Fahrbericht Mercedes-Benz C-Klasse Näher dran an der S-Klasse

Tolles Design, moderner Innenraum, Leichtbau und jede Menge Ausstattung: Die neue C-Klasse könnte ein großer Wurf werden. Allerdings wird die neue Generation auch einem anderen Mercedes-Modell gefährlich.
  • Peter Eck
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  • Spotpress
 Auf den ersten Testfahrten überzeugte uns die C-Klasse vor allem durch ihre Handlichkeit und das wohl geringste Geräuschniveau in ihrer Klasse. Quelle: Daimler

Auf ersten Testfahrten überzeugt die C-Klasse durch ihre Handlichkeit und das wohl geringte Geräuschniveau.

Die Rollen schienen bisher klar verteilt: In der Limousinen-Flotte von Mercedes spielt die S-Klasse das Fahrzeug für den Unternehmer und Vorstandsvorsitzenden, die E-Klasse das Dienstauto für den gehobenen Manager und die C-Klasse – na ja, in manchen Augen vielleicht das Vehikel für den Rentner, der eine A- oder B-Klasse nicht als vollwertiges Fahrzeug mit Stern akzeptieren kann.

Aber, um es mal mit einer etwas weniger exquisiten deutschen Marke zu sagen: Umparken im Kopf ist angesagt. Die neue, ab 15. März und ab 33.558 Euro erhältliche C-Klasse räumt mit dem bisherigen biederen Image dieses Modells kräftig auf. Vor allem in zwei Kategorien setzt die Mercedes-Mittelklasse überraschend einen neuen Maßstab.

Von wegen Baby-Benz
25th annual North American Interational Auto Show in Detroit
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Seit 1993 steht die C-Klasse als Synonym für die Mittelklasse bei Mercedes. Eine im wahrsten Sinn des Wortes vitaminreiche Zutat zum Produktportfolio der Schwaben. Nur die E-Klasse ist für Umsatz und Ertrag bei den Schwaben wichtiger als die C-Klasse, deren neueste Generation jetzt auf der Automesse in Detroit ihre Premiere feierte.

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Mehr als zehn Millionen Einheiten hat Mercedes von seiner Mittelklasse in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten gefertigt. Kommen noch die 1.879.629 Exemplare des von 1982 bis 1993 gebauten Vorhängers Mercedes 190 hinzu, unterstreichen alleine die Produktionszahlen die Bedeutung der Modellreihe für den Hersteller.

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Im März steht die neue Generation der Baureihe zu Preisen ab 33.558 Euro für den C 180 bei den deutschen Händlern. Wenig später folgt die Kombi-Variante, die ihre Weltpremiere auf dem Genfer Automobilsalon feiern wird.

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Inzwischen hat die einst als „Baby-Benz“ gestartete Baureihe in den Abmessungen fast die E-Klasse erreicht. Sie rollt als eine Art Miniatur-Ausgabe der S-Klasse zu den Kunden und setzt damit eine Tradition fort. Als vor inzwischen gut 30 Jahren der Mercedes 190 entwickelt wurde, hatten die Ingenieure den Auftrag, sich vor allem an der größten Stuttgarter Baureihe zu orientieren. Mit einer Länge von 4,69 und einem Radstand von 2,8 Metern kommt die neue C-Klasse nun also der E-Klasse nahe, bringt aber trotz des Zuwachses um zehn Zentimeter in der Länge gut 100 Kilo weniger auf die Waage.

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Wie bisher gibt es das Modell mit zwei Gesichtern: einer konservativen Front mit Stern auf der Motorhaube (hinten im Bild) und einer aggressiver gestalteten Frontpartie mit wuchtigem Stern, der in den Kühlergrill integriert ist.

huGO-BildID: 34621916 A new Mercedes C-Class sedan is presented, Monday, Jan. 13, 2014, at the North American International Auto Show in Detroit, Mic
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Doch auch mit dem vermeintlich konservativeren Kühlergrill trägt die neue C-Klasse dick auf. Nicht nur im Rückspiegel des Vordermanns kann die „kleine“ Limousine leicht mit der großen S-Klasse verwechselt werden.

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Beim Design setzen die Stuttgarter Kreativen bewusst auf eine neue Formensprache, die sich vollkommen vom Vorgänger-Modell löst und nicht auf Evolution setzt. Die neue C-Klasse ist dennoch auf Anhieb als Mercedes erkennbar und kombiniert Elemente aus der A- und S-Klasse, was aber alles andere als widersprüchlich wirkt und einen Auftritt zur Folge hat, bei dem eine unerwartet harmonische Mischung aus Dynamik und Gediegenheit entsteht.

Das wäre zum einen das Design zu nennen. Durch eine geschickte Linienführung wirkt das Heck, trotz eines immerhin im Vergleich zum Vorgänger um 20 auf 480 Liter angewachsenen Kofferraums, kurz und knackig, die Motorhaube dagegen langgestreckt: So sehen gemeinhin Sportwagen aus.

Ein Eindruck, der durch die breite Schulter und zumindest optisch klein wirkenden Anteil an Fensterfläche unterstrichen wird. Sowohl die Seitenlinie als auch das Heck nehmen zudem deutlich Anleihen an der seit vorigem Jahr neuen S-Klasse.

Mercedes lässt den Käufern die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Fronten. Der sogenannte Sportgrill mit eingelassenem Stern ist Serie und kommt auch in der Ausstattungslinie Avantgarde zum Einsatz. Wer die klassische Linie Exklusive wählt, erhält einen Stern auf der Motorhaube und eine etwas größere, den Status der Limousine betonenden Kühlergrill.

Nur hier kann der Grill gegen 120 Euro Aufpreis auch die Lamellen komplett schließen, was bei schneller Fahrt den cW-Wert drückt und 0,1 Liter Ersparnis auf 100 Kilometern bringen soll.

Den zweiten Maßstab setzt Mercedes mit dem Innenraum und dessen Verarbeitung. Quelle: Daimler

Den zweiten Maßstab setzt Mercedes mit dem Innenraum und dessen Verarbeitung.

Den zweiten Maßstab setzt Mercedes mit dem Innenraum und dessen Verarbeitung. Hier entfernen sich die Schwaben wohl am deutlichsten vom Vorgängermodell und schließen in der Verarbeitungsqualität zu Audi auf – mindestens. So wirkt die Schalterreihe auf der Mittelkonsole gleich unterhalb der runden Luftaustrittsdüsen so hochwertig, als wäre sie direkt aus der Oberklasse importiert.

Neu in der C-Klasse sind Komfort- und Sicherheitselemente wie das Head-up-Display, das wichtige Informationen farbig in die Windschutzscheibe spiegelt, oder auch das Touchpad auf der Mittelkonsole, das die Eingabe von Befehlen per Schreibbefehl möglich macht.

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