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Cockpit der Zukunft Forscher entwickeln 3-D-Armaturenbrett

Künftige Auto-Armaturenbretter sollen nicht länger auf Zeiger, Skalen und Zahlen beschränkt sein. Ein neu entwickeltes Cockpit fungiert als 3-D-Display und blendet Geschwindigkeit, Drehzahlen oder Warnungen dreidimensional ein. Das Design des Displays und die Art der angezeigten Informationen kann der Fahrer individuell wählen.
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Die Stadtkarte in 3-D-Optik unter dem Geschwindigkeitsmesser - so soll das Armaturenbrett der Zukunft aussehen. Foto: Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Quelle: xx

Die Stadtkarte in 3-D-Optik unter dem Geschwindigkeitsmesser - so soll das Armaturenbrett der Zukunft aussehen. Foto: Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik

HB DÜSSELDORF. Ein Fahrer steigt ins Auto und dreht den Zündschlüssel: Das Armaturenbrett, das kurz zuvor noch schwarz war, zeigt sich nun als 3-D-Display. Das Design ist schlicht, die Anzeigen klassisch, aber modern. Sitzt dagegen ein anderer Fahrer am Lenkrad, erscheinen zunächst die Bedienelemente für den mp3-Player im Vordergrund. Der dritte Fahrer dagegen bevorzugt die Einblendung aktueller Staumeldungen. Ebenso im Blick hat er stets den Drehzahlmesser. Unterwegs verändert sich das Display, die Warnung „Bitte Tanken“ springt ihm förmlich ins Auge.

So stellen sich Forscher des Fraunhofer-Instituts für Nachrichtentechnik das Armaturenbrett der Zukunft vor. Das von ihnen entwickelte 3-D-Cockpit hat eine digitale Optik mit dreidimensionaler Tiefendarstellung. „Je nachdem, welche Information für den Fahrer gerade wichtiger ist, wechselt diese in den Vordergrund. Ganz gleich, ob es der Luftdruck, die Route oder der aktuell gespielte Songtitel ist“, sagt René de la Barré, der Leiter des Projekts.



Vor dem Start kann der jeweilige Fahrer wählen, welche Informationen wie angezeigt werden sollen, und diese Einstellungen speichern. Ob runde oder leiterförmige Skala, blaues oder rotes Hintergrundlicht - das 3-D-Cockpit lässt sich personalisieren, jeder Fahrer kann künftig das Design und die Funktionsführung individuell einstellen.



Für den Tiefeneindruck sorgt eine ausgeklügelte Technik: Zwei Kameras im Wagen messen Position und Abstand der Augen des Fahrers – in Echtzeit. Die zwei übereinander geschobenen Bilder, die den 3-D-Effekt auf dem Display hervorrufen, sind somit individuell auf den Blick des Fahrers angepasst. Auf diese Weise ist der Effekt von jeder Blickrichtung aus und in jeder Sitzposition gewährleistet.

Wann das neue System serienreif ist, steht noch nicht fest. Einen Prototyp des 3-D-Cockpits wollen die Wissenschaftler Anfang März auf der Cebit in Hannover präsentieren.

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