Der Kia Venga als Gebrauchter Kompakt und kaum Mängel

Der Kia Venga gehört zu den Autos, deren Segment-Zuordnung auf den ersten Blick unklar scheint. Er ist kurz, aber kein Kleinwagen mehr. Und trotz erhöhter Sitzposition kein SUV. Macht ihn der große Stauraum zum Minivan?
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Nur die Qualität der Bremsscheiben und der Achslager trüben das nahezu perfekte Bild das der Gebrauchtwagen meist beim TÜV hinterlässt. Quelle: PR
Kia Venga

Nur die Qualität der Bremsscheiben und der Achslager trüben das nahezu perfekte Bild das der Gebrauchtwagen meist beim TÜV hinterlässt.

(Foto: PR)

Im Vergleich etwa zu einem typischen Kompakt-Van wie dem Opel Meriva wirkt der Kia geradezu gedrungen. Und der Hersteller selbst nennt ihn ein Kompakt-MPV. Wobei MP für „Multi Purpose“ steht und bedeutet, dass er vielfältigst einsetzbar sein soll. In welche Schublade auch immer man dieses echte Vielzweckauto stecken möchte, in anderer Hinsicht zumindest ist die Sache klar: Das mit dem Hyundai ix20 technisch baugleiche Auto ist ein zuverlässiger Begleiter. Diesen Rückschluss lässt der „TÜV Report 2016” zu, der resümiert: „Wenn es Kia noch gelänge, die Qualität der Bremsscheiben und Achslager zu verbessern, wäre der Venga nahezu perfekt.”

Vor allem Federn und Dämpfer werden bei ersten Kfz-Hauptuntersuchung (HU) überdurchschnittlich oft beanstandet, bei der zweiten HU ist dann aber wieder alles im Lot. Auch der ADAC hat im Grunde nichts zu beanstanden an dem Kompaktmodell der Koreaner. Nur die Batterien seien den Club-Pannenhelfern als Schwachstelle aufgefallen.

Der wie das Kompaktmodell Cee’d in Europa und für Europa entwickelte Kia Venga wurde 2009 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt. Das Fahrzeug hat einen vergleichsweise langen Radstand und eine recht hohe Dachlinie, was gewisse Freiheiten im Innenraum zulässt.

Auf die G-Klasse fahren alle ab
Ob als praktische Nutzfahrzeuge für Ausflüge über Stock und Stein in die freie Natur oder als Prestigeobjekte für den Großstadtdschungel:
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Der Boom der SUV und Geländewagen ist ungebrochen. Und obwohl der Trend aus den USA stammt, interessieren sich die Autofahrer hierzulande vor allem für deutsche und britische Modelle – allen voran die Mercedes-Benz G-Klasse. Das hat eine aktuelle Auswertung von AutoScout24 ergeben. Die simple Fragestellung: „Welche Geländewagen und SUV erhalten die meisten Seitenaufrufe in Deutschland auf dem Online-Fahrzeugmarkt?“ Woraus man indirekt ableiten kann, welche SUV besonders begehrt sind.

Lebendes Fossil auf Platz eins
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Die G-Klasse von Mercedes-Benz (hier die neueste AMG-Variante) geht als klare Nummer eins hervor. Der Klassiker unter den Geländewagen hat sich äußerlich seit mehr als 25 Jahren kaum verändert. Er erhält – trotz eines Durchschnittspreises von rund 64.000 Euro als Gebrauchtwagen – in Deutschland die meisten Seitenaufrufe unter allen Offroadern bei AutoScout24.

Auf Platz zwei ...
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... der meisten Modelabfragen für gebrauchte SUV steht der bayerische Hersteller BMW mit seinem SUV-Coupé X6. Das schnittige Modell mit dem unübersehbaren Heck kostet gebraucht durchschnittlich 48.000 Euro. Dafür gibt es aber nur die vorherigen Modelle, garantiert nicht die hier abgebildete neue Version des bärenstarken X6 M.

