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Peugeot 308 SW im Handelsblatt-Test Ein eigenwilliger Monsieur

Wer den VW Golf herausfordert, muss sich einiges einfallen lassen. Das hat Peugeot getan. Der neue 308 SW bietet viele Überraschungen – einige davon haben uns gut gefallen, manche eher verwundert.
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Vorne ein kleiner Motor, hinten ein riesiger Kofferraum: Der neue Peugeot 308 SW trifft im Segment der kompakten Kombis auf eine riesige Zahl an Konkurrenten. Er kann aber mit eigenen Stärken punkten. Quelle: Frank G. Heide

Vorne ein kleiner Motor, hinten ein riesiger Kofferraum: Der neue Peugeot 308 SW trifft im Segment der kompakten Kombis auf eine riesige Zahl an Konkurrenten. Er kann aber mit eigenen Stärken punkten.

(Foto: Frank G. Heide)

Düsseldorf Deutsche Autofahrer mögen es langweilig, oder netter ausgedrückt: beständig. Seit Mitte der 1970er-Jahre führt hierzulande genau ein Modell die Zulassungsstatistiken an, jedes Jahr fast ohne Unterbrechung. Dass eine ganze Fahrzeugklasse nach ihm benannt ist, sagt schon alles. Der VW Golf ist bestimmt kein schlechtes Auto. Aber ist er wirklich alternativlos?

Wir haben einen neuen Herausforderer getestet: den Peugeot 308, genauer gesagt die Kombivariante 308 SW mit Ausstattungspaket „Allure“ (zu Deutsch: „Verführung“).

Vom Vorgängermodell ist nur der Name geblieben, ansonsten handelt es sich um eine komplette Neuentwicklung. Die wahrscheinlich wichtigste Neuerung: Peugeot hat den Wagen mit einem Dreizylinder-Benziner mit Turboaufladung ausgestattet, ein kleiner Motor mit vergleichsweise viel PS. Auch an anderen Stellen setzen die Franzosen auf eigene Akzente – einiges davon hat uns gut gefallen, manches verwundert.

Sparsamer Gallier mit großem Potenzial
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Seit dem 24. Mai 2014 steht der Peugeot 308 SW bei den deutschen Händlern. Der mit dem Design-Preis „Red Dot Award“ in der Kategorie „Best oft he Best“ ausgezeichnete Kombi wird zu Preisen ab 19.250 Euro angeboten und hat bis zu 1.660 Liter Kofferraumvolumen.

Die Kombipreise liegen um 900 Euro über den Preisen der Schrägheckversion, die zum "Auto des Jahres" gewählt wurde. Zur Wahl stehen drei Ausstattungslinien und sieben Motoren mit Leistungen zwischen 110 und 150 PS.

(Foto: Frank G. Heide)
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Der 4.585 mm lange, 1.804 mm breite und 1.472 mm hohe Kombi wartet mit einem Radstand von 2.730 mm auf und bietet reichlich Platz für Insassen und Gepäck. Hinter der großen Heckklappe können 610 Liter verstaut werden, durch Umklappen der Rücksitze kann das Ladevolumen auf maximal 1.660 Liter erweitert werden.

(Foto: Frank G. Heide)
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Das vorherige, immer bemühte, aber unausgewogene Design – Stichwort Haifischmaul – wich einem mehrheitsfähigen, aber keineswegs gewöhnlichen Aussehen.

(Foto: Frank G. Heide)
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Zum Verkaufsstart war der 308 SW in den drei Ausstattungsversionen Access, Active und Allure erhältlich. Die Motorenpalette umfasst auf der Benzinerseite zwei Dreizylinder-Motoren mit 1,2 Liter Hubraum in den Leistungsstufen 96 kW/130 PS sowie 81 kW/110 PS (seit September) und einen 1,6-Liter-Vierzylinder mit 115 kW/156 PS. Mittlerweile gibt es auch eine sportliche GT-Version.

