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Mitsubishi Outlander PHEV 100.000 Kilometer mit einer Tankfüllung

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Wie ein Bär, den man mit einem Stock weckt

Und wehe, man drückt während der Fahrt auf den „Charge“-Knopf in der Mittelkonsole und zwingt so das System, über den Benzinmotor die Batterie auf 80 Prozent zu laden. Dann brummt der Outlander wie ein Bär, den man mit einem Stock geweckt hat – und präsentiert sich auch ähnlich gereizt. Spritverbräuche von 18 Litern werden dem Fahrer kurzfristig angezeigt. Vor allem ökologisch ergibt die Ladung über den eigenen Benzintank auch gar keinen Sinn: Schließlich nimmt man damit von beiden Motoren die schlechten Eigenschaften mit – den geringen Wirkungsgrad des Benzinmotors und die geringe Reichweite sowie Ladeverluste des Elektroantriebs. Wenn es trotzdem aus Mangel an alternativen Lademöglichkeiten mal sein muss, dann besser im Stand.

Dafür haben die Entwickler bei der Ladung wirklich nachgedacht. Die Ladezeiten lassen sich vorab programmieren, so kann man theoretisch dann laden, wenn der Strom günstig ist. Möglich ist das sowohl über einen Typ-1-Anschluss als auch über einen Chademo-Anschluss. Leider fehlt ein Typ-2-Anschluss, der in Europa zum neuen Standard werden soll.

Der sanfte Riese
Die größte graue Maus der Welt
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Sieht so ein Revolutionär aus? Frontal ist der Outlander einfach viel zu langweilig geraten. Sein revolutionäres Innenleben kann man ihm nicht ansehen. Das haben auch die Mitsubishi-Designer begriffen, nach dem nächsten Facelift soll der Outlander wohl deutlich wilder aussehen.

Blasse Erscheinung
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Auch von hinten ist der Outlander PHEV sehr zurückhaltend gezeichnet. Die Rücklichter liegen blass am Heck. Wer modern fahren und trotzdem nicht auffallen will, dem tut Mitsubishi damit einen Gefallen.

Der mit den drei Herzen
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Was ihn so besonders macht, findet man unter der Motorhaube: Der Outlander wird angetrieben durch gleich zwei Elektromotoren mit jeweils 82 PS und einen Vierzylinder-Benzinmotor mit 121 PS.

Auf leisen Sohlen
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Trotz Power unter der Haube ist der Outlander aber nur ein behutsamer Sprinter. Auf 100 Kilometer beschleunigt er in 11 Sekunden. Das liegt auch an seinem Gewicht von 1,8 Tonnen.

Dezente Revolution
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Äußerlich kann man dem Outlander nur dezent ansehen, wie fortschrittlich sein Antrieb ist. Nur das silber-blaue Plug-in Hybrid-EV und die zwei Tankdeckel deuten darauf hin.

Doppelter Anschluss
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Der Outlander verfügt über einen Typ-1-Anschluss und einen Chademo-Schnellladeanschluss, der in Japan weit verbreitet, in Europa aber ein Exot ist. Wer an den gängigen Typ-2-Ladestationen laden will, braucht ein entsprechendes Kabel (Typ-2 auf Typ-1).

Was ist das?
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Den anderen Tankdeckel mussten wir im Test nicht einmal öffnen. Denn der Outlander PHEV kommt mit einer Tankfüllung über 800 Kilometer weit, dabei passen gerade einmal 45 Liter rein.

Ein großes Manko ist das interne Multimedia-System, das Mitsubishi auch gleich in Japanisch hätte ausliefern können – so wenig intuitiv lassen sich Navigation und Musiksystem bedienen. Man fühlt sich verloren wie Bill Murray in „Lost in Translation“, nur ohne Whisky und Scarlett Johansson an seiner Seite.

Und auch optisch hat der Outlander wenig zu bieten. Das Äußere ist, besonders im getesteten Mausgrau, so unauffällig, dass sich dafür allein wohl niemand umdrehen wird. Mit dem nächsten Facelift dürfte das wohl behoben werden: der Outlander PHEV Concept, den Mitsubishi zuletzt auf dem Autosalon in Paris zeigte, hat eine deutlich aggressivere Front. Die steht dem Outlander besser.

Im Innenraum des Outlander regieren das Plastik und sehr gesetzte Farbtöne. Das wirkt weder besonders hochwertig, noch besonders gemütlich. Die Sitze sind selbst in der besten Ausstattung eher mittelmäßig. Die Bedienelemente wurden etwas wahl- und lieblos verteilt.

An anderen Stellen ist der Outlander dagegen vorbildlich. Anders als andere Elektroautos kann er Energie nicht nur speichern, sondern auch wieder abgeben. So wird der Outlander zum Notstromaggregat auf vier Rädern – in Erdbebenregionen sicher ein Kaufargument. Über das interne Multimediasystem kann das Auto auch auf eine programmierte Zeit vorheizen. Sehr komfortabel.

Preislich okay, Ökovorteil fraglich
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2 Kommentare zu "Mitsubishi Outlander PHEV: 100.000 Kilometer mit einer Tankfüllung"

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  • Wenn Sie schreiben, dass der Outlander in Holland und Norwegen ein Verkaufsschlager ist, müssen Sie auch schreiben warum: Ich habe einen holländischen Geschäftsfreund, der sich den Outlander nur deswegen gekauft hat, weil er ihn als Firmenwagen fahren kann, ohne, dass die 1% Regelung (wie in Deutschland) zum Tragen kommt! Die holländische Regierung bezuschusst also diese PKW erheblich. Sollte es in Deutschland so eine Regelung geben würden quasi nahezu alle Nutzer von Firmenwagen sofort auf solche Modelle umsteigen, denn man spart dadurch jeden Monat einige hundert Euro monatlich netto!!

  • Wenn Sie schreiben, dass der Outlander in Holland und Norwegen ein Verkaufsschlager ist, müssen Sie auch schreiben warum: Ich habe einen holländischen Geschäftsfreund, der sich den Outlander nur deswegen gekauft hat, weil er ihn als Firmenwagen fahren kann, ohne, dass die 1% Regelung (wie in Deutschland) zum Tragen kommt!

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