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Driver´s Seat Renner im Stimmbruch

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Nicole Bernthaler ist entspannt, zufrieden und kann ihre Euphorie nur schlecht verstecken. „Ich bin total begeistert und habe das Gefühl, dass ich den Wagen schon immer fahren würde“, sagt die eingeschworene Volvo-Fahrerin. Der Testerin fällt ein Kollege ein. „Der ist ein leidenschaftlicher BMW-Fahrer und hat mir gesagt, diese Autos passen wie ein perfekt sitzender Lederhandschuh, in den man hineinschlüpft“, erzählt sie.

Doch dann ist erst einmal genug mit den Lobeshymnen. Die Realität des Tests hat uns wieder. Denn auf der Autobahnfahrt in Richtung Oberursel kann der 1er noch nicht zeigen, was in ihm steckt. Die A 661 ist zu stark befahren, so dass Bernthaler das Gaspedal nur moderat durchdrücken kann. Mehr darf sie auch nicht, denn auf der Strecke gilt eine Geschwindigkeitsbeschränkung – bei 130 km/h ist Schluss mit dem lustigen Gasgeben, sonst wird’s teuer.

Dem bärenstarken Vierzylinder macht das nichts aus. Wie an einer Schnur zieht er seine Bahnen. Und der lang übersetzte sechste Gang leistet ganze Arbeit. Reduziert wird durch ihn nicht nur der Spritverbrauch, sondern auch die Geräuschkulisse im Innenraum des kleinen BMW.

Ganz so still und leise mag es unsere Testerin im wirklichen Leben nicht. Sie ist das, was wir gemeinhin als einen kommunikativen Menschen bezeichnen. Das war wohl auch der Grund, warum die gebürtige Stuttgarterin nach dem Abitur nicht geradlinig ein Studium aufnahm, sondern beim Club Med als Animateurin anheuerte und die große weite, sonnige Welt der guten Laune von Frankreich bis Griechenland kennen lernte.

Im Anschluss zog sie es doch zu akademischen Weihen. Nach ihrem Abschluss als Betriebswirtin schaffte sie nach beruflichen Stationen unter anderem bei der Quelle AG den Sprung zur Geschäftsführerin beim Internet-Reiseportal Lastminute.com. Und bei Worldhotels betreut Bernthaler heute die Vorstandsbereiche Unternehmensstrategie und Marketing.

Die Arbeit macht ihr Spaß, auch wenn ihre Freizeit kurz bemessen ist und viele Sitzungen anstehen. Und nicht nur in Frankfurt, sondern oft auch in London oder Hongkong. Bei so viel Flügen macht es sich gut, dass sie neben Englisch auch Französisch und Italienisch fließend spricht. Nur schwäbeln mag die Stuttgarterin nicht mehr. „Ich kann es zwar noch, aber ich habe es mir abgewöhnt, als ich mit einer Kommilitonin aus Essen zusammengewohnt habe“, sagt sie. Und auch am Quelle-Telefon, an dem sie während des Studiums jobbte, war Schwäbisch nicht „Amtssprache“.

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