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Mercedes S 500 L im Handelsblatt-Test Auf dem Thron des deutschen Automobilbaus

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Die Technik hat ihren Preis

Nicht so in der S-Klasse. Sobald das System einen Fußgänger erkennt – was deutlich früher als bei der Konkurrenz der Fall ist – wird im großen Fahrer-Display das Kamerabild eingeblendet und der Passant mit einem gelben Rahmen markiert.

Wenn ich an dem Fußgänger vorbei gefahren bin, verschwindet das Bild wieder. So muss das funktionieren – ein System, das im Hintergrund arbeitet und mich im entscheidenden Moment unterstützt. Und kein Kamerabild, das ich selbst einschalten und dann die ganze Zeit überwachen muss.

Schöne Kommandozentrale: Über Tasten und Touchpad steuert man (bzw. der Chauffeur) die zahlreichen Assistenzsysteme, Sicherheits- und Komfortfeatures der langen S-Klasse. Per Fernbedienung ist das aber auch von hinten rechts möglich, wo sich der beste Platz befindet. Quelle: Sebastian Schaal

Schöne Kommandozentrale: Über Tasten und Touchpad steuert man (bzw. der Chauffeur) die zahlreichen Assistenzsysteme, Sicherheits- und Komfortfeatures der langen S-Klasse. Per Fernbedienung ist das aber auch von hinten rechts möglich, wo sich der beste Platz befindet.

(Foto: Sebastian Schaal)

Ein weiteres Beispiel ist die AroundView-Funktion. Diese Rundumsicht-Kameras haben es inzwischen zwar schon bis in so manchen Kleinwagen geschafft, dank der extrem hohen Auflösung lässt sich die S-Klasse zentimetergenau parken. Zugegeben, vor dem ersten Abstellen in meiner Garage war ich etwas angespannt, ob die gestreckte S-Klasse mit ihren Abmessungen überhaupt passt.

Mit Hilfe der Kameras konnte ich bis auf eine halbe Handbreit an die Mauer heranfahren – wo das antrainierte Gespür bereits längst Alarm geschlagen hatte. Und siehe da, es passt. Wenn auch sehr knapp.

Diese Liste ließe sich weiter fortsetzen, etwa mit den beheizbaren Armlehnen vorne – im Winter wird es schließlich nicht nur am Hintern und den Händen kalt. Aber lassen wir das. Dieser Test soll zeigen, dass in der neuen S-Klasse sehr viel zusammenkommt. Ob es für einen selbst wirklich das beste Auto der Welt ist, muss auch der persönliche Geschmack entscheiden – der fängt oft beim Design an.

Und das ist bei der S-Klasse auffällig unauffällig geraten. Zwar ist das Benz-Dickschiff sofort und aus jedem Winkel als Mercedes erkennbar, taucht die S-Klasse aber nur kurz im Rückspiegel auf, könnte es von den Tagfahrlichtern her auch nur eine C-Klasse sein – Verwechslungsgefahr à la Audi lässt grüßen.

Doch dieses, nennen wir es freundlich, optische Understatement dürfte dem angepeilten Mercedes-Publikum zusagen. Kritiker mögen auch von so etwas wie Langeweile sprechen, doch eines kann man der S-Klasse nicht absprechen: eine elegante Linienführung. Das geht beim neuen Modell so weit, dass die Langversion kaum noch als solche zu erkennen ist.

Bei den Vorgängern stachen die „eingesetzten“ zusätzlichen Zentimeter optisch hervor, bei der S-Klasse Jahrgang 2014 sind die verlängerten hinteren Türen perfekt ins Gesamtbild integriert.

A propos Gesamtbild: Um den hier beschriebenen Luxus genießen zu können, wird ein stattliches Sümmchen fällig. Die 80.920 Euro für den Sechszylinder-Diesel oder Vierzylinder-Hybrid können Sie vergessen, ebenso den Basispreis für den 500er-V8 in der Langversion von bereits 108.944,50 Euro.

Bis auf drei Extras – die Magic Body Control für 5.057,50 Euro, die Splitview-Funktion für den Hauptmonitor (952 Euro) und die High-End-Anlage von Burmester 7.497 Euro – hat Mercedes dem Testwagen nahezu eine Vollausstattung spendiert. Und die schlägt selbst ohne die drei letzten Extras mit über 157.000 Euro zu Buche.

Für Thomas Middelhoff kam diese S-Klasse, die jeden Stau so gut erträglich macht, zu spät. Er nahm den Flieger, der laut Gericht 80.000 Euro gekostet haben soll. Zuzüglich Gerichts- und Anwaltskosten, wie sich jetzt herausstellt. Womit sich der Preis unserer schönen Test-Langversion schon wieder relativiert.

Restwertprognosen im Vergleich von Bähr & Fess Forecasts

MarkeBeschreibungPSNeupreisRestwert 2018 Wertverlust
MercedesS 500 L456108.945 € 46,5% / 50.660 €58.285 €
BMW 750 Li                 449100.500 €44% / 44.220 €56.280 €
AudiA8 L 4.0 TFSI quattro435117.906 €41,5% / 42.289 €59.611 €
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