Opel Astra Sports Tourer im Test Der Unterschätzte

Viel Kofferraum, wenig Charisma: Der neueste Kombi von Opel ist vollgepackt mit modernster Technik, ist erstklassig vernetzt, und bietet perfekte Sitze. Doch beim Image fährt er der Konkurrenz hinterher. Zu Unrecht?
Abhängig von Motorvariante und Ausstattung ist der Astra Sports Tourer im Vergleich zum Vorgänger bis zu 190 Kilo leichter und im Verbrauch bis zu 20 Prozent günstiger geworden, verspricht der Hersteller. Die Fahrzeuglänge blieb mit 4,70 m gleich, damit zählt der Opel zu den Größen in seinem Segment. Und er fährt einige echte Premium-Argumente auf, wenn man bei den Extras nicht zu geizig ist. Quelle: Frank G. Heide
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Abhängig von Motorvariante und Ausstattung ist der Astra Sports Tourer im Vergleich zum Vorgänger bis zu 190 Kilo leichter und im Verbrauch bis zu 20 Prozent günstiger geworden, verspricht der Hersteller. Die Fahrzeuglänge blieb mit 4,70 m gleich, damit zählt der Opel zu den Größen in seinem Segment. Und er fährt einige echte Premium-Argumente auf, wenn man bei den Extras nicht zu geizig ist.

(Foto: Frank G. Heide)

DüsseldorfWenn von Europas „Auto des Jahres“ eine Kombiversion auf den Markt kommt, dann ist das in unserer Kombi-Nation Nr. 1 immer noch eine Nachricht wert. Und kurz bevor Opel von seinem neuen Erfolgsmodell Astra die Lademeister-Variante im April zu den Händlern stellte, zeichnete sich ihr Erfolg schon ab: Das erste Quartal 2016 war für die Rüsselsheimer das beste seit fünf Jahren. Die deutsche GM-Tochter verkaufte mit 59.000 Pkw rund 7500 Pkw oder 14,5 Prozent mehr als in den ersten drei Monaten 2015, der Marktanteil kletterte auf 7,5 Prozent.

Gleich doppelt gute Nachrichten für und von Opel also, denn die starke Entwicklung zum Jahresauftakt resultierte vor allem aus der hohen Nachfrage nach dem Opel Astra. Und dessen Kombivariante, der Astra Sports Tourer, feierte am 9. April Premiere bei den deutschen Händlern, zu diesem Zeitpunkt lagen für die Baureihe europaweit mehr als 140.000 Bestellungen vor.

Gerechtfertigte Vorschusslorbeeren? Nachdem uns der kompakte Opel Astra schon im Handelsblatt-Test ausgesprochen gut gefallen hatte, mussten wir den Kombi natürlich auch sofort ausprobieren. Er wendet sich sich stärker an Gewerbekunden, Außendienst-Vielfahrer und Familien, und punktet mit zwei Kennzahlen bei diesen Zielgruppen: 1630 Liter und 1,87 Meter.

Was uns am Opel Astra Sports Tourer gefällt, und was nicht
Der Lademeister ist da
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Innerhalb der populären Astra-Modellreihe ist der Sports Tourer genannte Kombi für Hersteller Opel eine wichtigste Variante: Rund ein Drittel aller verkauften Astra in Europa zeigen die lange Karosserieform.

Blick in den Testwagen
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Die Basispreise für den 1,4-Liter-Benziner mit 100 PS liegen unter 19.000 Euro. Wer den neuen Top-Diesel 1.6 CDTI mit 160 PS voll konfiguriert, kann für den Sports Tourer auch mehr als 41.000 Euro ausgeben.

Besser sitzen, entspannter ankommen
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Im ersten Moment fühlen sie sich ein wenig zu straff an. Doch die extrem gut einstellbaren AGR-Sitze sind eines der echten Highlights im gut ausgestatteten Astra und für Vielfahrer jeden einzelnen der 685 Euro Aufpreis wert.

Bis zur Rückenlehne hinten sind 540 Liter Stauvolumen vorhanden
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Zieht man am Hebel rechts in der Innenverkleidung, so klappt per Seilzug die 40:20:40 geteilte Sitzbank nach vorn und das Ladevolumen wächst auf 1.630 Liter – 80 mehr als bisher, bei gleich bleibenden Außenmaßen.

Erfolgreiche Diät
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Abhängig von Motorvariante und Ausstattung ist der Astra Sports Tourer im Vergleich zum Vorgänger bis zu 190 Kilo leichter und im Verbrauch bis zu 20 Prozent günstiger geworden, verspricht der Hersteller. Die Fahrzeuglänge blieb mit 4,70 m gleich, damit zählt der Opel zu den Größen in seinem Segment. Und er fährt einige echte Premium-Argumente auf, wenn man bei den Extras nicht zu geizig ist.

Ein echter Lichtblick in der Kompaktklasse
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Das für den Gegenverkehr blendfreie LED-Matrixlicht kostet für den Astra Sports Tourer 1450 Euro Aufpreis. Es ermöglicht dem Fahrer praktisch permanent mit Fernlicht zu fahren. Den Rest übernimmt die Elektronik.

Natürlich kommt man in der vernünftig eingepreisten Kompaktklasse nicht ohne Kunststoffe aus
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Aber im Astra haben sie einen angenehmen Soft-Touch und die Verarbeitung mutet wertig an. Hier knarzt und knackt nichts.

1630 Liter Volumen passen maximal in den Kofferraum, mindestens sind es 540 Liter. Und 1,87 Meter lang macht sich der Laderaum, wenn die geteilte Rücksitzbanklehne umklappt ist. Das sind Daten, die sich im Wettbewerb durchaus sehen lassen können, wie die Vergleichswerte in unserer Tabelle zeigen:

ModellSeat
Leon ST
Ford Focus
Turnier
Opel Astra
Sports Tourer

Stauvolumen / L

587 - 1470

490 - 1516

540 - 1630

Modell

Volkswagen
Golf Variant

Hyundai
i30 cw

Peugeot
308 sw

Stauvolumen / L

605 - 1620

528 - 1648

610 - 1660

Modell

Skoda
Octavia Combi

Mazda6
Kombi

Renault Talisman
Grandtour

Stauvolumen / L610 - 1740522 - 1664572 - 1681

Damit verbessert Opel das Stauvolumen im Vergleich zum Vorgänger um rund 80 Liter, während das Fahrzeug äußerlich bei den gleichen Abmessungen bleibt. Doch nicht nur das Gepäck gewinnt: Auch die Insassen spüren, dass alle relevanten Innenmaße großzügiger geworden sind, was sich auf Raumgefühl und Komfortgewinn schon auf den ersten Testkilometern sehr positiv auswirkt.

Beachtlicher Diät-Erfolg
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