Lexus GS 450h im Handelsblatt-Test Das beste Auto, das nicht deutsch ist

Bei Oberklasse-Limousinen kommt hierzulande niemand an Audi, Mercedes und BMW vorbei. Mit den Jahren ist aber eine starke und ebenbürtige Konkurrenz gewachsen, wie der Lexus GS 450h im Test zeigt.
19 Kommentare
Lexus hat inzwischen ein frisches und eigenständiges Design entwickelt. Nur bei den Rücklichtern mit den L-förmigen Leuchten lehnen sich die Japaner noch sehr stark an BMW an. Quelle: Sebastian Schaal

Lexus hat inzwischen ein frisches und eigenständiges Design entwickelt. Nur bei den Rücklichtern mit den L-förmigen Leuchten lehnen sich die Japaner noch sehr stark an BMW an.

(Foto: Sebastian Schaal)

DüsseldorfSolide Verarbeitung, Zuverlässigkeit und einen Hybrid-Antrieb. Das sind Eigenschaften, die die meisten Menschen mit einem Lexus verbinden. Das klingt war alles gut und praktisch für ein Alltagsauto, aber irgendwie nicht richtig sexy - und vor allem nicht sexy aussehend.

Den Gegenbeweis tritt jetzt der neue GS 450h an. Mit einer eigenständigen, aggressiven Optik sticht die Limousine aus dem Allerlei der deutschen Konkurrenz heraus. Gemeint sind hier der Audi A6, die 5er-Baureihe von BMW und die Mercedes E-Klasse, die zusammen das Segment unter sich aufgeteilt haben. Bis auf einen kleinen Rest, um den unter anderem der Lexus buhlt.

Früher waren die Japaner dafür bekannt, sich beim Design sehr stark an den deutschen Modellen anzulehnen. Mit dem GS sind diese Zeiten endgültig vorbei. Die neue Designsprache ist geprägt von Sicken und Kanten, besonders der Diabolo-Kühlergrill sticht hier heraus. Verglichen mit der zerklüfteten Front ist die Seitenlinie geradezu konservativ. Nur das Heck erinnert noch an die alten Zeiten, als ein Lexus eine Art Best-Of der deutschen Autos war: Die L-förmigen Leuchtbänder in den Rücklichtern sehen sehr nach BMW aus.

Das erfrischend andere Design setzt sich auch im Innenraum fort. Beim Einstiegen fällt der Blick sofort auf die schön gestaltete Analoguhr in der Mittelkonsole, die aus einem Stück Aluminium gefräst ist. Die serienmäßigen Ledersitze (im Hybrid ab Werk auch beheizbar und kühlbar) sind sehr bequem, das Lenkrad fasst sich gut an. Überzeugend sind auch Details wie die Armlehnen in den Türen: So angenehm weich ist kaum ein anderes Auto gepolstert. Dazu gibt es noch große Ablagen in der Mittelkonsole und den Türen. Eben alles auf das komfortable Reisen ausgelegt. Nur die Digitalanzeigen der Klimaanlage wirken etwas aus der Zeit gefallen.

In der Basis-Ausstattung kostet der Hybrid mindestens 54.750 Euro, wir sind die „Luxury Line“ für 70.500 Euro gefahren. Und das meint wirklich Luxury, fast alle technischen Luxus-Spielereien sind ab Werk an Bord. Neben den bereits erwähnten beheiz- und belüftbaren Ledersitzen ist das unter anderem ein Navigationssystem mit einem acht Zoll großen Display, eine Klimaautomatik, eine Rückfahrkamera und Totwinkel-Warner in den Außenspiegeln. Gegen Aufpreis gibt es für das Navi sogar einen 12-Zoll-Monitor, den größten in einem Serienauto.

Die aggressive Front geht in eine deutlich ruhigere Seitenlinie über. Während die Türen bei BMW mit Sicken und Kanten übersät sind, bleibt Lexus hier elegant-schlicht. Quelle: Sebastian Schaal

Die aggressive Front geht in eine deutlich ruhigere Seitenlinie über. Während die Türen bei BMW mit Sicken und Kanten übersät sind, bleibt Lexus hier elegant-schlicht.

(Foto: Sebastian Schaal)
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19 Kommentare zu "Lexus GS 450h im Handelsblatt-Test: Das beste Auto, das nicht deutsch ist"

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  • Sebastian Schaal. Einer von vielen deutschen Journalisten bei dem alles Gute deutsch sein muss. "Das beste Auto, das nicht deutsch ist." Ein lächerlicher Artikel. Die große Mehrzahl der Autos aus Japan und Süd-Korea sind von besserer Qualität.

  • Danke für die Info, tatsächlich dachte ich der MX-5 sei ein Toyota, smile!.

