem Fahrzeug mit Wasserstoffantrieb (sei es mit Brennstoffzelle oder mit Verbrennungsmotor) unbedingt vorhanden sein müssen. All diese Dinge sind Alterung und Verschleiß unterworfen. Wer will daher bei Massennutzung sicher stellen, dass sich in Tiefgaragen, Tunnels etc. kein explosives Gemisch bilden kann? Dabei beträgt die kritische Menge nur wenige Prozent Wasserstoff in Luft.
    Warum läßt man den Wasserstoff nicht mit Kohlenstoffdioxid reagieren und erhält dadurch Methanol? Methanol als Energieträger ist nicht giftiger als Benzin, Infrastruktur und Technik wären vorhanden, sie müssten "nur" vom Benzin auf Methanol modifiziert werden.