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Mitsubishi Outlander PHEV 100.000 Kilometer mit einer Tankfüllung

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Preislich okay, Ökovorteil fraglich

Ein Ökomobil ist der Outlander trotz Plug-in-Antrieb aber nicht –  obwohl Verbrauch und CO2-Ausstoß sich sehen lassen können. Das liegt schon am Gewicht: Fast zwei Tonnen bringt der Mitsubishi auf die Waage, satte 500 Kilo mehr als ein Outlander mit Verbrennungsmotor. Im Gegenzug bringt er im Vergleich zu anderen Stromern aber reichlich Platz mit: Der Kofferraum ist je nach Ausstattung bis zu 463 Liter groß und lässt sich auf 1.472 Liter erweitern. Zu schwer sollte man ihn allerdings nicht bepacken. Die maximale Zusatzlast beträgt 425 Kilo, die sind bei fünf Personen an Bord bereits schnell erreicht.

52 Kilometer soll der Outlander rein elektrisch zurücklegen, im Test sind es eigentlich immer weniger. Doch die hybride Reichweite von über 800 Kilometer ist nicht utopisch. So verschreckt man zumindest diejenigen Autokäufer nicht, die sich wegen der Reichweite bisher weigerten, elektrisch zu fahren. Auch der Einstiegspreis ist mit rund 40.000 Euro in Ordnung im Vergleich mit Konkurrenten wie dem VW Tuareg – doch für den gleichen Preis kriegt man auch zwei „normale“ Outlander.

Dafür sind ein paar Extras wie das schlüssellose Starten und eine Klimaautomatik schon inklusive. Für die getestete Spitzenvariante verlangt Mitsubishi rund 50.000 Euro. Dann sind auch Sicherheitssysteme wie die adaptive Tempoautomatik, ein Auffahrwarnsystem und ein Spurhalteassistent dabei. Doch durch die hohen Unterschiede beim Anschaffungspreis kann man mit dem Outlander nicht soviel Benzin sparen, dass sich der Kauf auch rentiert – insbesondere bei den derzeit niedrigen Spritpreisen.

Beim Verbrauch muss man den Outlander ein wenig ungerecht behandeln, immerhin ist er Vorbote einer ganzen Welle von Plug-in-Hybriden, die in den nächsten Jahren auf den Markt kommen. Die niedrigen Verbrauchswerte sind zwar nicht völlig utopisch, aber sie hängen massiv von der Fahrweise ab. Damit hinterlässt der Outlander nach dem Test ein dickes Fragezeichen, ob man die Plug-in-Modelle eigentlich nach den gleichen Kriterien bewerten kann wie die Verbrenner. Denn die einfache Differenzierung „innerorts-außerorts“ taugt wenig, um den eigenen Verbrauch mit dem Dickschiff wirksam einzuschätzen.

Fazit: Der Mitsubishi Outlander ist ein echter Pionier in seiner Fahrzeugklasse. Aber wie ein echter Pionier hat er auch mit vielen Widrigkeiten zu kämpfen und lässt sich an vielen Stellen noch verbessern. Am Design und am Multimediasystem muss der Hersteller nochmal nacharbeiten. Derzeit profitiert Mitsubishi noch vom Vorsprung, doch spätestens wenn die deutschen Hersteller mit ihrer Plug-in-Offensive ernst machen, dürfte sich der Japaner deutlich schwerer verkaufen.

Technische Daten

Mitsubishi Outlander PHEV
Maße (Länge, Breite, Höhe)4,66 m x 1,68 m x 1,80 m
MotorPlug-in-Hybridantrieb mit einem Benzin- und zwei Elektromotoren
Leistung

E-Motor vorne: 60 kW / 82 PS

E-Motor hinten: 60 kW / 82 PS

Vierzylinder Benzinmotor: 89 kW / 121 PS

Maximales Drehmoment

E-Motor vorne: 137 Nm

E-Motor hinten: 195 Nm

Benzinmotor: 190 Nm

Leergewicht1.885 kg
Kofferraumvolumen463-1472 Liter
Höchstgeschwindigkeit

170 km/h

rein elektrisch: 120 km/h

Beschleunigung 0 auf 100 km/h11 Sekunden
Durchschnittsverbrauch1,9 Liter / 100 Kilometer
Stromverbrauch13,4 kWh/100 km
Reichweite52 Kilometer (elektrisch); 827 Kilometer (hybrid)
Kapazität Lithium-Ionen Batterie12 kWh

Hinweis: In der ursprünglichen Version dieses Artikels stand, dass der Outlander über einen Typ-2-Anschluss geladen werden kann. Das ist nicht korrekt. Wir haben den Fehler korrigiert.

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2 Kommentare zu "Mitsubishi Outlander PHEV: 100.000 Kilometer mit einer Tankfüllung"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wenn Sie schreiben, dass der Outlander in Holland und Norwegen ein Verkaufsschlager ist, müssen Sie auch schreiben warum: Ich habe einen holländischen Geschäftsfreund, der sich den Outlander nur deswegen gekauft hat, weil er ihn als Firmenwagen fahren kann, ohne, dass die 1% Regelung (wie in Deutschland) zum Tragen kommt! Die holländische Regierung bezuschusst also diese PKW erheblich. Sollte es in Deutschland so eine Regelung geben würden quasi nahezu alle Nutzer von Firmenwagen sofort auf solche Modelle umsteigen, denn man spart dadurch jeden Monat einige hundert Euro monatlich netto!!

  • Wenn Sie schreiben, dass der Outlander in Holland und Norwegen ein Verkaufsschlager ist, müssen Sie auch schreiben warum: Ich habe einen holländischen Geschäftsfreund, der sich den Outlander nur deswegen gekauft hat, weil er ihn als Firmenwagen fahren kann, ohne, dass die 1% Regelung (wie in Deutschland) zum Tragen kommt!

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