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Handelsblatt Autotest Opel Mokka Der liebenswerte Softie

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Sportlich ist anders
Ebener Boden, niedrige Ladekante - fertig zum Einpacken. Quelle: Frank G. Heide

Ebener Boden, niedrige Ladekante - fertig zum Einpacken.

(Foto: Frank G. Heide)

Der 1,4-Liter-Turbobenziner mit immerhin 140 PS macht Hoffnung, dass aus dem gutmütigen Hausfreund doch noch etwas Temperament herauszukitzeln ist. In der Stadt und auf Kurzstrecken tritt er auch ganz lebhaft an, doch bei höheren Geschwindigkeiten geht ihm rasch die Puste aus. Sportlich ist anders. Und man merkt ihm an, dass ihn dynamisches Fahren anstrengt: Je höher die Drehzahl, desto störender wird das ziemlich laute Motorgeräusch.

Dass er nicht für hohe Geschwindigkeiten gebaut ist, zeigt sich leider auch an der Tankstelle. Wer den getesteten Benziner mit einem Durchschnittsverbrauch von deutlich unter sieben Litern auf 100 Kilometern fahren will, muss schon zurückhaltend bis zur Selbstverleugnung fahren. Bei normaler Benutzung braucht er mehr als acht Liter im Schnitt. Das ist eindeutig zu durstig.

Das Fahrverhalten ist gut, der Wagen liegt stabil auch in zügig gefahrenen Kurven, tendiert aber dazu, etwas stark nach außen zu drücken und zu untersteuern. Er ist straff, aber angenehm gefedert. Auch abseits befestigter Straßen kommt er nicht aus dem Tritt.

Sensoren entscheiden automatisch, wann der Hinterradantrieb zugeschaltet werden muss. Wahrscheinlich jedoch wird kaum ein Mokka-Besitzer seinen Wagen je über Matsch und Geröll fahren, das Gelände des Lifestyle-Offroaders ist der City-Dschungel. Da wirkt die Bergabfahrhilfe eher exotisch und deplatziert.

Nur in einer Beziehung hat mich der sonst so zuverlässige Begleiter zuweilen böse im Stich gelassen – und zwar ausgerechnet bei der Navigation. Zwar ist die Bedienung des Navigationsgeräts einfach und intuitiv.

Doch in der Praxis hatte es einige unerklärliche Aussetzer. Schwierig war insbesondere die Korrektur, wenn man vom ursprünglich berechneten Weg abwich. So verlor es beispielsweise mitten in Bremen komplett die Orientierung, schickte mich mehrfach in die falsche Richtung und forderte schließlich zum Linksabbiegen auf, wo es auf einer vierspurigen Straße nicht nur verboten, sondern sogar lebensgefährlich gewesen wäre.

Das Kartenbild ist eher bunt, was der Übersichtlichkeit nicht immer zuträglich ist. Quelle: Frank G. Heide

Das Kartenbild ist eher bunt, was der Übersichtlichkeit nicht immer zuträglich ist.

(Foto: Frank G. Heide)

Der Grundpreis von 18.990 Euro für einen 115-PS-Benziner ist bei der angebotenen Qualität durchaus konkurrenzfähig. Für einen vergleichbar motorisierten Skoda Yeti beispielsweise muss man bereits etwas mehr als 20.000 Euro hinblättern, auch der Nissan Qashqai fängt bei 19.990 Euro an. Wenn man den Mokka aber mit einer besseren Motorisierung, einer ansprechenden Ausstattung und einigen sinnvollen Extras haben möchte, schnellt der Preis schnell in Richtung der 30.000 Euro. Doch in der Beziehung ist ja auch die Konkurrenz nicht zimperlich.

Fazit: Wer den Mokka gefahren ist, wundert sich nicht mehr über den Erfolg dieses liebenswerten Softies mit hohem Wohlfühl-Faktor. Er ist zuverlässig, schick gestylt und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Und so einem netten Kumpel verzeiht man auch die eine oder andere Schwäche.

Restwertprognosen im Vergleich von Bähr & Fess Forecasts

MarkeModellPSNeupreisRestwert 2018 Wertverlust
OpelMokka Edition 1.4 Turbo14022.675 €51% / 11.564 €11.111 €
Peugeot2008 Allure, 120 VTi12019.850 €52,5% / 10.421 €9.429 €
SkodaYeti Active, 1.4 TSI 12221.190 €53% / 11.231 €9.959 €

Technische Daten (Fünftürer mit 6-Gang-Schaltgetriebe)

Länge: 4.278 mm, Breite: 1.777 / 2.39 mm, Höhe: 1.658 mm, Radstand: 2.555 mm
Motor: Vierzylinder-Benziner mit 1.364 ccm Hubraum
Leistung: 140 PS / 103 kW bei 4.900 - 6.000 U/min
max. Drehmoment: 200 Nm bei 1.850 – 4.900 U/min
Verbrauch (nach EU-Norm): 5,9 Liter/100 km, CO2-Emissionen: 139 g/km, Effizienzklasse: C
Höchstgeschwindigkeit: 193 km/h, Beschleunigung von 0 auf 100 km/h: 9,9 Sekunden
Leergewicht: 1.355 - 1.504 kg, max. Anhängelast: 1.200 kg (gebremst)
Kofferraumvolumen: 356 – 1.372 Liter, Tankinhalt: 53 l; Wendekreis: 10,9 m

Starkes Gebräu - Opel Mokka

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1 Kommentar zu "Handelsblatt Autotest Opel Mokka: Der liebenswerte Softie"

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  • Mehr als 8 Liter im Alltagsgebrauch für einen Kompaktwagen für Senioren und Versehrte? Das ist ja der Stand von vor 30 Jahren! So ein Verschwender kommt mir nicht auf den Hof!

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