(Foto: Frank G. Heide)
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Pfiffig ist, dass die Rückenlehnen der Rücksitze sich im Verhältnis 60:40 mit einem kurzen Zug an zwei Hebeln umklappen lassen. Magic Flat nennt Peugeot das. Die Sitzflächen rücken dabei ein Stück nach, so dass ein fast ebener Laderaumboden entsteht. Die Laderaumabdeckung findet ihren Platz unter dem Kofferraumboden, muss also nicht daheim gelassen werden. Und zusätzliche Ablagen finden sich nicht nur unter dem Laderaumboden.

(Foto: Frank G. Heide)
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Äußerlich kommt der Lademeister mit klaren Linien und dynamischen Design daher. Die nach hinten abfallende Dachlinie verleiht dem Gallier einen sportlichen Touch. In der Länge ist er – im Vergleich zum Fünftürer – um 330 Millimeter länger.

(Foto: Frank G. Heide)
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Das neue Cockpit-Konzept, wie aus dem Fließheck bekannt, zieht auch beim SW ein. Der Pilot schaut nicht mehr durch das Lenkrad auf die Armaturen, vielmehr wurden die Bedienelemente hoch gesetzt und das Lenkrad so verkleinert, dass man jetzt über dessen oberen Rand auf Tacho und Drehzahlmesser blickt.

(Foto: Frank G. Heide)

Schon bei der ersten Annäherung müssen wir zweimal hinschauen: Ganz in weiß steht der Peugeot da, macht einen schlichten und zugleich eleganten Eindruck, einen Akzent setzt der wuchtige Kühlergrill. Die Scheiben sind dunkel getönt, umrandet von glänzenden Chromleisten. Das Highlight aber ist das übergroße gläserne Panoramadach, das sich fast über die gesamte Länge zieht. Ist das wirklich Mittelklasse?

Auch im Inneren macht das Auto macht das Auto was her: die schwarzen Ledersitze fühlen sich gleich bequem an, bieten aber auch guten Seitenhalt. Auf Knopfdruck verwöhnt der 308 SW seinen Fahrer und Beifahrer sogar mit einer leichten Massage Der verchromte Schaltknauf liegt gut in der Hand, durch das Panoramadach kommt viel Licht ins Auto (nur öffnen lässt es sich leider nicht). .

Sofort fällt auf, wie aufgeräumt der Innenraum wirkt, um nicht zu sagen: wie leergefegt. Man sagt französischen Autos ja oft nach, sie seien verschnörkelt und verspielt. Peugeot tritt den Beweis des Gegenteils eindrucksvoll ab.

Das auf der Mittelkonsole sonst übliche Mäusekino aus Knöpfen und Schaltern ist verschwunden. Die Bedienung von Navi, Klimaanlage oder Denon-Soundsystem (hervorragender Klang) erfolgt allein über einen Touchscreen, der mit 9,7 Zoll so groß wie ein Tablet geraten ist. Die Generation Smartphone wird es freuen.

Aus dem Stand geht die Bedienung erstaunlich gut von der Hand, bei voller Fahrt haben wir allerdings ein Problem: Beim Versuch, die Symbole genau mit der Fingerspitze zu treffen, wandert der Blick weg vom Verkehr. Ein simpler Drehregler ließe sich leichter ertasten. Design ist gut, Sicherheit ist besser.

Ein anderer Fall von gut gedacht, aber nicht unbedingt gut gemacht: Peugeot hat die Instrumente wie Tacho und Drehzahlmesser so angeordnet, dass sie oberhalb des Lenkrades sichtbar sein sollen. Das Lenkrad ist klein geraten, es würde auch in einen Sportwagen passen.

So weit so gut. Nur leider verdeckt das Lenkrad teilweise die Sicht auf die dahinterliegenden Instrumente - jedenfalls ging es uns so. Je nach Sitzposition oder Größe des Fahrers mag das anders sein. Man sollte bei der Probefahrt darauf achten.

Bestwert beim Kofferraum
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