Auf Platz 3
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Der Range Rover Sport (42.000 Euro) vom britischen Hersteller Land Rover liegt als bestplatziertes ausländisches Fahrzeug auf Platz drei. „Die deutschen Hersteller dominieren den Gebrauchtwagenmarkt in Deutschland im Bereich SUV und Geländewagen“, stellt Sebastian Lorenz von AutoScout24 fest.

Platz 4
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Der X5 aus dem Hause BMW, der gebraucht laut Autoscout durchschnittlich noch 31.000 Euro kostet.

Gebraucht für durchschnittlich 62.000 Euro zu haben.
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Der Traum von der Größe: Die besonders geräumige GL-Klasse von Mercedes-Benz landet auf Platz fünf der Beliebtheitsskala.

Neun von zehn der beliebtesten SUV und Geländewagen kommen aus Europa
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An sechster Stelle des Autoscout-Rankings folgen wiederum die Briten von Land Rover mit dem Modell Range Rover. Der Oberklasse-Geländewagen gilt als Vorbild für viele spätere SUV unterschiedlicher Hersteller. Er ist gebraucht für durchschnittlich 45.000 Euro zu haben.

Das Ladevolumen liegt bei bis zu 1341 Liter, die Ladefläche ist eben. Bei hochgeklappten Sitzen bleiben immerhin noch 444 Liter. Zum Jahr 2015 führte der Hersteller ein Facelift durch, das dem Modell eine neue Front mit größerem Kühler und integrierten Nebel- und LED-Tagfahrleuchten brachte. Auch das Heck wurde leicht modifiziert.

Bei der Motorisierung geht Kia keine Experimente ein. Es gibt je zwei Benziner und Diesel. Die Ottomotoren leisten 66 kW/90 PS und 92 kW/125 PS.

Auch den Selbstzünder gibt es mit 66 kW/90 PS, der stärkere kommt auf 94 kW/128 PS. Bei den Aggregaten handelt es sich um die weltweit in Pkw am meisten verbaute Art: quer zur Fahrtrichtung liegende Vierzylinder. Kleinere Motoren fehlen ebenso wie alternative Antriebe.

Alt, aber gut
Gute Gebrauchte bis 5.000 Euro, gibts das überhaupt?
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Beim Gebrauchtwagenkauf kann man viel falsch machen. Da gibt es drei Jahre alte Fahrzeuge, von dem schon bei der ersten Hauptuntersuchung ein Viertel aller Exemplare mit erheblichen Mängeln durchfällt. Oder Autos, von denen zehn Jahre nach ihrer Erstzulassung nur jeder Fünfte einen zweiten Anlauf braucht.

Im TÜV-Report informieren die Sachverständigen jedes Jahr darüber, welche der überprüften Modelle am besten abschneiden. Wie zeigen in der folgenden Auswahl fünf Empfehlungen aus fünf Fahrzeugklassen ...

Erreichbares Sparmobil:
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Die Optik des Toyota Prius muss nicht gefallen, die Verbrauchswerte und Mängelquote tun es aber auf jeden Fall. Der Hybrid schluckt 4,3 Liter Super auf 100 Kilometern (Normverbrauch) und auch nach acht bis neun Jahren und mehr als 100.000 Kilometern Laufleistung fallen nur 13 Prozent wegen erheblicher Mängel durch den TÜV. Die Preise für den japanischen Hybrid beginnen bei unter 5.000 Euro.

Keine Schönheit: Toyota Prius, Bj. 2004
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Im „Auto Bild“-Dauertest über 100.000 Kilometer beeindruckte der Prius II (2003 bis 2009) mit hervorragender Zuverlässigkeit und schloss mit der Traumnote 1 ab. Der 2009 vorgestellte Nachfolger erreichte dieses Top-Ergebnis nicht ganz: Bei ihm brannten auf 100.000 Kilometer zwei Scheinwerferglühlampen durch – eine mehr als beim Prius II. Trotzdem: Note 1.