  • @ingenius
    In manchen Punkten stimme ich Ihnen zu,nur was die Technik angeht, baut Toyota sicher nicht schwerer wie deutsche Autobauer, Frame Technik, Alu Bauweise alles recht und gut,nur wie schon von Ihnen angemerkt ein teurer Spaß,und wenn man noch weiter geht, lesen welcher
    Autohersteller die meisten Patente in verschiedenen Technologien anmeldet....nur zu Info der MX-5 ist ein Mazda. Bauen auch gute Autos, kleiner Hersteller mit vielen guten Ideen, wenn man sich z.B. die Sky Activ Motoren anschaut. Wenn BMW mit Toyota einen Technologie Austausch eingeht, dann gehe ich davon aus, dass dies auf Augenhöhe von zwei guten Firmen geschieht.
    P.S. TSK, Schluchti, LXS(TSK?) sachliche Kommentare sind interessant, beleidigende Äusserungen, Theken Theorien, Stammtisch Ergebnisse eher nicht....

  • Na wenn die Deutschen in der Oberklasse nur Schrott bauen, warum beherrschen Sie denn ebendiese Oberklasse nahezu dominant und das mit steigender Tendenz.
    Hinsichtlich J.D. Powers möchte ich gerne noch einmal auf diesen Link verweisen:
    J.D. Powers hat unterschiedliche Statistiken, wer möchte, kann sich einige davon hier anschauen:
    http://www.autobild.de/artikel/j.d.-power-report-2012-3459179.html

    Deutsche Fahrzeuge machen dort übrigens einen guten Eindruck.
    Und bitteschön, immer schön sachlich bleiben!




  • Mach mir nicht meine Sandburg kaputt, sonst sage ich das meiner Mama und die haut dich ganz doll!

    Man glaubt es nicht, was für Spinner sich hier tummeln.

    Ich kann nur hoffen, dass dies keine erwachsenen Menschen mit Verantwortung sind, sondern nur ein paar Leute, denen zuhause gerade etwas langweilig ist und die auf reine Provokation aus sind.

    Und ich falle auch noch darauf herein. :)

  • Sind sie betrunken?

    Toyota/Lexus baut die besten Hybride. Deutsche Hersteller haben da nichts drauf und betteln vor der Toyota Konzernzentrale um Lizenzen für deren Hybridtechnik. Wenn mans halt selbst nix kann...

  • Das Auto ist wie eine Schweizer Uhr - Schnee von gestern, veraltet und überteuert...Andere Hersteller können es besser und bieten Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge an.

  • J.D. Power weißt jedes jahr aufs Neue nach, dass deutsche autos überteuerter Abfall sind:

    http://performancedrive.com.au/wp-content/uploads/2013/02/2013-JD-Power-Vehicle-Dependability-Study.jpg

    LEXUS ist das Maß der Dinge.
    Benz, BMW und Audi spiele in der 2. Liga. Speziell Audi sogar eher in der 3.

  • Dann kauf dir halt n laster oder n Eselskarren...

    Der GS450h ist ein high-tech Hybrid, der dem 0815 Schrott der Deutschen in jeder Hinsicht überlegen ist. Wenn man halt sonst nichts zu meckern findet... vielleicht sollten sie noch die mangelnde Geländegängigkeit des Lexus kritisieren.

    Technik und Qualität können sie ja nicht kritisieren, denn da ist Lexus der deutschen "Konkurrenz" Lichtjahre voraus.

  • Toyota baut gute und zuverlässige Autos, dass ist bekannt, was allerdings auch darin liegt, dass sie sich mit technischen Änderungen zurückhalten und relativ schwer bauen.
    J.D. Powers hat unterschiedliche Statistiken, wer möchte, kann sich einige davon hier anschauen:
    http://www.autobild.de/artikel/j.d.-power-report-2012-3459179.html
    Deutsche Fahrzeuge machen dort übrigens einen guten Eindruck.
    Was ich beindruckend finde, dass man solche Zweitonner mittlerweile als Diesel oder Hybrid mit 7L durch die Gegend gleiten lassen kann, wobei die Deutschen beim Diesel und die Japaner beim Hybrid die Nase vorne haben.
    Bei den Verbräuchen liegen Toyotas, auch wieder wegen ihrer schweren Bauweise höher als deutsche Fahrzeuge, allerdings habe ich persönlich nur Erfahrungen in der Mittelklasse gemacht.
    Bei der Oberklasse ist sehe ich bei Limousinen keinen großen Unterschied, bei luxuriösen Jeeps scheinen mir allerdings die deutschen Hersteller deutlich besser zu sein.Ein vereidigter Sachverständiger den ich kenne, sagte mir jedoch, dass Reparaturen nach schweren Unfällen bei BMW extrem teuer wären, da dort diverse Modelle ein Aluminium-Fahrwerk hätten.
    Da ich lieber in mein Haus investiere steht weder eine Entscheidung für Lexus noch für BMW an doch wenn, entschiede ich mich für den Bayerischen Nobelschlitten. Sei es wegen des Images, sei es des Designs, da würde ich doch sagen, wenn schon denn schon und den BMW nehmen.
    Denn die Autos von Toyota fand ich schon immer furchtbar laaaangweilig, wenn ich mal vom kleinem MX-5 und dem Camry absehe. Bei dem neuen Lexus paßt optisch das Vorderteil nicht gut zum Hinterteil. Die Seite finde ich durchaus gefällig, sie wirkt eher Coupe artig, weswegen ich mich Frage, ob man dort auch hinten mit 1,86m bequem einsteigen kann.

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