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Combined Combustion System VW macht Motoren sauberer

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Noch ist das nur in einem begrenzten Drehzahlbereich von etwa 1 000 bis 3 000 Umdrehungen der Fall, wie das große Navi-Display im Armaturenbrett mitteilt. Das haben die Motorenentwickler zur Infozentrale für den aktuellen Betriebszustand des Motors umfunktioniert. „Das homogene Kennfeld wird fast wöchentlich vergrößert“, erklärt VW-Forschungsleiter Jürgen Leohold, Leiter der VW-Konzernforschung nach der Probefahrt. Was jetzt noch fehle, um den Motor serienreif zu bekommen, sei vor allem Fleißarbeit, betont Leohold. Kern der Entwicklung ist die elektronische Ansteuerung des Motors und das Zylinderdruckelement, das den Zustand im Brennraum akribisch überwacht.

Doch das Ende der Forschungsphase sei bereits abzusehen, sagt Leohold, danach schließe sich ein Jahr Vorentwicklung an und die klassischen Serienentwicklung. Bereits in fünf Jahren, so hofft der VW-Forschungschef, könnte der erste CCS-Motor in Serie gehen, der dann rund 10 Prozent weniger Kraftstoff als ein moderner TDI-Diesel verbrauchen soll und dabei fast frei von Stickoxiden und Ruß ist.

Stichwort Kraftstoff. Grundlegende Voraussetzung für die vollständige Umsetzung des CCS-Brennverfahrens ist ein synthetischer Kraftstoff, den man bisher nur auf dem Forschungsgelände von Volkswagen tanken kann. Dieser neue, maßgeschneiderte Kraftstoff lässt sich aus Erdgas (Gas to Liquid, GTL) oder Biomasse (BTL) herstellen. Er hilft, aufgrund seiner niedrigen Siedetemperatur und Zündfähigkeit eine homogene Verbrennung zu erreichen. Denn im CCS-Motor erfolgt die Kraftstoffeinspritzung früher als bei einem herkömmlichen Diesel.

Dadurch bekommt der Kraftstoff mehr Zeit, sich mit Luft zu vermischen, trotzdem darf er aber nicht zu früh entzünden. Um die Entwicklung des Kraftstoffs voranzutreiben, hat sich VW mit Shell und Choren verbündet, um im sächsischen Freiberg BLT erstmals kommerziell herzustellen. Bereits im nächsten Jahr soll dort der erste Sunfuel für den CCS-Motor produziert werden.

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