Bezahlbare Einstiegsmobilität:
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Besonders für sparsame Stadt-Bewohner ist der Mazda2 eine interessante Option - entweder in der Mini-Van-Version, die bis 2007 gebaut wurden oder dem etwas schickeren Kleinwagen-Nachfolger. Beide Modelle zeichnen sich durch ihre Langzeithaltbarkeit aus, rollen überdurchschnittlich oft ohne Beanstandungen vom Hof der Prüfer. Preislich geht es auf den gängigen Internetbörsen bei rund 2.000 Euro los.

Preiswerter Hochsitz:
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Der Honda CR-V schneidet beim TÜV selbst im hohen Alter besser ab als der Durchschnitt der geprüften Autos. Sogar das bei SUV häufig verschleißanfällige Fahrwerk ist solide. Die eigenwillige Robust-Optik hat der Hochbeiner mit dem Generationswechsel ab 2006 abgelegt ...

Honda CR-V
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1996 kam der erste Honda CR-V auf den Markt - noch als recht kantiges Gefährt. Bereits die 2001 eingeführte zweite Auflage hatte deutlich mehr Rundungen im Blech. 2006 folgte die dritte, endgültig zum modernen SUV gereifte Generation.

2010 gab es für sie ein letztes Facelift, bevor im November 2012 die vierte Auflage erschien - mit größerem Kofferraum und mehr Platz für die Passagiere sowie sparsameren Motoren. Neu war auch eine Variante mit Frontantrieb, bis dahin gab es das SUV nur mit Allradantrieb.

Bei alten Modellen (die Preise für einigermaßen gepflegte Exemplare starten bei gut 3.000 Euro) sollte man auf Ausstattung mit ESP achten, bei neuen ist es serienmäßig.

Laut "TÜV Report" schneidet der Honda CR-V bei der HU überdurchschnittlich gut ab
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Auch der ADAC hat an dem SUV-Modell wenig auszusetzen und moniert hauptsächlich Störungen der Wegfahrsperre bei bis 2003 gefertigten Fahrzeugen. Bis zum Baujahr 2001 verzeichnet der Autoclub häufigen Marderbiss an den Zündkabeln. Wie viele Japaner sei auch der CR-V insgesamt ein sehr zuverlässiges Auto.

Unter der Haube des Japaners kommen Otto- oder Dieselmotoren zum Einsatz, allesamt Reihenvierzylinder. Extrem leistungsstarke Motoren fehlen in der Palette, ebenso Downsizing-Aggregate, die aus kleinen Hubräumen vergleichsweise viel Kraft schöpfen. Seit 2001 verrichten je nach Baujahr und Ausführung 2,0 und 2,4 Liter große Benziner die Arbeit, sie leisten zwischen 108 kW/147 PS und 122 kW/166 PS. Die 2,2 Liter großen Selbstzünder kommen auf 103 kW/140 PS beziehungsweise 110 kW/150 PS. Seit 2007 baut Honda Rußpartikelfilter ein.

Der laut Schwacke-Liste mit durchschnittlich für 6200 Euro verkaufte Kia Venga 1.4 CVVT Attract mit 66 kW/90 PS vom ersten Baujahr 2009 ist die wohl günstigste aufzutreibende Variante des Korea-MPVs. Die Marktbeobachter gehen dabei von einer Laufleistung von 74.000 Kilometern aus.

Noch mit 15.050 Euro wird der 1.6 CVVT Platinum Edition mit 92 kW/125 PS von 2013 gelistet (26.000 Kilometer).

Wer einen etwas älteren Diesel sucht, muss im Falle des Venga 1.6 CRDi 128 Titanium Collection von 2011 mit 94 kW/128 PS noch um die 10.100 Euro einplanen. Ein solches Auto dürfte um die 80.600 Kilometer auf dem Tacho haben.

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