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Mercedes CLS 400 im Handelsblatt-Test Der Grabscher von Untertürkheim

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Fazit: Geld spielt eine Rolle
Das Tablet-artige Kontrollpanel ist nach wie vor ein optischer Störfaktor. Um die Heerscharen an Assistenten zu verwalten, ist der Computer jedoch unabdingbar.

Das Tablet-artige Kontrollpanel ist nach wie vor ein optischer Störfaktor. Um die Heerscharen an Assistenten zu verwalten, ist der Computer jedoch unabdingbar.

Denn mit dem entsprechenden Kleingeld entwickelt sich der CLS zum Spa auf Rädern. Der Wagen, der auch bei höherer Geschwindigkeit und auf längeren Strecken entspannt wie an der Schnur gezogen durch den Verkehr schiebt, entwickelt im Innenstadtverkehr und im Stau noch einmal besondere Qualitäten.

Für gut 2.600 Euro übernimmt der Fahrassistent die Drecksarbeit. 10 Kilometer Stau im Feierabendverkehr? Musik vom Handy abspielen, Sitzheizung (oder Kühlung) an, eine von mehreren Massageeinstellungen gewählt – zurücklehnen.

Es ist gruselig, doch die Assistenten nutzen Abstandsmessung, Spurhaltesystem und Bremsassistent, um völlig eigenständig zu fahren. Bis 50 km/h macht der Wagen das mit, dann fordert er wieder Einsatz von Hand und Fuß. Größte Herausforderung: Nicht einschlafen.

Fazit: Mercedes weiß beim CLS 400 genau, was sie tun. Das Coupé verkauft sich trotz des Preises blendend, was nicht nur am Design liegt. Der V6 liefert zuverlässig Vortrieb, ohne aufdringlich zu sein. Im Eco-Modus handzahm, im Sportmodus nicht unbezähmbar. Es verwundert nicht, dass besonders Herren im Rentenalter neidische Blicke abfeuern.

Der Fahrkomfort ist über jeden Zweifel erhaben. Für zwei Erwachsene bietet der CLS genug Platz, auch auf Reisen. Darüber hinaus sollten nur noch Kinder Platz im Fonds finden, sonst wird es eng.

Ärgerlich, wenn auch vorhersehbar, sind eigentlich nur der hohe Spritverbrauch – natürlich klar über den Laborwerten von zehn bzw. 5,7 Litern – und die vielen Kompromisse, mit denen Mercedes letztlich eine sportlich angehauchte Limousine abliefert. Etwas mehr Rüpelhaftigkeit zur rechten Zeit stünde ihm gut zu Gesicht. Ich hätte dem Gentleman hier und da gerne in den Hintern getreten.

Aber dafür kann ich sagen, dass ich noch so gerne im Stau gestanden habe. Wer für ein repräsentatives Fahrzeug mit viel Kraft und Annehmlichkeiten bereit ist tief in die Tasche zu greifen, trifft mit dem CLS 400 sicherlich keine falsche Wahl.

Restwertprognosen im Vergleich von Bähr & Fess Forecasts:

MarkeModellkWNeupreisRestwert 2019Wertverlust
MercedesCLS 40024562.714 €50% / 31.357 €31.357 €
Audi A7 3.0 TFSI Quattro24561.300 €51,5% / 31.570 €29.730 €
BMW640i Coupé32075.300 €47% / 35.391 €39.909 €

Technische Daten:
Breite: 1.881 / 2.071 mm
Höhe: 1.418 mm
Länge: 4.937 mm
Radstand: 2.874 mm
Wendekreis: 11,18 m
Kofferraumvolumen: 520 Liter
Leergewicht / Zuladung: 1.775 / 485 Kilo
Motor CLS 400: V6.Benziner mit 3.498 ccm Hubraum,
Beschleunigung: 0 - 100 km/h: 5,3 Sek.
245 kW bei 5.250 - 6.00 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h
Normverbrauch kombiniert: 7,3 l / 100 km
CO2-Emmissionen: 170/169 g/km, Energieeffizienzklasse C
Emissionsklasse: Euro 6
Bereifung / Räder: 245/45 R 17

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