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DAB+ im Auto Vom Ende des Sender-Suchlaufs

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Der Austausch kann zur Operation ausarten

Denn bisher bieten nur wenige Hersteller, zum Beispiel Mercedes und BMW, DAB+-fähige Radios ab Werk an. Der VPRT hat dafür Aufpreise jenseits der 600 Euro beobachtet. Wer nachrüsten will, wird etwa bei JVC, Dual oder Kenwood fündig, die Preise liegen zwischen 130 und 200 Euro plus Einbau.

Allerdings sollten sich Radiohörer, die das Werksgerät ihres Autos ersetzen wollen, vorher genau erkundigen, wie aufwendig die Umrüstung ist und welche Konsequenzen sie hat. Denn gerade bei neueren Fahrzeugen ist es mit dem einfachen Austausch der Geräte oft nicht mehr getan.

"Radios sind immer stärker in die Fahrzeugelektronik integriert", sagt Franz-Peter Bernhard, Projekt-Ingenieur für die Lautsprecher- und Soundsysteme europäischer Opel- und General-Motors-Fahrzeuge. "Sie generieren zum Beispiel Blinkgeräusche und andere Warntöne." Auch Freisprecheinrichtungen für Mobiltelefone oder Navigationssysteme sind bei neuen Autos oft eng mit dem Radio verbunden. Außerdem haben viele Hersteller den altbekannten DIN-Standard für die Einbaumaße zugunsten individueller Lösungen verlassen.

"Der Klang ist zum Identifikationsmerkmal einer Marke geworden", sagt Bernhard. Der Aufwand, der getrieben wird, um den Wagen zum Hifi-Vehikel zu machen, hat sich in den vergangenen Jahren stark vergrößert. So arbeitet das meistbestellte Soundsystem im Opel Astra mit sieben einzelnen Lautsprechern, für den Audi A1 hat Zulieferer Bose sogar ein System mit 14 Speakern konzipiert.

"Unser Ansatz ist immer die möglichst naturgetreue Reproduktion der Musik. Und der Klang sollte trotz der komplizierten Verhältnisse im Innenraum auf allen Plätzen gleich gut sein", beschreibt Jens Groth, Marketing-Manager bei Bose.

Nebeneffekt der ganzen Verfeinerung: Der Austausch eines Radios wird schnell zur größeren Operation.

Wer also auf DAB+ setzen will, der tut wohl gut daran, das schon bei der Bestellung eines neuen Autos zu berücksichtigen. Und generell sollten soundbewusste Gebrauchtwagenkäufer heute stärker als früher prüfen, ob das, was verbaut ist, ihren Ansprüchen genügt oder wie aufwendig der Einbau eines DAB+-fähige Radios wäre. Aber was den digitalen Radioempfang angeht, gäbe es da für die Zukunft eventuell noch eine andere Option. Denn schon sind die ersten Lösungen für mobiles Internet im Auto verfügbar. Nicht unwahrscheinlich, dass das Radio der Zukunft via Internet ins Auto übertragen wird.

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2 Kommentare zu "DAB+ im Auto: Vom Ende des Sender-Suchlaufs"

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  • Diskussion zu DAB+ im Auto:
    http://forum.digitalfernsehen.de/forum/digital-radio-dab/304302-dab-im-auto.html

  • Einmal: Digitalrundrunk und DAB sind nicht dasselbe. DAB+ ist lediglich ein mögliches Verfahren des Digitalrundfunks. Daneben gibt es HD-Radio und DRM+. Während DAB+ als breitbandiges Multiplexverfahren nur im Sonderband 174-240 MHz verbreitet werden kann, ist das von der Universität Kaiserslautern 2010 zur Serienreife entwickelte DRM+ mit dem konventionellen UKW (87-108 MHz) kompatibel und auch dort verbreitbar. DRM+ ist auch das, was sich in Deutschland durchsetzen wird. Und dann: Zwei Dinge aus der Wirklichkeit des deutschen DAB+-Funks: Die Qualität ist nur dort besser als bei UKW, wo die Bitrate der Sendung über 192 kBit/Sek. liegt. Viele Sender verbreiten einen Datenstrom von lediglich 56 kBit/Sek., zudem mit hoher Dynamikkompression. Jedes UKW-Radio klingt deutlich besser. - Die Kleinstaaterei in DE wird leider verhindern, was Sie als kommende Entwicklung beschreiben: Es wird einen Bundes-Multiplex ("Bundesmux") geben, mit den Programmen des Deutschlandfunks drin und einer größeren Zahl bundesweit empfangbarer privater Spartensender (Sender bestimmter Musikrichtungen, religiöse Sender). Und dann Landesmuxe, mit NDR4 im Norden, SWR contra im Südwesten, Bayern5 in Bayern, - alles wie gehabt.

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